Javascript must be enabled to continue!
Histopathologische Differenzialdiagnostik von Kristall-Arthritiden
View through CrossRef
ZUSAMMENFASSUNGWenngleich Kristall-induzierte Gelenkerkrankungen mehrheitlich auf klinischen, serologischen und bildgebenden Diagnosekriterien beruhen, kann die histopathologische Diagnostik einen wesentlichen Beitrag leisten. Ein umfassendes Spektrum dieser histopathologischen Differenzialdiagnostik ist im Gelenk-Pathologie- und im Gelenk-Partikel-Algorithmus dargelegt. Dies ist dahingehend von Bedeutung, da oft erst durch diese histopathologische Diagnostik Erkrankungen erkannt werden können, welche in der initialen klinischen Diagnostik nicht berücksichtigt worden sind. Die wichtigsten Kristall-induzierten Gelenkerkrankungen und deren Differenzialdiagnosen umfassen folgende Depositionen: Urat-Kristalle, Kalziumpyrophosphat-Kristalle, kalkartige Depositionen (basisches Kalziumphosphat, Kalziumkarbonat), Knochen-Trabekelfragmente, Blutungsresiduen (Hämosiderin-Granula, Hämatoidin-Konkremente, Gandy-Gamna-Körper, Formalin-Pigment), Lipideinschlüsse und Amyloid-Depositionen. Wesentlich für die Qualität der Diagnostik ist die Übersendung des Gewebes in unterschiedlichen und somit getrennten Fraktionen, da diese krankhaften Veränderungen multifokal im Gelenk vorliegen können. Die Gewebeübersendung erfolgt üblicherweise in 5 % gepuffertem Formalin. Bei der Fragestellung nach Urat-Kristall-Arthritis bzw. Urat-Arthropathien empfiehlt sich die Übersendung eines Teil der Gewebeproben in Alkohol und einer anschließenden wasserfreien bzw. wasserreduzierten Entwässerung, da Urat-Kristalle wasserlöslich sind und bei Wasserkontakt insbesondere aus kleinen Geweben herausgelöst werden können. Diese Modalität stellt aber keine Notwendigkeit dar, da Kristallablagerungen im Allgemeinen auch indirekt, über das Gewebe-Reaktionsmuster (z. B. Urat-Tophus) und über die oft erhaltenen Kristallmatrix mittels der Histopathologie nachweisbar sind.
Georg Thieme Verlag KG
Title: Histopathologische Differenzialdiagnostik von Kristall-Arthritiden
Description:
ZUSAMMENFASSUNGWenngleich Kristall-induzierte Gelenkerkrankungen mehrheitlich auf klinischen, serologischen und bildgebenden Diagnosekriterien beruhen, kann die histopathologische Diagnostik einen wesentlichen Beitrag leisten.
Ein umfassendes Spektrum dieser histopathologischen Differenzialdiagnostik ist im Gelenk-Pathologie- und im Gelenk-Partikel-Algorithmus dargelegt.
Dies ist dahingehend von Bedeutung, da oft erst durch diese histopathologische Diagnostik Erkrankungen erkannt werden können, welche in der initialen klinischen Diagnostik nicht berücksichtigt worden sind.
Die wichtigsten Kristall-induzierten Gelenkerkrankungen und deren Differenzialdiagnosen umfassen folgende Depositionen: Urat-Kristalle, Kalziumpyrophosphat-Kristalle, kalkartige Depositionen (basisches Kalziumphosphat, Kalziumkarbonat), Knochen-Trabekelfragmente, Blutungsresiduen (Hämosiderin-Granula, Hämatoidin-Konkremente, Gandy-Gamna-Körper, Formalin-Pigment), Lipideinschlüsse und Amyloid-Depositionen.
Wesentlich für die Qualität der Diagnostik ist die Übersendung des Gewebes in unterschiedlichen und somit getrennten Fraktionen, da diese krankhaften Veränderungen multifokal im Gelenk vorliegen können.
Die Gewebeübersendung erfolgt üblicherweise in 5 % gepuffertem Formalin.
Bei der Fragestellung nach Urat-Kristall-Arthritis bzw.
Urat-Arthropathien empfiehlt sich die Übersendung eines Teil der Gewebeproben in Alkohol und einer anschließenden wasserfreien bzw.
wasserreduzierten Entwässerung, da Urat-Kristalle wasserlöslich sind und bei Wasserkontakt insbesondere aus kleinen Geweben herausgelöst werden können.
Diese Modalität stellt aber keine Notwendigkeit dar, da Kristallablagerungen im Allgemeinen auch indirekt, über das Gewebe-Reaktionsmuster (z.
B.
Urat-Tophus) und über die oft erhaltenen Kristallmatrix mittels der Histopathologie nachweisbar sind.
Related Results
Pedersstræde i Viborg. Købstadarkæologiske undersøgelser 1966/67
Pedersstræde i Viborg. Købstadarkæologiske undersøgelser 1966/67
Pedersstræde in Viborg Archäologische Untersuchungen der Stadt ViborgSchon seit dem 17. Jahrhundert hat man die historisch-topographische Entwicklung der Stadt Viborg zum Gegenstan...
Metabolismusstudien an Mykotoxinen
Metabolismusstudien an Mykotoxinen
ZusammenfassungMykotoxine sind toxische Sekundärmetaboliten verschiedener Schimmelpilze. Aufgrund der weiten Verbreitung der Pilze kommen Mykotoxine ubiquitär in Lebens‐ und Futter...
Entwicklung massenspektrometrischer Methoden zur Analytik von Mykotoxinen in Innenräumen
Entwicklung massenspektrometrischer Methoden zur Analytik von Mykotoxinen in Innenräumen
ZusammenfassungEin Schimmelpilzbefall tritt in Deutschland in etwa jeder zehnten Wohnung auf und kann gesundheitliche Beeinträchtigungen von Bewohnenden auslösen. Die Beschwerden r...
Entwicklung HPLC‐MS/MS‐basierter Methoden zur Multi‐Mykotoxinanalytik in Humanurin
Entwicklung HPLC‐MS/MS‐basierter Methoden zur Multi‐Mykotoxinanalytik in Humanurin
ZusammenfassungMykotoxine sind toxische Sekundärmetaboliten von Schimmelpilzen verschiedener Gattungen. Der Befall von landwirtschaftlichen Nutzpflanzen wie Getreide, Obst, Nüssen ...
Leveraging advanced analytics to develop and evaluate energy efficiency services and products
Leveraging advanced analytics to develop and evaluate energy efficiency services and products
Zwei disruptive Transformationen, die Energiewende und die Digitalisierung, stellen die Gesellschaft und die Energieversorger vor große Herausforderungen und bieten gleichzeitig gr...
Interaktion von Shiga Toxin mit primären humanen intestinalen und renalen Epithelzellen
Interaktion von Shiga Toxin mit primären humanen intestinalen und renalen Epithelzellen
ZusammenfassungInfektionen durch enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC)‐Bakterien können beim Menschen wässrige und blutige Durchfälle verursachen und im schlimmsten Fall das...
Analytik von Chlorparaffinen und Mineralöl‐Kohlenwasserstoffen in Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen mittels GCxGC‐QTOG/MS
Analytik von Chlorparaffinen und Mineralöl‐Kohlenwasserstoffen in Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen mittels GCxGC‐QTOG/MS
ZusammenfassungChlorparaffine (CPs, chlorinated paraffins) und Mineralöl‐Kohlenwasserstoffe (MOH, mineral oil hydrocarbons) sind komplexe Mischungen, die sich aus zehn‐ bis hundert...
Buchbesprechungen
Buchbesprechungen
Allgemeines
Das ist Militärgeschichte! Probleme - Projekte - Perspektiven. Hrsg. mit Unterstützung des MGFA von Christian Th. Müller und Matthias Rogg
...

