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Masern-Impfung bei Asylsuchenden in der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) Bielefeld: Impfquote 73%, Impfablehnung 21%

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Zusammenfassung Ziel der Studie Ziel der Studie ist es, eine Masern-Impfquote und -Ablehnungsquote (bezüglich zumindest einer Masern-Impfdosis) der Asylsuchenden der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) Bielefeld zu identifizieren. Diese Quoten repräsentieren den Ist-Zustand in Bielefeld vor Implementierung der Impfpflicht. Methodik Diese Studie ist eine Querschnittstudie. Anhand von Erstuntersuchungslisten sind demografische Daten (Alter, Geschlecht, Nationalität) und routinemäßig gesammelte Impfdaten analysiert worden. Ergebnisse In dieser Studie wurden die Daten von insgesamt 4606 Asylsuchenden der EAE Bielefeld (01. Januar 2018–31. Dezember 2018) analysiert. Die Geschlechterverteilung ergab 59% männliche und 41% weibliche Asylsuchende, das Alter lag bei 62% unter 30 Jahre. Die Flüchtlinge in Bielefeld kamen v. a. aus den folgenden Ländern: Türkei 15%, Syrien 13%, Irak 9%, Iran 9%, Nigeria 5%, Afghanistan 4%, Guinea 3%, Albanien 3%, Somalia 3% und Pakistan 3%. 4326 der erwähnten 4606 Asylsuchenden hatten ein Lebensalter von 1 bis einschließlich 49 Jahren; bei 3150 davon gab es zumindest eine dokumentierte Masern-Impfdosis. Die Masern-Impfquote lag somit bei 73%. Die Masern-Impfquote variierte zwischen 67% (bei 1 bis einschließlich 4 Jährigen) und 78% (bei 10 bis einschließlich 14 Jährigen). Die wichtigsten Gründe warum ein Teil der Flüchtlinge in Bielefeld nicht gegen Masern geimpft worden sind, waren: Ablehnung (21%), Erkrankungen(2%), Schwangerschaft (2%) oder „Sonstige“ (1%). Schlussfolgerung Die Masern-Impfquote in der EAE Bielefeld war 73%. Der wichtigste Grund für die genannte Quote war, dass 21% der zu impfenden Asylsuchenden die Masern-Impfung ablehnte. Es ist dringend notwendig diese Masern-Impfquote zu erhöhen. Die geplante Impfpflicht und interne Maßnahmen in der EAE Bielefeld werden helfen die Impflücken zu schließen. Weitere Studien mit Beteiligung von mehreren Asylzentren in Deutschland sind zur Feststellung von validen Impfdaten der Asylsuchenden in diesem Land notwendig.
Title: Masern-Impfung bei Asylsuchenden in der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) Bielefeld: Impfquote 73%, Impfablehnung 21%
Description:
Zusammenfassung Ziel der Studie Ziel der Studie ist es, eine Masern-Impfquote und -Ablehnungsquote (bezüglich zumindest einer Masern-Impfdosis) der Asylsuchenden der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) Bielefeld zu identifizieren.
Diese Quoten repräsentieren den Ist-Zustand in Bielefeld vor Implementierung der Impfpflicht.
Methodik Diese Studie ist eine Querschnittstudie.
Anhand von Erstuntersuchungslisten sind demografische Daten (Alter, Geschlecht, Nationalität) und routinemäßig gesammelte Impfdaten analysiert worden.
Ergebnisse In dieser Studie wurden die Daten von insgesamt 4606 Asylsuchenden der EAE Bielefeld (01.
Januar 2018–31.
Dezember 2018) analysiert.
Die Geschlechterverteilung ergab 59% männliche und 41% weibliche Asylsuchende, das Alter lag bei 62% unter 30 Jahre.
Die Flüchtlinge in Bielefeld kamen v.
 a.
aus den folgenden Ländern: Türkei 15%, Syrien 13%, Irak 9%, Iran 9%, Nigeria 5%, Afghanistan 4%, Guinea 3%, Albanien 3%, Somalia 3% und Pakistan 3%.
4326 der erwähnten 4606 Asylsuchenden hatten ein Lebensalter von 1 bis einschließlich 49 Jahren; bei 3150 davon gab es zumindest eine dokumentierte Masern-Impfdosis.
Die Masern-Impfquote lag somit bei 73%.
Die Masern-Impfquote variierte zwischen 67% (bei 1 bis einschließlich 4 Jährigen) und 78% (bei 10 bis einschließlich 14 Jährigen).
Die wichtigsten Gründe warum ein Teil der Flüchtlinge in Bielefeld nicht gegen Masern geimpft worden sind, waren: Ablehnung (21%), Erkrankungen(2%), Schwangerschaft (2%) oder „Sonstige“ (1%).
Schlussfolgerung Die Masern-Impfquote in der EAE Bielefeld war 73%.
Der wichtigste Grund für die genannte Quote war, dass 21% der zu impfenden Asylsuchenden die Masern-Impfung ablehnte.
Es ist dringend notwendig diese Masern-Impfquote zu erhöhen.
Die geplante Impfpflicht und interne Maßnahmen in der EAE Bielefeld werden helfen die Impflücken zu schließen.
Weitere Studien mit Beteiligung von mehreren Asylzentren in Deutschland sind zur Feststellung von validen Impfdaten der Asylsuchenden in diesem Land notwendig.

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