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Barrieren und Förderfaktoren für die Implementierung eines Konzepts zur Förderung evidenzbasierten Arbeitens in der Physiotherapie – Eine Mixed-Methods-Studie
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Zusammenfassung
Hintergrund In der Physiotherapie in Deutschland besteht Bedarf an theoretisch und wissenschaftlich fundierten Implementierungsstrategien zur Förderung des evidenzbasierten Arbeitens (EBP). Bei der Entwicklung solcher Strategien ist es notwendig, die Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren im individuellen Kontext zu erfassen und zu berücksichtigen. In diesem Zusammenhang wurde das „science4practice“-Konzept mit dem Ziel entwickelt, die Umsetzung von EBP in physiotherapeutischen Einrichtungen zu fördern.
Ziel Erhebung von Barrieren und Förderfaktoren für die Implementierung des „science4practice“-Konzepts.
Methode Im Rahmen einer Mixed-Methods-Studie wurden qualitative, semistrukturierte Interviews sowie eine quantitative Erhebung anhand eines Online- und Papierfragebogens durchgeführt. An den Interviews nahmen Geschäfts- und Therapieleitungen therapeutischer Einrichtungen sowie Physiotherapeut*innen ohne Leitungsverantwortung teil. An der quantitativen Befragung nahmen Physiotherapeut*innen ohne Leitungsverantwortung teil. Die Daten der Interviews wurden mittels thematischer Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Daten der quantitativen Erhebung wurden deskriptiv analysiert.
Ergebnisse Aus den 15 durchgeführten Interviews konnten die mangelnden Fähigkeiten zur Literaturrecherche und -bewertung, negative Erfahrungen mit Veränderungsprozessen sowie unzureichende Zugangsmöglichkeiten zu wissenschaftlicher Literatur als Barrieren abgeleitet werden. Als Förderfaktoren wurden die Unterstützung durch Vorgesetzte sowie die Verfügbarkeit von Ressourcen für die Implementierung des Konzepts identifiziert. Die Umfrageergebnisse von 47 Physiotherapeut*innen ohne Leitungsverantwortung zeigen kumulierte Zustimmungswerte („trifft voll zu“ und „trifft eher zu“) von 83–91 % für die Bereitschaft zur Umsetzung des „science4practice“-Konzepts. Durch die Zusammenführung der quantitativen und qualitativen Daten konnte die Bereitschaft des Teams zur Konzeptumsetzung abschließend als Förderfaktor eingeordnet werden.
Schlussfolgerung Die Studie identifiziert Barrieren und Förderfaktoren aus Sicht der Teilnehmenden mit und ohne Leitungsverantwortung. Einerseits unterstreichen die Daten national und international identifizierte Barrieren wie mangelnde wissenschaftliche Kompetenzen oder unzureichende Zugänge zu wissenschaftlicher Literatur. Andererseits zeigen die Ergebnisse das Potential des Konzepts als EBP-Implementierungsvorhaben in der Physiotherapie in Deutschland. Im nächsten Schritt sollten Studien durchgeführt werden, um die Machbarkeit des Konzepts zu überprüfen.
Georg Thieme Verlag KG
Title: Barrieren und Förderfaktoren für die Implementierung eines Konzepts zur Förderung evidenzbasierten Arbeitens in der Physiotherapie – Eine Mixed-Methods-Studie
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Zusammenfassung
Hintergrund In der Physiotherapie in Deutschland besteht Bedarf an theoretisch und wissenschaftlich fundierten Implementierungsstrategien zur Förderung des evidenzbasierten Arbeitens (EBP).
Bei der Entwicklung solcher Strategien ist es notwendig, die Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren im individuellen Kontext zu erfassen und zu berücksichtigen.
In diesem Zusammenhang wurde das „science4practice“-Konzept mit dem Ziel entwickelt, die Umsetzung von EBP in physiotherapeutischen Einrichtungen zu fördern.
Ziel Erhebung von Barrieren und Förderfaktoren für die Implementierung des „science4practice“-Konzepts.
Methode Im Rahmen einer Mixed-Methods-Studie wurden qualitative, semistrukturierte Interviews sowie eine quantitative Erhebung anhand eines Online- und Papierfragebogens durchgeführt.
An den Interviews nahmen Geschäfts- und Therapieleitungen therapeutischer Einrichtungen sowie Physiotherapeut*innen ohne Leitungsverantwortung teil.
An der quantitativen Befragung nahmen Physiotherapeut*innen ohne Leitungsverantwortung teil.
Die Daten der Interviews wurden mittels thematischer Inhaltsanalyse ausgewertet.
Die Daten der quantitativen Erhebung wurden deskriptiv analysiert.
Ergebnisse Aus den 15 durchgeführten Interviews konnten die mangelnden Fähigkeiten zur Literaturrecherche und -bewertung, negative Erfahrungen mit Veränderungsprozessen sowie unzureichende Zugangsmöglichkeiten zu wissenschaftlicher Literatur als Barrieren abgeleitet werden.
Als Förderfaktoren wurden die Unterstützung durch Vorgesetzte sowie die Verfügbarkeit von Ressourcen für die Implementierung des Konzepts identifiziert.
Die Umfrageergebnisse von 47 Physiotherapeut*innen ohne Leitungsverantwortung zeigen kumulierte Zustimmungswerte („trifft voll zu“ und „trifft eher zu“) von 83–91 % für die Bereitschaft zur Umsetzung des „science4practice“-Konzepts.
Durch die Zusammenführung der quantitativen und qualitativen Daten konnte die Bereitschaft des Teams zur Konzeptumsetzung abschließend als Förderfaktor eingeordnet werden.
Schlussfolgerung Die Studie identifiziert Barrieren und Förderfaktoren aus Sicht der Teilnehmenden mit und ohne Leitungsverantwortung.
Einerseits unterstreichen die Daten national und international identifizierte Barrieren wie mangelnde wissenschaftliche Kompetenzen oder unzureichende Zugänge zu wissenschaftlicher Literatur.
Andererseits zeigen die Ergebnisse das Potential des Konzepts als EBP-Implementierungsvorhaben in der Physiotherapie in Deutschland.
Im nächsten Schritt sollten Studien durchgeführt werden, um die Machbarkeit des Konzepts zu überprüfen.
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