Search engine for discovering works of Art, research articles, and books related to Art and Culture
ShareThis
Javascript must be enabled to continue!

»Antifaschisten, das waren wir …«

View through CrossRef
Ohne Rosi Wolfstein und Paul Frölich wäre unser Bild von Rosa Luxemburg heute ein völlig anderes. Gemeinsam arbeitete das Paar in den 1920er Jahren am Nachlass der ermordeten Politikerin, wodurch die erste Werkausgabe entstehen konnte. Später, als Frölich und Wolfstein vor den Nationalsozialisten ins französische Exil geflüchtet waren, entstand 1939 durch beide eine der frühesten und zugleich authentischsten Biografien Luxemburgs (›Rosa Luxemburg. Gedanke und Tat‹) unter Frölichs Namen, die aus diesem reichen Wissensschatz gespeist wurde. Doch wer waren Rosi Wolfstein und Paul Frölich, die heute nahezu vergessen scheinen? Ihre eigene Politikkarriere startete jeweils in der SPD vor dem Ersten Weltkrieg, führte sie durch das Lager der Kriegsgegnerschaft zum Gründungsparteitag der KPD (Kommunistische Partei). Während Frölich in den Reichstag gewählt wurde, saß Wolfstein im Preußischen Landtag. Aus antistalinistischer Überzeugung verließen sie die KPD und wurden letztlich Mitbegründer der SAP (Sozialistische Arbeiterpartei), an deren Spitze sie standen, bevor sie fliehen mussten. Doch sie kehrten nach Deutschland zurück… Riccardo Altieri veranschaulicht in sehr lesenswerter Weise das Resultat seiner mehrjährigen Forschung zu einer Doppelbiografie unter netzwerkhistorischen Gesichtspunkten. Nur durch die Hinzuziehung von internationalen Quellen aus dem Netzwerk Wolfsteins und Frölichs konnte die Studie überhaupt entstehen, hatten die Protagonisten doch aufgrund der Verfolgung in der NS-Zeit keinen geschlossenen Nachlass hinterlassen.
Büchner-Verlag eG
Title: »Antifaschisten, das waren wir …«
Description:
Ohne Rosi Wolfstein und Paul Frölich wäre unser Bild von Rosa Luxemburg heute ein völlig anderes.
Gemeinsam arbeitete das Paar in den 1920er Jahren am Nachlass der ermordeten Politikerin, wodurch die erste Werkausgabe entstehen konnte.
Später, als Frölich und Wolfstein vor den Nationalsozialisten ins französische Exil geflüchtet waren, entstand 1939 durch beide eine der frühesten und zugleich authentischsten Biografien Luxemburgs (›Rosa Luxemburg.
Gedanke und Tat‹) unter Frölichs Namen, die aus diesem reichen Wissensschatz gespeist wurde.
Doch wer waren Rosi Wolfstein und Paul Frölich, die heute nahezu vergessen scheinen? Ihre eigene Politikkarriere startete jeweils in der SPD vor dem Ersten Weltkrieg, führte sie durch das Lager der Kriegsgegnerschaft zum Gründungsparteitag der KPD (Kommunistische Partei).
Während Frölich in den Reichstag gewählt wurde, saß Wolfstein im Preußischen Landtag.
Aus antistalinistischer Überzeugung verließen sie die KPD und wurden letztlich Mitbegründer der SAP (Sozialistische Arbeiterpartei), an deren Spitze sie standen, bevor sie fliehen mussten.
Doch sie kehrten nach Deutschland zurück… Riccardo Altieri veranschaulicht in sehr lesenswerter Weise das Resultat seiner mehrjährigen Forschung zu einer Doppelbiografie unter netzwerkhistorischen Gesichtspunkten.
Nur durch die Hinzuziehung von internationalen Quellen aus dem Netzwerk Wolfsteins und Frölichs konnte die Studie überhaupt entstehen, hatten die Protagonisten doch aufgrund der Verfolgung in der NS-Zeit keinen geschlossenen Nachlass hinterlassen.

Related Results

Nachgefragt: Natascha Könches und Kim Beck, Medially
Nachgefragt: Natascha Könches und Kim Beck, Medially
Die Medienpädagoginnen Natascha Könches und Kim Beck haben 2018 den Podcast Medially – der Medienkompetenzpodcast ins Leben gerufen. Antje Müller sprach mit den beiden über ihren P...
nachgefragt: Sabine Feierabend, Studienreihen JIM und KIM
nachgefragt: Sabine Feierabend, Studienreihen JIM und KIM
Wenn es um das mediale Nutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen geht, greifen Fachkräfte und Studierende sehr gern auf die Forschungsergebnisse des Medienpädagogischen Forsch...
nachgefragt: Maryanne Redpath, Leiterin der Sektion Generation der Berlinale
nachgefragt: Maryanne Redpath, Leiterin der Sektion Generation der Berlinale
Nicole Lohfink hat mit Maryanne Redpath, Leiterin der Sektion GENERATION der Internationalen Filmfestspiele Berlin, über das Profil der Sektion Kinder- und Jugendfilme, die wirtsch...
Nachgefragt: Maryanne Redpath, Leiterin Sektion Generation der Berlinale
Nachgefragt: Maryanne Redpath, Leiterin Sektion Generation der Berlinale
Abschied von der Berlinale – mit einem 20-jährigen Jubiläum als Leiterin der Sektion Generation beendet Maryanne Redpath ihre Arbeit beim internationalen Filmfestival. Schon 1993 w...
Geschafft: Medienkompetenz ist endlich messbar!
Geschafft: Medienkompetenz ist endlich messbar!
Wie oft werden Probleme an die Wissenschaft herangetragen und sie kann sie nicht lösen. Ein solches Problem ist die Medienkompetenz. Sie wird dringendst gebraucht, quasi als Panzer...
nachgefragt Prof. Dr. Gabi Reinmann Universität der Bundeswehr München
nachgefragt Prof. Dr. Gabi Reinmann Universität der Bundeswehr München
Lernen 2.0 – Zukunftsmusik oder nur leeres Schlagwort? ‚E-Learning‘ und Co. sind mittlerweile in aller Munde und bleiben doch recht unbestimmt. Was genau ist E-Learning eigentlich?...
nachgefragt Ricarda Fuchs Leiterin Online-Redaktion KI.KA
nachgefragt Ricarda Fuchs Leiterin Online-Redaktion KI.KA
mein!KI.KA ist eine Community des KI.KA, konzipiert für Jungen und Mädchen bis 13 Jahre. Aufgrund entwicklungspsychologischer Erfordernisse ist sie zugangsoffen bis 15 Jahre. Die V...
Ein Wunder!
Ein Wunder!
Die Tür geht auf, eine Dame tritt ein. Bei der Digitalen Hilfe weiß man nie, wer kommt, welche Hilfe gesucht wird, welcher Wissensstand vorhanden ist oder welche Probleme wir gemei...

Back to Top