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Seeland
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Mit der Sammlung Seeland hat Robert Walser nach eigener Aussage sein schweizerischstes Buch veröffentlicht, das zugleich entschieden europäisch gemeint war. Es erschien 1920 im Max Rascher-Verlag in Zürich. Die Entstehungsgeschichte reicht zurück bis Anfang 1917, als Walser mit dem Huber-Verlag über einen Sammelband, «Studien und Novellen», verhandelte. Dieses Projekt wurde zwar nicht realisiert, aus ihm entwickelten sich aber die beiden Bücher Poetenleben und Seeland.
Dem Verlag gegenüber äusserte Walser über die sechs Texte der Sammlung Seeland, die zuvor an verschiedenen Orten einzeln erschienen waren, er habe sie «für die Buchherausgabe neu und so vorteilhaft wie möglich geformt, Satz für Satz aufmerksam geprüft und inhaltlich teilweise stark bereichert».
Beim Huber-Verlag kam eine Veröffentlichung nicht zustande. Walser bot die Sammlung dann umgehend dem Rascher-Verlag an, der sich bereit erklärte, das Buch unter der Bedingung zu verlegen, dass Karl Walser es illustriere. Gegen den Wunsch des Autors, das Buch lieber «unillustriert» zu lassen, stattete der Verlag es als «Luxusausgabe» aus und erhoffte sich dank der Illustrationen des damals bekannten Buchkünstlers einen Verkaufserfolg bei Liebhabern. Schliesslich erschien es erst 1920 – zu einem Zeitpunkt, als die Inflation die Gewinne aus dem Verkauf jedoch zunichte machte.
In der KWA werden der Druck von 1920 und das Manuskript jeweils in einem eigenen Band ediert. Nachwort und Dokumentation des Druckbandes (KWA I 11) machen die Entstehungsgeschichte von Seeland nachvollziehbar. In KWA IV 3 wird das Manuskript vollständig faksimiliert und in einer diplomatischen Umschrift wiedergegeben. Die Zeitschriftenfassungen der Texte werden in den jeweiligen Bänden von Abt. II integral ediert, so dass ein Nachvollzug der gesamten Textgenese möglich wird.
Die Bände werden von einer elektronischen Edition online begleitet, in der alle Materialien in digitaler Form zugänglich sind.
Title: Seeland
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Mit der Sammlung Seeland hat Robert Walser nach eigener Aussage sein schweizerischstes Buch veröffentlicht, das zugleich entschieden europäisch gemeint war.
Es erschien 1920 im Max Rascher-Verlag in Zürich.
Die Entstehungsgeschichte reicht zurück bis Anfang 1917, als Walser mit dem Huber-Verlag über einen Sammelband, «Studien und Novellen», verhandelte.
Dieses Projekt wurde zwar nicht realisiert, aus ihm entwickelten sich aber die beiden Bücher Poetenleben und Seeland.
Dem Verlag gegenüber äusserte Walser über die sechs Texte der Sammlung Seeland, die zuvor an verschiedenen Orten einzeln erschienen waren, er habe sie «für die Buchherausgabe neu und so vorteilhaft wie möglich geformt, Satz für Satz aufmerksam geprüft und inhaltlich teilweise stark bereichert».
Beim Huber-Verlag kam eine Veröffentlichung nicht zustande.
Walser bot die Sammlung dann umgehend dem Rascher-Verlag an, der sich bereit erklärte, das Buch unter der Bedingung zu verlegen, dass Karl Walser es illustriere.
Gegen den Wunsch des Autors, das Buch lieber «unillustriert» zu lassen, stattete der Verlag es als «Luxusausgabe» aus und erhoffte sich dank der Illustrationen des damals bekannten Buchkünstlers einen Verkaufserfolg bei Liebhabern.
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Nachwort und Dokumentation des Druckbandes (KWA I 11) machen die Entstehungsgeschichte von Seeland nachvollziehbar.
In KWA IV 3 wird das Manuskript vollständig faksimiliert und in einer diplomatischen Umschrift wiedergegeben.
Die Zeitschriftenfassungen der Texte werden in den jeweiligen Bänden von Abt.
II integral ediert, so dass ein Nachvollzug der gesamten Textgenese möglich wird.
Die Bände werden von einer elektronischen Edition online begleitet, in der alle Materialien in digitaler Form zugänglich sind.
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