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Der Einfluß von Ärger, Persönlichkeit und Beschwerdensymptomatik auf die Lipidkonzentration
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Zusammenfassung. In neuerer Zeit wurden wiederholt Berichte über einen positiven Zusammenhang zwischen Ärgerausdruck und Serum-Lipiden bei gesunden Männern veröffentlicht. Ein solcher Zusammenhang wird als relevantes physiologisches Bindeglied bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betrachtet. Wir wollten den Befund an einer großen Stichprobe von Patienten unserer Klinik überprüfen und gleichzeitig den Beitrag von Aspekten des Ärgerausdrucks in Relation zu anderen psychologischen und klinischen Konstrukten sowie weiteren moderierenden Einflüssen betrachten. Bei 1701 Patienten wurden Zusammenhänge zwischen Lipid-Konzentrationen und dem Ärgerausdruck (STAXI) sowie zu Persönlichkeitsvariablen (FPI), zur Beschwerdesymptomatik (GBB), zu Ängstlichkeit (STAI) und zu Depressivität (ADS) untersucht. Weiblich waren 1197 Patienten, männlich 504 (Alter 40 ± 7 Jahre). Für die Gesamtstichprobe fanden sich, entgegen der Erwartung, negative Korrelationen zwischen Ärger-Ausdruck und Serum-Lipiden. Der Zusammenhang, obwohl signifikant, war so gering, daß lediglich 2 %-3 % der Varianz erklärt wurden. Die getrennte Betrachtung von Männern und Frauen sowie von verschiedenen Subdiagnosen ergab dasselbe Muster. Die Zusammenhänge zwischen Serum-Lipiden und den anderen psychologischen und klinischen Personencharakteristika waren durchweg stärker ausgeprägt als die mit Ärgerausdruck. Weder für die beiden Geschlechter noch für verschiedene diagnostische Entitäten zeigte sich der erwartete Zusammenhang zwischen Serum-Lipiden und Ärgerausdruck.
Title: Der Einfluß von Ärger, Persönlichkeit und Beschwerdensymptomatik auf die Lipidkonzentration
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Zusammenfassung.
In neuerer Zeit wurden wiederholt Berichte über einen positiven Zusammenhang zwischen Ärgerausdruck und Serum-Lipiden bei gesunden Männern veröffentlicht.
Ein solcher Zusammenhang wird als relevantes physiologisches Bindeglied bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betrachtet.
Wir wollten den Befund an einer großen Stichprobe von Patienten unserer Klinik überprüfen und gleichzeitig den Beitrag von Aspekten des Ärgerausdrucks in Relation zu anderen psychologischen und klinischen Konstrukten sowie weiteren moderierenden Einflüssen betrachten.
Bei 1701 Patienten wurden Zusammenhänge zwischen Lipid-Konzentrationen und dem Ärgerausdruck (STAXI) sowie zu Persönlichkeitsvariablen (FPI), zur Beschwerdesymptomatik (GBB), zu Ängstlichkeit (STAI) und zu Depressivität (ADS) untersucht.
Weiblich waren 1197 Patienten, männlich 504 (Alter 40 ± 7 Jahre).
Für die Gesamtstichprobe fanden sich, entgegen der Erwartung, negative Korrelationen zwischen Ärger-Ausdruck und Serum-Lipiden.
Der Zusammenhang, obwohl signifikant, war so gering, daß lediglich 2 %-3 % der Varianz erklärt wurden.
Die getrennte Betrachtung von Männern und Frauen sowie von verschiedenen Subdiagnosen ergab dasselbe Muster.
Die Zusammenhänge zwischen Serum-Lipiden und den anderen psychologischen und klinischen Personencharakteristika waren durchweg stärker ausgeprägt als die mit Ärgerausdruck.
Weder für die beiden Geschlechter noch für verschiedene diagnostische Entitäten zeigte sich der erwartete Zusammenhang zwischen Serum-Lipiden und Ärgerausdruck.
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