Search engine for discovering works of Art, research articles, and books related to Art and Culture
ShareThis
Javascript must be enabled to continue!

Empathie und Empirie: Rogers’ Verstehenszugänge und ihre Voraussetzungen in der Erkenntnistheorie Schopenhauers

View through CrossRef
Im vorliegenden Artikel versucht der Autor, eine mögliche geistesgeschichtliche Voraussetzung des Personzentrierten Ansatzes zu skizzieren. Er geht dabei seiner Beobachtung nach, dass es bei maßgeblichen philosophischen Strömungen, von denen sich Rogers prägen ließ, Bezugnahmen auf das Denken Schopenhauers gibt. So sei es, neben allen Unterschieden in anderen Hinsichten, zu bemerkenswerten Übereinstimmungen zwischen Schopenhauer und Rogers gekommen, wo es um eine grundlegende doppelte Struktur der menschlichen Wirklichkeit und mögliche Zugänge zu ihr geht. Schopenhauers zwei Wirklichkeitsebenen „Wille“ und „Vorstellung“ finden sich demnach in Rogers’ theoretischen Annahmen von „Aktualisierungstendenz“ (bzw. einer „Formativen Tendenz“) und „Selbstkonzept“ wieder. Hat Rogers also, wohl ohne maßgeblich Schopenhauer selbst rezipiert zu haben, Teile seiner Philosophie wieder zusammengeführt, die von an ihn anschließenden Strömungen vereinseitigt worden waren? Damit hätte er eine Theorie geschaffen, die in ihrer Grundfigur an diejenige Schopenhauers angelehnt ist, und die sich durch ihre Offenheit für zweifundamental verschiedene Gesichtspunkte auszeichnet. Ihnen entsprechen demnach als Verstehenszugänge Empathie und Empirie – auf die ihr in der Psychotherapie zuordenbaren Bereiche ließe sich dann auch die Philosophie Schopenhauers klärend befragen. Denn „Verwirrung entsteht nur dann, wenn es nicht klar ist, um welchen Typ von Wissen es sich im speziellen Falle handelt.“ (Rogers, s. u.)
Facultas Verlags- und Buchhandels AG
Title: Empathie und Empirie: Rogers’ Verstehenszugänge und ihre Voraussetzungen in der Erkenntnistheorie Schopenhauers
Description:
Im vorliegenden Artikel versucht der Autor, eine mögliche geistesgeschichtliche Voraussetzung des Personzentrierten Ansatzes zu skizzieren.
Er geht dabei seiner Beobachtung nach, dass es bei maßgeblichen philosophischen Strömungen, von denen sich Rogers prägen ließ, Bezugnahmen auf das Denken Schopenhauers gibt.
So sei es, neben allen Unterschieden in anderen Hinsichten, zu bemerkenswerten Übereinstimmungen zwischen Schopenhauer und Rogers gekommen, wo es um eine grundlegende doppelte Struktur der menschlichen Wirklichkeit und mögliche Zugänge zu ihr geht.
Schopenhauers zwei Wirklichkeitsebenen „Wille“ und „Vorstellung“ finden sich demnach in Rogers’ theoretischen Annahmen von „Aktualisierungstendenz“ (bzw.
einer „Formativen Tendenz“) und „Selbstkonzept“ wieder.
Hat Rogers also, wohl ohne maßgeblich Schopenhauer selbst rezipiert zu haben, Teile seiner Philosophie wieder zusammengeführt, die von an ihn anschließenden Strömungen vereinseitigt worden waren? Damit hätte er eine Theorie geschaffen, die in ihrer Grundfigur an diejenige Schopenhauers angelehnt ist, und die sich durch ihre Offenheit für zweifundamental verschiedene Gesichtspunkte auszeichnet.
Ihnen entsprechen demnach als Verstehenszugänge Empathie und Empirie – auf die ihr in der Psychotherapie zuordenbaren Bereiche ließe sich dann auch die Philosophie Schopenhauers klärend befragen.
Denn „Verwirrung entsteht nur dann, wenn es nicht klar ist, um welchen Typ von Wissen es sich im speziellen Falle handelt.
“ (Rogers, s.
u.
).

Related Results

Pedersstræde i Viborg. Købstadarkæologiske undersøgelser 1966/67
Pedersstræde i Viborg. Købstadarkæologiske undersøgelser 1966/67
Pedersstræde in Viborg Archäologische Untersuchungen der Stadt ViborgSchon seit dem 17. Jahrhundert hat man die historisch-topographische Entwicklung der Stadt Viborg zum Gegenstan...
Internationales Baurecht
Internationales Baurecht
Das Völkerrecht ist die Gesamtheit rechtlich verbindlicher Normen, die die Beziehungen zwischen den Subjekten der internationalen Rechtsordnung regeln und insgesamt eine eigenständ...
Der Diskurs um Medien und Werte ist weiter zu fassen
Der Diskurs um Medien und Werte ist weiter zu fassen
Die Debatte um Werte und Medien begleitet die Gesellschaft und speziell die Pädagogik seit dem Aufkommen der sogenannten Massenmedien. Im Mittelpunkt stand und steht noch immer die...
E-Learning
E-Learning
E-Learning ist heute aus keinem pädagogischen Lehrraum mehr wegzudenken. In allen Bereichen von Schule über die berufliche bis zur universitären Ausbildung und besonders im Bereich...
Entwicklung HPLC‐MS/MS‐basierter Methoden zur Multi‐Mykotoxinanalytik in Humanurin
Entwicklung HPLC‐MS/MS‐basierter Methoden zur Multi‐Mykotoxinanalytik in Humanurin
ZusammenfassungMykotoxine sind toxische Sekundärmetaboliten von Schimmelpilzen verschiedener Gattungen. Der Befall von landwirtschaftlichen Nutzpflanzen wie Getreide, Obst, Nüssen ...
Photolabile Schutzgruppen und ihre Anwendung zur wellenlängenselektiven Aktivierung und Deaktivierung eines Antibiotikums
Photolabile Schutzgruppen und ihre Anwendung zur wellenlängenselektiven Aktivierung und Deaktivierung eines Antibiotikums
Die Verwendung von photolabilen Schutzgruppen zur nicht-invasiven Kontrolle von Systemen birgt ein großes Potential für verschiedenste Anwendungsgebiete, die von der Erforschung un...
Analytik von Chlorparaffinen und Mineralöl‐Kohlenwasserstoffen in Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen mittels GCxGC‐QTOG/MS
Analytik von Chlorparaffinen und Mineralöl‐Kohlenwasserstoffen in Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen mittels GCxGC‐QTOG/MS
ZusammenfassungChlorparaffine (CPs, chlorinated paraffins) und Mineralöl‐Kohlenwasserstoffe (MOH, mineral oil hydrocarbons) sind komplexe Mischungen, die sich aus zehn‐ bis hundert...
Interaktion von Shiga Toxin mit primären humanen intestinalen und renalen Epithelzellen
Interaktion von Shiga Toxin mit primären humanen intestinalen und renalen Epithelzellen
ZusammenfassungInfektionen durch enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC)‐Bakterien können beim Menschen wässrige und blutige Durchfälle verursachen und im schlimmsten Fall das...

Back to Top