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Chinesische Modernisierung und kultureller Eigensinn

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Zusammenfassung Im Unterschied zu anderen ehemals sozialistischen Ländern verbindet sich in der VR China die Abkehr von einem planwirtschaftlichen System mit einer dynamischen Wirtschaftsentwicklung, mit der Herausbildung eines neuen Zentrums der Modernisierung im Süden Chinas. Vor diesem Hintergrund stellt der Beitrag die Frage, welche Bedeutung kulturellen Eigenheiten für den Prozeß chinesischer Modernisierung zukommt und thematisiert diesen Zusammenhang anhand von drei disparaten Diskursen zur chinesischen Modernisierung: Erstens wird die begrenzte Reichweite von im Westen entstandenen Modernisierungstheorien aufgezeigt, die sich mit einer antithetischen Gegenüberstellung von Tradition und Moderne den analytischen Zugang zum Phänomen einer positiven Aktivierung kultureller Traditionen als einem spezifischen Potential chinesischer Modernisierung verstellen; zweitens wird der in China selbst geführte Modernisierungsdiskurs vorgestellt, wie er mit normativen Fragestellungen seit der 2. Hälfte des 19. Jhts bis heute um die Frage westlicher oder östlicher Modernisierungsstrategien geführt wird und drittens wird anhand neuerer empirischer Untersuchungen aus Hongkong und Taiwan, die in der Organisationsform des chinesischen Familienunternehmens kulturspezifische Modernisierungspotentiale aufzuspüren suchen, nach Elementen für eine indigene Theorie chinesischer Modernisierung gefragt.
Title: Chinesische Modernisierung und kultureller Eigensinn
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Zusammenfassung Im Unterschied zu anderen ehemals sozialistischen Ländern verbindet sich in der VR China die Abkehr von einem planwirtschaftlichen System mit einer dynamischen Wirtschaftsentwicklung, mit der Herausbildung eines neuen Zentrums der Modernisierung im Süden Chinas.
Vor diesem Hintergrund stellt der Beitrag die Frage, welche Bedeutung kulturellen Eigenheiten für den Prozeß chinesischer Modernisierung zukommt und thematisiert diesen Zusammenhang anhand von drei disparaten Diskursen zur chinesischen Modernisierung: Erstens wird die begrenzte Reichweite von im Westen entstandenen Modernisierungstheorien aufgezeigt, die sich mit einer antithetischen Gegenüberstellung von Tradition und Moderne den analytischen Zugang zum Phänomen einer positiven Aktivierung kultureller Traditionen als einem spezifischen Potential chinesischer Modernisierung verstellen; zweitens wird der in China selbst geführte Modernisierungsdiskurs vorgestellt, wie er mit normativen Fragestellungen seit der 2.
Hälfte des 19.
Jhts bis heute um die Frage westlicher oder östlicher Modernisierungsstrategien geführt wird und drittens wird anhand neuerer empirischer Untersuchungen aus Hongkong und Taiwan, die in der Organisationsform des chinesischen Familienunternehmens kulturspezifische Modernisierungspotentiale aufzuspüren suchen, nach Elementen für eine indigene Theorie chinesischer Modernisierung gefragt.

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