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Katharina Prinz, Helden und Verbrecher: Herausforderungen der wert- und normbezogenen Erzähltextanalyse. Allgemeine Literaturwissenschaft – Wuppertaler Schriften, 23. Berlin: Erich Schmidt Verlag, 2021, 506 S.

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Abstract: Wie bereits der Titel andeutet, die Spannung zwischen dem heroischen Protagonisten und dem Verbrecher, zwischen dem verehrten Helden und dem verabscheuten Kriminellen liege so manchen Heldenepen des Mittelalters und anderen Werken der Neuzeit zugrunde. In ihrer 2017 in Göttingen eingereichten Dissertation bemüht sich Katharina Prinz darum, das Element der Ambivalenz in der Bewertung von heldenhaften Figuren in der deutschen Literatur des Mittelalters (Nibelungenlied) und der Klassik (Schiller, Verbrecher aus verlorener Ehre, s. dazu eine Reihe seiner theoretischen Schriften, und auch Hegel) ins Zentrum ihrer Betrachtungen zu stellen. Dass Siegfried eine eher seltsame Gestalt ausmacht, die zwar physisch alle anderen überragt, aber ansonsten nicht viel davon begreift, was mit ihm geschieht, ist aber in der Forschung längst kritisch beurteilt worden, was Prinz leider gänzlich unbekannt geblieben ist (A. Classen, “Das heroische Element im Nibelungenlied - Ideal oder Fluch?,” Ir sult sprechen willekomen. Grenzenlose Mediävistik. Festschrift für Helmut Birkhan zum 60. Geburtstag. Ed. Ch. Tuczay, U. Hirhager und K. Lichtblau [Bern-Frankfurt a.M.: Lang: 1998], 673–92; id., “The Downfall of a Hero: Siegfried’s Self-Destruction and the End of Heroism in the Nibelungenlied,” German Studies Review XXVI.2 [2003]: 295-14). Vielleicht liegt das daran, dass die junge Generation an Mediävisten an deutschsprachigen Universitäten nur noch für ein deutschsprachiges Publikum schreibt und alles andere schlicht ignoriert, um irgendwie eigene Positionen zu beziehen. Warum sie aber dann englischsprachige Untertitel wie “ethical criticism” benutzt (36), bleibt unerfindlich. Sollte sich eine Germanistin denn nicht mehr auf Deutsch ausdrücken können?
Peter Lang, International Academic Publishers
Title: Katharina Prinz, Helden und Verbrecher: Herausforderungen der wert- und normbezogenen Erzähltextanalyse. Allgemeine Literaturwissenschaft – Wuppertaler Schriften, 23. Berlin: Erich Schmidt Verlag, 2021, 506 S.
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Abstract: Wie bereits der Titel andeutet, die Spannung zwischen dem heroischen Protagonisten und dem Verbrecher, zwischen dem verehrten Helden und dem verabscheuten Kriminellen liege so manchen Heldenepen des Mittelalters und anderen Werken der Neuzeit zugrunde.
In ihrer 2017 in Göttingen eingereichten Dissertation bemüht sich Katharina Prinz darum, das Element der Ambivalenz in der Bewertung von heldenhaften Figuren in der deutschen Literatur des Mittelalters (Nibelungenlied) und der Klassik (Schiller, Verbrecher aus verlorener Ehre, s.
dazu eine Reihe seiner theoretischen Schriften, und auch Hegel) ins Zentrum ihrer Betrachtungen zu stellen.
Dass Siegfried eine eher seltsame Gestalt ausmacht, die zwar physisch alle anderen überragt, aber ansonsten nicht viel davon begreift, was mit ihm geschieht, ist aber in der Forschung längst kritisch beurteilt worden, was Prinz leider gänzlich unbekannt geblieben ist (A.
Classen, “Das heroische Element im Nibelungenlied - Ideal oder Fluch?,” Ir sult sprechen willekomen.
Grenzenlose Mediävistik.
Festschrift für Helmut Birkhan zum 60.
Geburtstag.
Ed.
Ch.
Tuczay, U.
Hirhager und K.
Lichtblau [Bern-Frankfurt a.
M.
: Lang: 1998], 673–92; id.
, “The Downfall of a Hero: Siegfried’s Self-Destruction and the End of Heroism in the Nibelungenlied,” German Studies Review XXVI.
2 [2003]: 295-14).
Vielleicht liegt das daran, dass die junge Generation an Mediävisten an deutschsprachigen Universitäten nur noch für ein deutschsprachiges Publikum schreibt und alles andere schlicht ignoriert, um irgendwie eigene Positionen zu beziehen.
Warum sie aber dann englischsprachige Untertitel wie “ethical criticism” benutzt (36), bleibt unerfindlich.
Sollte sich eine Germanistin denn nicht mehr auf Deutsch ausdrücken können?.

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