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Ernährung, Probiotika, Antibiotika, antioxidative Therapie, Endoskopie bei chronischer Pankreatitis

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Die Behandlung der chronischen Pankreatitis ist stadiengerecht und beinhaltet mehrere Arme: Schmerztherapie, wenn möglich je nach Pathogenese der Schmerzen; Therapie der Komplikationen, wenn möglich interventionell endoskopisch, bei Versagen chirurgisch; Therapie der exokrinen Insuffizienz mit Pankreatin; Therapie der endokrinen Insuffizienz mit Insulin. Pseudozysten lassen sich je nach Lage transgastral, transduodenal, transpapillär, perkutan drainieren. Distale präpapilläre Pankreasgangstenosen lassen sich mittels Stents überbrücken, ebenso Gallengangsstenosen. Pankreasgangsteine, die zu einer Obstruktion führen, lassen sich mittels extrakorporal applizierter Schockwellen (ESWL) lithotripsieren und nach Papillotomie endoskopisch extrahieren. Transgastrale endoskopische Drainage von retroperitonealen Nekrosen ist noch experimentell. Prospektive Multicenter-Vergleichsstudien Operation versus interventionelle Endoskopie liegen noch nicht vor. Bei Versagen der endoskopischen Therapie oder bei Karzinomverdacht besteht die Indikation zur Operation. Eine spezifische Pankreasdiät existiert nicht. Beim schweren akuten Schub setzt sich zunehmend die enterale Ernährung via Jejunalsonde durch, obgleich überzeugende prospektive Vergleichsstudien parenterale versus enterale Ernährung noch fehlen. Auch der prophylaktische Einsatz von Antibiotika bei nekrotisierender Pankreatitis wird wieder kontrovers diskutiert. Bezüglich des Einsatzes von Probiotika zur Reduktion der Gefahr einer bakteriellen Besiedlung der Nekrosen liegen ebenfalls noch keine überzeugenden Studien vor. Die Hypothese mittels Radikalfängern wie Selen, die Schubfrequenz bei chronischer Pankreatitis zu reduzieren ist ebenfalls nicht durch Studien belegt.
Hogrefe Publishing Group
Title: Ernährung, Probiotika, Antibiotika, antioxidative Therapie, Endoskopie bei chronischer Pankreatitis
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Die Behandlung der chronischen Pankreatitis ist stadiengerecht und beinhaltet mehrere Arme: Schmerztherapie, wenn möglich je nach Pathogenese der Schmerzen; Therapie der Komplikationen, wenn möglich interventionell endoskopisch, bei Versagen chirurgisch; Therapie der exokrinen Insuffizienz mit Pankreatin; Therapie der endokrinen Insuffizienz mit Insulin.
Pseudozysten lassen sich je nach Lage transgastral, transduodenal, transpapillär, perkutan drainieren.
Distale präpapilläre Pankreasgangstenosen lassen sich mittels Stents überbrücken, ebenso Gallengangsstenosen.
Pankreasgangsteine, die zu einer Obstruktion führen, lassen sich mittels extrakorporal applizierter Schockwellen (ESWL) lithotripsieren und nach Papillotomie endoskopisch extrahieren.
Transgastrale endoskopische Drainage von retroperitonealen Nekrosen ist noch experimentell.
Prospektive Multicenter-Vergleichsstudien Operation versus interventionelle Endoskopie liegen noch nicht vor.
Bei Versagen der endoskopischen Therapie oder bei Karzinomverdacht besteht die Indikation zur Operation.
Eine spezifische Pankreasdiät existiert nicht.
Beim schweren akuten Schub setzt sich zunehmend die enterale Ernährung via Jejunalsonde durch, obgleich überzeugende prospektive Vergleichsstudien parenterale versus enterale Ernährung noch fehlen.
Auch der prophylaktische Einsatz von Antibiotika bei nekrotisierender Pankreatitis wird wieder kontrovers diskutiert.
Bezüglich des Einsatzes von Probiotika zur Reduktion der Gefahr einer bakteriellen Besiedlung der Nekrosen liegen ebenfalls noch keine überzeugenden Studien vor.
Die Hypothese mittels Radikalfängern wie Selen, die Schubfrequenz bei chronischer Pankreatitis zu reduzieren ist ebenfalls nicht durch Studien belegt.

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