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Die Wirksamkeit psychologischer und psychopharmakologischer Interventionen bei pathologischem Glückspiel – eine Metaanalyse

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Fragestellung: Die vorliegende Studie berichtet über eine Meta-Analyse zur Wirksamkeit psychologischer und psycho-pharmakologischer Behandlungsmethoden des pathologischen Spiels. Methode: Dazu wurde eine systematische Literaturanalyse bis einschließlich Juli 2006 der Datenbanken PsycInfo, PsyndexPlus, Pascal, Biomed, Medline und Scopus durchgeführt. Von den daraus resultierenden 144 Studien erfüllten 56 mit einem N = 3.551 die Einschlusskriterien. Inkludiert wurden sowohl Studien mit einem Prä-Post-Katamnese-Design wie auch solche mit einer Vergleichs- oder Kontrollgruppe. Effektstärken wurden nach Cohen’s d berechnet. Bei Studien mit mehr als einem Outcome-Kriterium wurden diese gemittelt. Ergebnisse: Psychopharmakologische Behandlungen (d = .83; p ≤ .01; CI(95 %) = .72 – .95) erwiesen sich zum Therapieende als effektiver als psychologische (d = .63; p ≤ .01; CI(95 %) = .54 – .72). Deren Effekte waren zum Follow-up (M = 17 Monate) jedoch hoch (d = 1.26; p ≤ .01; CI(95 %) = 1.15 – 1.37): Wegen fehlender Studien konnten keine entsprechenden Effekte für pharmakologische Behandlungen berechnet werden. Im Hinblick auf die spezifischen Behandlungen erwiesen sich Psycho-Stimulantien und Stimmungsstabilisierer als am effektivsten; bei den psychologischen Methoden waren es multimodale Programme, die aus einer Kombination von Selbsthilfe, Kompetenztrainings und Familieninterventionen bestanden. Allerdings wurden diese primär über Prä-Postvergleiche evaluiert. In diesem Design erwiesen sich jedoch in einer Reanalyse verhaltenstherapeutische Interventionen den multimodalen Programmen überlegen. In den Moderatoranalysen zeigte sich das Studiendesign als einzige bedeutsame Variable. Diskussion: Die Ergebnisse müssen als vorläufig gewertet werden, denn das Feld weist noch viele Mängel auf. So fehlen vor allem kontrollierte randomisierte Studien mit langfristigen Katamnesen. Auch wurden Kombinationstherapien noch nicht untersucht.
Title: Die Wirksamkeit psychologischer und psychopharmakologischer Interventionen bei pathologischem Glückspiel – eine Metaanalyse
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Fragestellung: Die vorliegende Studie berichtet über eine Meta-Analyse zur Wirksamkeit psychologischer und psycho-pharmakologischer Behandlungsmethoden des pathologischen Spiels.
Methode: Dazu wurde eine systematische Literaturanalyse bis einschließlich Juli 2006 der Datenbanken PsycInfo, PsyndexPlus, Pascal, Biomed, Medline und Scopus durchgeführt.
Von den daraus resultierenden 144 Studien erfüllten 56 mit einem N = 3.
551 die Einschlusskriterien.
Inkludiert wurden sowohl Studien mit einem Prä-Post-Katamnese-Design wie auch solche mit einer Vergleichs- oder Kontrollgruppe.
Effektstärken wurden nach Cohen’s d berechnet.
Bei Studien mit mehr als einem Outcome-Kriterium wurden diese gemittelt.
Ergebnisse: Psychopharmakologische Behandlungen (d = .
83; p ≤ .
01; CI(95 %) = .
72 – .
95) erwiesen sich zum Therapieende als effektiver als psychologische (d = .
63; p ≤ .
01; CI(95 %) = .
54 – .
72).
Deren Effekte waren zum Follow-up (M = 17 Monate) jedoch hoch (d = 1.
26; p ≤ .
01; CI(95 %) = 1.
15 – 1.
37): Wegen fehlender Studien konnten keine entsprechenden Effekte für pharmakologische Behandlungen berechnet werden.
Im Hinblick auf die spezifischen Behandlungen erwiesen sich Psycho-Stimulantien und Stimmungsstabilisierer als am effektivsten; bei den psychologischen Methoden waren es multimodale Programme, die aus einer Kombination von Selbsthilfe, Kompetenztrainings und Familieninterventionen bestanden.
Allerdings wurden diese primär über Prä-Postvergleiche evaluiert.
In diesem Design erwiesen sich jedoch in einer Reanalyse verhaltenstherapeutische Interventionen den multimodalen Programmen überlegen.
In den Moderatoranalysen zeigte sich das Studiendesign als einzige bedeutsame Variable.
Diskussion: Die Ergebnisse müssen als vorläufig gewertet werden, denn das Feld weist noch viele Mängel auf.
So fehlen vor allem kontrollierte randomisierte Studien mit langfristigen Katamnesen.
Auch wurden Kombinationstherapien noch nicht untersucht.

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