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Frauen in der Debatte um Antiintellektualismus in den USA

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Der vorliegende Artikel betrachtet aktuelle gesellschaftspolitische und wissenschaftliche Debatten zu Antiintellektualismus in den USA. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Verortung von Frauen. Zuerst wird aufgezeigt, wie Hofstadter, der 1963 quasi den Urtext zur Antiintellektualismusforschung in den USA lieferte, die Debatte bis heute bestimmt. Er lässt Frauen im Grunde außen vor, da er davon ausging, dass Weiblichkeit und Intellekt im 19. Jahrhundert als Antipode galten. Diese Annahme prägte nicht nur Diskussionen zu Frauen und Antiintellektualismus, sondern prinzipiell die geschichtliche Betrachtung der Rolle von Frauen in der jungen Republik und im 19. Jahrhundert prinzipiell. Die daraus resultierenden Konzepte der Wahren Frau (True Woman) und der Republikanischen Mutter sind durchaus kritisch hinterfragt worden, aber der Ursprung und die Persistenz dieser Modelle zur Betrachtung der Selbstwirksamkeit von Frauen bis heute wird hier herausgearbeitet. Um gängige Modelle aufzubrechen und neue Perspektiven auf Frauen und Antiintellektualismus zu werfen, folgen Untersuchungen zum Antiintellektualismusdiskurs in Rebecca Harding Davis’ autobiographischem Werk Bits of Gossip (1904) und Eliza Frances Andrews’ Bürgerkriegstagebuch The War-Time Journal of a Georgia Girl (1908). Die Positionierung beider Autorinnen in Ihren Memoiren stellt die weit verbreitete These von der als antiintellektuell definierten Natur der viktorianischen Frau infrage. Die Studien erlauben letztlich Einblicke in die Art und Weise, wie konservative und progressive intellektuelle Frauen sich selbst in den (Anti- )Intellektualismusdiskurs einschrieben.
Universitätsverlag Kiel Kiel University Publishing
Title: Frauen in der Debatte um Antiintellektualismus in den USA
Description:
Der vorliegende Artikel betrachtet aktuelle gesellschaftspolitische und wissenschaftliche Debatten zu Antiintellektualismus in den USA.
Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Verortung von Frauen.
Zuerst wird aufgezeigt, wie Hofstadter, der 1963 quasi den Urtext zur Antiintellektualismusforschung in den USA lieferte, die Debatte bis heute bestimmt.
Er lässt Frauen im Grunde außen vor, da er davon ausging, dass Weiblichkeit und Intellekt im 19.
Jahrhundert als Antipode galten.
Diese Annahme prägte nicht nur Diskussionen zu Frauen und Antiintellektualismus, sondern prinzipiell die geschichtliche Betrachtung der Rolle von Frauen in der jungen Republik und im 19.
Jahrhundert prinzipiell.
Die daraus resultierenden Konzepte der Wahren Frau (True Woman) und der Republikanischen Mutter sind durchaus kritisch hinterfragt worden, aber der Ursprung und die Persistenz dieser Modelle zur Betrachtung der Selbstwirksamkeit von Frauen bis heute wird hier herausgearbeitet.
Um gängige Modelle aufzubrechen und neue Perspektiven auf Frauen und Antiintellektualismus zu werfen, folgen Untersuchungen zum Antiintellektualismusdiskurs in Rebecca Harding Davis’ autobiographischem Werk Bits of Gossip (1904) und Eliza Frances Andrews’ Bürgerkriegstagebuch The War-Time Journal of a Georgia Girl (1908).
Die Positionierung beider Autorinnen in Ihren Memoiren stellt die weit verbreitete These von der als antiintellektuell definierten Natur der viktorianischen Frau infrage.
Die Studien erlauben letztlich Einblicke in die Art und Weise, wie konservative und progressive intellektuelle Frauen sich selbst in den (Anti- )Intellektualismusdiskurs einschrieben.

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