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Zum Jahresvorkommen der Graugans, Anser anser, in Ostholstein 1958-1967
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Für ein Untersuchungsgebiet von ca. 100 km2 am Südrand der ostholsteinisehen Seenplatte, das seit Jahren intensiv kontrolliert worden ist, wird eine Auswertung aller verfügbaren Daten aus dem zehnjährigen Zeitraum 1958-1967 vorgenommen.
Anser anser fehlt in. dem bezeichneten Gebiet als Brutvogel. Der Heimzug (Tageszug) macht sich nur wenig bemerkbar. Scharen von mehr als 60 rastender Vögel sind im Frühjahr (Januar bis April) als Ausnahmen zu werten.
Im Mai wird neuerlicher Zuzug deutlich, der seit 1962 verstärkt in Erscheinung getreten ist. Diese Gänse sind nach kurzer Rast bis zum Ende des Monats wieder aus dem Gebiet verschwunden. Vermutlich befinden sich derartige Nichtbrüterverbände auf dem Mauserzug.
Innerhalb der Berichtsperiode kam es zur Ausbildung eines bemerkenswerten Sammelplatzes während der Sommermonate (Juni bis September). Die Spitzenmeldungen von diesen Sommerherden: 1959 ca. 70 Ex. und 1967 mindestens 1.650 Ex. Die ersten Familienverbände mit flüggen Junggänsen pflegen alljährlich bereits ab Mitte Juni einzutreffen. Im Verlauf der Juliwochen war dann gewöhnlich der jeweils stärkste Zuwachs zu verzeichnen, während die Jahresmaxima in den August oder September fallen.
Bezüglich der Zusammensetzung dieser Rastscharen, werden vor allem Brutvögel aus Schleswig-Holstein vermutet (Einzugsgebiet NE bis SE), doch deuten feldornithologische Wahrnehmungen sowie Berechnungen auch auf entferntere Herkunft hin.
Die Sommerherden pflegen mit großer Regelmäßigkeit um die September-/Oktoberwende abzuziehen. Zählungen des herbstlichen Durchzuges übertreffen die im Frühjahr ermittelten Werte um das Siebenfache.
November-Dezemberdaten bilden die Ausnahme. Überwinterung ist nicht vorgekommen.
Weder adulte noch immature Vögel haben im Berichtsgebiet ihre Schwingen gemausert; statt dessen nahm lediglich die Vollmauser der rastenden Vögel ihren Fortgang.
Mitgeteilt werden die ökologischen Gegebenheiten des Rastplatzes sowie Angaben zur Ernährungsweise der Gänse.
Title: Zum Jahresvorkommen der Graugans, Anser anser, in Ostholstein 1958-1967
Description:
Für ein Untersuchungsgebiet von ca.
100 km2 am Südrand der ostholsteinisehen Seenplatte, das seit Jahren intensiv kontrolliert worden ist, wird eine Auswertung aller verfügbaren Daten aus dem zehnjährigen Zeitraum 1958-1967 vorgenommen.
Anser anser fehlt in.
dem bezeichneten Gebiet als Brutvogel.
Der Heimzug (Tageszug) macht sich nur wenig bemerkbar.
Scharen von mehr als 60 rastender Vögel sind im Frühjahr (Januar bis April) als Ausnahmen zu werten.
Im Mai wird neuerlicher Zuzug deutlich, der seit 1962 verstärkt in Erscheinung getreten ist.
Diese Gänse sind nach kurzer Rast bis zum Ende des Monats wieder aus dem Gebiet verschwunden.
Vermutlich befinden sich derartige Nichtbrüterverbände auf dem Mauserzug.
Innerhalb der Berichtsperiode kam es zur Ausbildung eines bemerkenswerten Sammelplatzes während der Sommermonate (Juni bis September).
Die Spitzenmeldungen von diesen Sommerherden: 1959 ca.
70 Ex.
und 1967 mindestens 1.
650 Ex.
Die ersten Familienverbände mit flüggen Junggänsen pflegen alljährlich bereits ab Mitte Juni einzutreffen.
Im Verlauf der Juliwochen war dann gewöhnlich der jeweils stärkste Zuwachs zu verzeichnen, während die Jahresmaxima in den August oder September fallen.
Bezüglich der Zusammensetzung dieser Rastscharen, werden vor allem Brutvögel aus Schleswig-Holstein vermutet (Einzugsgebiet NE bis SE), doch deuten feldornithologische Wahrnehmungen sowie Berechnungen auch auf entferntere Herkunft hin.
Die Sommerherden pflegen mit großer Regelmäßigkeit um die September-/Oktoberwende abzuziehen.
Zählungen des herbstlichen Durchzuges übertreffen die im Frühjahr ermittelten Werte um das Siebenfache.
November-Dezemberdaten bilden die Ausnahme.
Überwinterung ist nicht vorgekommen.
Weder adulte noch immature Vögel haben im Berichtsgebiet ihre Schwingen gemausert; statt dessen nahm lediglich die Vollmauser der rastenden Vögel ihren Fortgang.
Mitgeteilt werden die ökologischen Gegebenheiten des Rastplatzes sowie Angaben zur Ernährungsweise der Gänse.
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