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Die Kernaspekte der S3-Leitlinie: Pertrochantäre Oberschenkelfraktur
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Zusammenfassung
Ziel der neuen S3-Leitlinie für die pertrochantären Oberschenkelfrakturen ist
die evidenzbasierte Optimierung der Versorgung dieser häufigen, überwiegend
geriatrischen Verletzung unter Berücksichtigung chirurgischer,
perioperativer, interdisziplinärer und präventiver Aspekte.
Im Rahmen eines durch den Innovationsfonds geförderten Leitlinienprojekts
erfolgte eine systematische Evidenzrecherche und -bewertung. Auf Basis
aggregierter Evidenz, internationaler Empfehlungen und Expertenkonsens
wurden Behandlungsstrategien für den gesamten Versorgungsprozess entwickelt
und in 66 Empfehlungen zusammengeführt.
Die Leitlinie bestätigt die frühzeitige operative Stabilisierung als
Standardtherapie und empfiehlt bei instabilen Frakturen bevorzugt die
intramedulläre Versorgung. Präoperativ sollen beeinflussbare Komorbiditäten
optimiert und die Antikoagulation risikoadaptiert gehandhabt werden.
Tranexamsäure wird zur Blutungsreduktion empfohlen. Postoperativ sollen
frühzeitige Mobilisation mit schmerzadaptierter Vollbelastung, tägliche
Physiotherapie sowie ein strukturiertes geriatrisches Screening ab 70 Jahren
mit anschließender orthogeriatrischer Mitbetreuung erfolgen. Zudem werden
Maßnahmen zur sekundären Frakturprävention hervorgehoben.
Die neue S3-Leitlinie unterstreicht die Bedeutung einer frühzeitigen
operativen Versorgung, kombiniert mit einer strukturierten
interdisziplinären Versorgung einschließlich früher Rehabilitation,
geriatrischer Mitbetreuung und konsequenter Mobilisation. Trotz
umfangreicher Evidenz bestehen Forschungsdefizite, die zukünftige Studien
erfordern.
Georg Thieme Verlag KG
Title: Die Kernaspekte der S3-Leitlinie: Pertrochantäre
Oberschenkelfraktur
Description:
Zusammenfassung
Ziel der neuen S3-Leitlinie für die pertrochantären Oberschenkelfrakturen ist
die evidenzbasierte Optimierung der Versorgung dieser häufigen, überwiegend
geriatrischen Verletzung unter Berücksichtigung chirurgischer,
perioperativer, interdisziplinärer und präventiver Aspekte.
Im Rahmen eines durch den Innovationsfonds geförderten Leitlinienprojekts
erfolgte eine systematische Evidenzrecherche und -bewertung.
Auf Basis
aggregierter Evidenz, internationaler Empfehlungen und Expertenkonsens
wurden Behandlungsstrategien für den gesamten Versorgungsprozess entwickelt
und in 66 Empfehlungen zusammengeführt.
Die Leitlinie bestätigt die frühzeitige operative Stabilisierung als
Standardtherapie und empfiehlt bei instabilen Frakturen bevorzugt die
intramedulläre Versorgung.
Präoperativ sollen beeinflussbare Komorbiditäten
optimiert und die Antikoagulation risikoadaptiert gehandhabt werden.
Tranexamsäure wird zur Blutungsreduktion empfohlen.
Postoperativ sollen
frühzeitige Mobilisation mit schmerzadaptierter Vollbelastung, tägliche
Physiotherapie sowie ein strukturiertes geriatrisches Screening ab 70 Jahren
mit anschließender orthogeriatrischer Mitbetreuung erfolgen.
Zudem werden
Maßnahmen zur sekundären Frakturprävention hervorgehoben.
Die neue S3-Leitlinie unterstreicht die Bedeutung einer frühzeitigen
operativen Versorgung, kombiniert mit einer strukturierten
interdisziplinären Versorgung einschließlich früher Rehabilitation,
geriatrischer Mitbetreuung und konsequenter Mobilisation.
Trotz
umfangreicher Evidenz bestehen Forschungsdefizite, die zukünftige Studien
erfordern.
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