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Kritik der Hochschulreform von 1969 in Westberlin. Zur Frage von Protokoll und Protest in Klaus Heinrichs Dahlemer Vorlesungen

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ZusammenfassungDie Universitäten Westberlins erhielten 1969 ein neues Hochschulgesetz. Die Hochschulreform sollte strukturelle Probleme an den Universitäten lösen sowie im Anschluss an die Protestereignisse von Achtundsechzig deeskalierend wirken. Am Fachbereich Philosophie und Sozialwissenschaften der Freien Universität Berlin jedoch waren anhaltende Debatten um die Neugliederung des Fachbereichs die Folge. Vor diesem Hintergrund untersucht der Beitrag die Herstellungsgeschichte der Dahlemer Vorlesungen des Berliner Religionsprofessors Klaus Heinrich. Die Vorlesungen zeugen als eine Art Supplement-Protokoll von dieser Auseinandersetzung über fachgeschichtliche Autonomie in den 1970er Jahren. Untersucht werden dafür Textstellen, in denen die Fachbereichsratssitzungen Thema sind und in denen die Vorlesungen die Rolle einer protokollarischen Instanz einnehmen. Heinrich stellte den einzelnen Sitzungen hochschulpolitische Vorbemerkungen voran. Diese müssen, so die These des Beitrags, auf ihre Inszenierung der protokollarischen Schreibhandlung befragt werden. Der Beitrag begreift Heinrichs Vorlesungen damit als eine Art zweites Protokoll, in welchem der Fachbereichsstreit aus der Perspektive eines ‚kleinen Fachs‘ dokumentiert wurde – und arbeitet dafür die protokollarischen Selbstinszenierungspraktiken kritisch auf.
Title: Kritik der Hochschulreform von 1969 in Westberlin. Zur Frage von Protokoll und Protest in Klaus Heinrichs Dahlemer Vorlesungen
Description:
ZusammenfassungDie Universitäten Westberlins erhielten 1969 ein neues Hochschulgesetz.
Die Hochschulreform sollte strukturelle Probleme an den Universitäten lösen sowie im Anschluss an die Protestereignisse von Achtundsechzig deeskalierend wirken.
Am Fachbereich Philosophie und Sozialwissenschaften der Freien Universität Berlin jedoch waren anhaltende Debatten um die Neugliederung des Fachbereichs die Folge.
Vor diesem Hintergrund untersucht der Beitrag die Herstellungsgeschichte der Dahlemer Vorlesungen des Berliner Religionsprofessors Klaus Heinrich.
Die Vorlesungen zeugen als eine Art Supplement-Protokoll von dieser Auseinandersetzung über fachgeschichtliche Autonomie in den 1970er Jahren.
Untersucht werden dafür Textstellen, in denen die Fachbereichsratssitzungen Thema sind und in denen die Vorlesungen die Rolle einer protokollarischen Instanz einnehmen.
Heinrich stellte den einzelnen Sitzungen hochschulpolitische Vorbemerkungen voran.
Diese müssen, so die These des Beitrags, auf ihre Inszenierung der protokollarischen Schreibhandlung befragt werden.
Der Beitrag begreift Heinrichs Vorlesungen damit als eine Art zweites Protokoll, in welchem der Fachbereichsstreit aus der Perspektive eines ‚kleinen Fachs‘ dokumentiert wurde – und arbeitet dafür die protokollarischen Selbstinszenierungspraktiken kritisch auf.

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