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Das hochbegabte Kind zwischen Eliteförderung und Hilfsbedürftigkeit 1978 bis 1985

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Vorspann Im Laufe der konservativen Wende der 1980er Jahre wurde Hochbegabung in der Bundesrepublik zu einem Schlüsselbegriff, um das Verhalten und die Bildungserfahrungen von Kindern und Jugendlichen zu deuten. Susanne Schregel zeigt, wie sich Debatten um das Wohl und Wehe des hochbegabten Kinds mit Auseinandersetzungen um Elitebildung, Gerechtigkeit und Leistung in der Demokratie verbanden. Sie macht deutlich, wie sich das hochbegabte Kind in einer politisch polarisierten Situation als eine Kippfigur konstituierte, die je nach Wahrnehmung und Betrachtungswinkel ein anderes Motiv ergab: Mit Referenzen der Spitzenbegabung und Elite verhieß das hochbegabte Kind besondere Fähigkeiten, Leistung und Erfolge. Diese Termini der Spitze und der Führung negierte die Figur jedoch sogleich wieder, indem sie in solche der Gefährdung und Hilfe übersetzt wurden. Durch ihre inneren Ambiguitäten erweist sich die Figur des hochbegabten Kindes damit als symptomatisch für die Widersprüche einer Gesellschaft, die in Abwendung von bildungspolitischen Leitlinien der 1970er Jahre individuelle Auslese und Spitzenförderung zu betonen begann, ohne jedoch das Versprechen der Gleichheit ausdrücklich aufgeben zu wollen.
Title: Das hochbegabte Kind zwischen Eliteförderung und Hilfsbedürftigkeit 1978 bis 1985
Description:
Vorspann Im Laufe der konservativen Wende der 1980er Jahre wurde Hochbegabung in der Bundesrepublik zu einem Schlüsselbegriff, um das Verhalten und die Bildungserfahrungen von Kindern und Jugendlichen zu deuten.
Susanne Schregel zeigt, wie sich Debatten um das Wohl und Wehe des hochbegabten Kinds mit Auseinandersetzungen um Elitebildung, Gerechtigkeit und Leistung in der Demokratie verbanden.
Sie macht deutlich, wie sich das hochbegabte Kind in einer politisch polarisierten Situation als eine Kippfigur konstituierte, die je nach Wahrnehmung und Betrachtungswinkel ein anderes Motiv ergab: Mit Referenzen der Spitzenbegabung und Elite verhieß das hochbegabte Kind besondere Fähigkeiten, Leistung und Erfolge.
Diese Termini der Spitze und der Führung negierte die Figur jedoch sogleich wieder, indem sie in solche der Gefährdung und Hilfe übersetzt wurden.
Durch ihre inneren Ambiguitäten erweist sich die Figur des hochbegabten Kindes damit als symptomatisch für die Widersprüche einer Gesellschaft, die in Abwendung von bildungspolitischen Leitlinien der 1970er Jahre individuelle Auslese und Spitzenförderung zu betonen begann, ohne jedoch das Versprechen der Gleichheit ausdrücklich aufgeben zu wollen.

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