Javascript must be enabled to continue!
Thomas Knaus im Gespräch mit Gerhard Tulodziecki
View through CrossRef
Es ist Mai. Das Sommersemester ist in vollem Gange. Gerhard Tulodziecki hat vor wenigen Tagen ein neues Buch veröffentlicht: Es geht um individuelles Handeln, Gemeinwohl, Verantwortung und Künstliche Intelligenz (KI). Thomas Knaus kommt gerade aus seiner Einführungsvorlesung: In der heutigen Veranstaltung ging es um Medienentwicklung und deren gesellschaftlich-kulturelle Bedeutung. Auf den Folien zu KI-Expertensystemen und Machine Learning, die sich schon viele Jahre in seinem Foliensatz befinden, hat er für dieses Semester den Zusatz „Ausblick“ entfernt – die ursprünglichen Aussichten wurden inzwischen Realität: KI-basierte Dialog- sowie text- und bildgenerierende Systeme sind in unserem Alltag angekommen. In der Sitzung der Institutsleiter*innen in der vorletzten Woche ging es um „ChatGPT in Lehre und Prüfungen“. Einige Lehrende befürchten, dass sie eine ‚Künstliche Intelligenz‘ ersetzen könnte; der Geschichtsprofessor sorgt sich in Anbetracht textgenerierender KI um seine Studierenden, die die Kulturtechnik des Schreibens verlernen würden und andere Kolleg*innen berichten, wie sie text- und bildgenerative KI in der Lehre thematisieren, kontrovers mit Studierenden diskutieren und kreativ in Prüfungen einbinden. Auf Nachfrage einiger Kolleg*innen entstand am letzten Wochenende ein kurzes Video zu einer praktischen prüfungsrechtlichen Frage in der kleinen YouTube-Serie Medienpädagogik im Schaukelstuhl – eigentlich ein Format für Studierende.Alle Welt spricht derzeit von KI – konkreter von text- und bildgenerierenden Systemen – und noch konkreter von einem Chatbot, der auf einem large language model, dem Textgenerator GPT, basiert und vom US-amerikanischen Unternehmen OpenAI öffentlichkeitswirksam vorgestellt wurde. In dem hier verschriftlichten Gespräch begegnen sich zwei Medienpädagogen, die sich bereits seit vielen Jahren auch mit technischen und informatischen Fragen – und daher auch mit KI und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung – befassen. Es gibt viel zu erzählen.
OAPublishing Collective
Title: Thomas Knaus im Gespräch mit Gerhard Tulodziecki
Description:
Es ist Mai.
Das Sommersemester ist in vollem Gange.
Gerhard Tulodziecki hat vor wenigen Tagen ein neues Buch veröffentlicht: Es geht um individuelles Handeln, Gemeinwohl, Verantwortung und Künstliche Intelligenz (KI).
Thomas Knaus kommt gerade aus seiner Einführungsvorlesung: In der heutigen Veranstaltung ging es um Medienentwicklung und deren gesellschaftlich-kulturelle Bedeutung.
Auf den Folien zu KI-Expertensystemen und Machine Learning, die sich schon viele Jahre in seinem Foliensatz befinden, hat er für dieses Semester den Zusatz „Ausblick“ entfernt – die ursprünglichen Aussichten wurden inzwischen Realität: KI-basierte Dialog- sowie text- und bildgenerierende Systeme sind in unserem Alltag angekommen.
In der Sitzung der Institutsleiter*innen in der vorletzten Woche ging es um „ChatGPT in Lehre und Prüfungen“.
Einige Lehrende befürchten, dass sie eine ‚Künstliche Intelligenz‘ ersetzen könnte; der Geschichtsprofessor sorgt sich in Anbetracht textgenerierender KI um seine Studierenden, die die Kulturtechnik des Schreibens verlernen würden und andere Kolleg*innen berichten, wie sie text- und bildgenerative KI in der Lehre thematisieren, kontrovers mit Studierenden diskutieren und kreativ in Prüfungen einbinden.
Auf Nachfrage einiger Kolleg*innen entstand am letzten Wochenende ein kurzes Video zu einer praktischen prüfungsrechtlichen Frage in der kleinen YouTube-Serie Medienpädagogik im Schaukelstuhl – eigentlich ein Format für Studierende.
Alle Welt spricht derzeit von KI – konkreter von text- und bildgenerierenden Systemen – und noch konkreter von einem Chatbot, der auf einem large language model, dem Textgenerator GPT, basiert und vom US-amerikanischen Unternehmen OpenAI öffentlichkeitswirksam vorgestellt wurde.
In dem hier verschriftlichten Gespräch begegnen sich zwei Medienpädagogen, die sich bereits seit vielen Jahren auch mit technischen und informatischen Fragen – und daher auch mit KI und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung – befassen.
Es gibt viel zu erzählen.
Related Results
Thomas Knaus im Gespräch mit Caroline Grabensteiner
Thomas Knaus im Gespräch mit Caroline Grabensteiner
In Wien und in Frankfurt am Main fand dieses Gespräch statt – in den jeweiligen Heimatstädten und Wirkungsorten der beiden Medienpädagog*innen: Thomas Knaus lehrte als Gastprofesso...
Thomas Knaus im Gespräch mit Jörg Keßler
Thomas Knaus im Gespräch mit Jörg Keßler
Es wird Herbst in Ludwigsburg: Drei (pandemiebedingte) Onlinesemester liegen hinter uns und die Blätter im benachbarten Favoritepark färben sich bereits, als sich Prof. Dr. Jörg-U....
Hayali, Dunja (2018). Haymatland. Wie wollen wir zusammen leben? Berlin: Ullstein. 160 S., 16,00 €.
Hayali, Dunja (2018). Haymatland. Wie wollen wir zusammen leben? Berlin: Ullstein. 160 S., 16,00 €.
Gemeinsam mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit führt das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis seit mehreren Jahren Projekte zum T...
Die Grundprobleme sind geblieben
Die Grundprobleme sind geblieben
Eine Reihe von Institutionen des Jugendmedienschutzes haben in diesem Jahr Geburtstag: Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) feiert ihren 75. Geburtstag, ebenso ...
Analyse von Konzepten zum Erwerb medienpädagogischer Kompetenz. Folgerungen aus den Ansätzen von Dieter Baacke und Gerhard Tulodziecki
Analyse von Konzepten zum Erwerb medienpädagogischer Kompetenz. Folgerungen aus den Ansätzen von Dieter Baacke und Gerhard Tulodziecki
Die Autorin setzt sich mit der theoretischen Fundierung von Medienkompetenz auseinander. Anhand der medienpädagogischen Konzepte von Dieter Baacke und Gerhard Tulodziecki untersuch...
Gerhard as Composer in Exile
Gerhard as Composer in Exile
Roberto Gerhard’s early works reflect an advanced synthesis of Catalan elements and modern music, utilizing obvious markers of Catalan national identity; however, in 1939, because ...
Die Qualität der Sprachentwicklungsdiagnostik bei mehrsprachigen Kindern : pädiatrische Früherkennungsuntersuchungen auf dem Prüfstand
Die Qualität der Sprachentwicklungsdiagnostik bei mehrsprachigen Kindern : pädiatrische Früherkennungsuntersuchungen auf dem Prüfstand
In dieser Arbeit wurde untersucht, ob die Sprachentwicklungsdiagnostik in den pädiatrischen Früherkennungsuntersuchungen U7a (mit 3 Jahren), U8 (4 J.) und U9 (5 J.) wissenschaftlic...

