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Biomarker im Blut zur Individualisierung der immunsuppressiven Therapie nach der Transplantation solider Organe

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Zusammenfassung Die Erfolge der Transplantationsmedizin hängen eng mit der Entwicklung potenter Immunsuppressiva zusammen. Die Steuerung der Therapie mit den Calineurininhibitoren Ciclosporin und Tacrolimus sowie den mTOR (Nammalian target of rapamycin)-Inhibitoren Sirolimus und Everolimus wird durch ein therapeutisches Drug Monitoring (TDM) unterstützt. Für andere Medikamente wie z.B. die Mycophenolsäure ist ein TDM bisher nicht etabliert. Es hat sich aber gezeigt, dass eine bessere Individualisierung der Therapie dabei helfen könnte eine Über- oder Unterimmunsuppression bei einzelnen Patienten zu vermeiden und das immer noch entäuschende Langzeitüberleben der Organe und Patienten zu verbessern. Daher werden weltweit Biomarker gesucht, die als Ergänzung zum TDM eine bessere Individualisierung der Therapie ermöglichen. Dabei kann es sich um pharmakodynamische Biomarker handeln, die unspezifisch den globalen Effekt der Therapie auf das Immunsystem erfassen oder, um Marker die sehr spezifisch direkt den phramakologischen Effekt messen. Unspezifische Biomarker verfolgen entweder den Grad der Immunaktivierung durch Messung der T- und B-Zellaktivierung, die Toleranzentwicklung z.B. durch Erfassung regulatorischer T-Zellen oder den Transplantschaden z.B. durch die Messung von DNS, die aus dem Spenderorgan in das Blut des Empfänger freigesetzt wird. Spezifische pharmakodynamische Biomarker wurden u.a. für die Bestimmung der pharmakologischen Wirkung der Mycophenolsäure, von Calineurininhibitoren und von mTOR-Inhibitoren publiziert. Das Feld der Biomarker als Ergänzung zum TDM für die Individualisierung der immunsuppressiven Therapie ist noch in den Anfängen und es werden prospektive Studien benötigt, die das Potenzial von Biomarkern oder Biomarkerkombinationen in verschiedenen Patientenkollektiven mit unterschiedlichen Transplantaten beweisen oder verwerfen.
Title: Biomarker im Blut zur Individualisierung der immunsuppressiven Therapie nach der Transplantation solider Organe
Description:
Zusammenfassung Die Erfolge der Transplantationsmedizin hängen eng mit der Entwicklung potenter Immunsuppressiva zusammen.
Die Steuerung der Therapie mit den Calineurininhibitoren Ciclosporin und Tacrolimus sowie den mTOR (Nammalian target of rapamycin)-Inhibitoren Sirolimus und Everolimus wird durch ein therapeutisches Drug Monitoring (TDM) unterstützt.
Für andere Medikamente wie z.
B.
die Mycophenolsäure ist ein TDM bisher nicht etabliert.
Es hat sich aber gezeigt, dass eine bessere Individualisierung der Therapie dabei helfen könnte eine Über- oder Unterimmunsuppression bei einzelnen Patienten zu vermeiden und das immer noch entäuschende Langzeitüberleben der Organe und Patienten zu verbessern.
Daher werden weltweit Biomarker gesucht, die als Ergänzung zum TDM eine bessere Individualisierung der Therapie ermöglichen.
Dabei kann es sich um pharmakodynamische Biomarker handeln, die unspezifisch den globalen Effekt der Therapie auf das Immunsystem erfassen oder, um Marker die sehr spezifisch direkt den phramakologischen Effekt messen.
Unspezifische Biomarker verfolgen entweder den Grad der Immunaktivierung durch Messung der T- und B-Zellaktivierung, die Toleranzentwicklung z.
B.
durch Erfassung regulatorischer T-Zellen oder den Transplantschaden z.
B.
durch die Messung von DNS, die aus dem Spenderorgan in das Blut des Empfänger freigesetzt wird.
Spezifische pharmakodynamische Biomarker wurden u.
a.
für die Bestimmung der pharmakologischen Wirkung der Mycophenolsäure, von Calineurininhibitoren und von mTOR-Inhibitoren publiziert.
Das Feld der Biomarker als Ergänzung zum TDM für die Individualisierung der immunsuppressiven Therapie ist noch in den Anfängen und es werden prospektive Studien benötigt, die das Potenzial von Biomarkern oder Biomarkerkombinationen in verschiedenen Patientenkollektiven mit unterschiedlichen Transplantaten beweisen oder verwerfen.

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