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nachgefragt Ricarda Fuchs Leiterin Online-Redaktion KI.KA
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mein!KI.KA ist eine Community des KI.KA, konzipiert für Jungen und Mädchen bis 13 Jahre. Aufgrund entwicklungspsychologischer Erfordernisse ist sie zugangsoffen bis 15 Jahre. Die Verantwortlichen legen großen Wert auf die Sicherheit der Community-Mitglieder. Dafür werden mehrere Vorsichtsmaßnahmen getroffen: Die Kinder können erst mit Zustimmung ihrer Eltern Mitglied werden. Wie in jeder Community können sie selbständig ihr Profil anlegen, allerdings kein eigenes Foto einstellen, sondern sie haben die Möglichkeit, sich ein vorgegebenes Bild aus einer Galerie auszusuchen, mit dem sie für andere Besucherinnen und Besucher sichtbar sind. Außerdem ist mein!KI.KA eine vollständig moderierte Plattform. Das heißt, kein Kommentar wird ungelesen online gestellt. Ricarda Fuchs ist die Leiterin der Online-Redaktion des KI.KA. In merz spricht sie über die Entwicklung der jungen Community und wagt auch einen Blick in die Zukunft.
merz Brauchen Kinder eine eigene Community? Wenn ja, warum?
Fuchs Kinder wachsen heute ganz selbstverständlich mit Computern und dem Internet auf. Die Haushalte, in denen sie leben, sind damit nahezu vollständig ausgestattet. Kommunikation ist das zentrale Motiv für die Internetnutzung, die vorwiegend in Social Communitys stattfindet. Diese sind aus dem Leben von Kindern nicht mehr wegzudenken. Medien beeinflussen ihre Entwicklung und Sozialisation. Sie leisten Identitäts- und Reflektionsarbeit, ermöglichen soziales Lernen, schulen zwischenmenschliche Beziehungen und fördern die Entwicklung von Medienkompetenz. Es gibt wenige Communitys, die sich explizit an Kinder richten. Mit Beginn der Pubertät wollen ältere Kinder unter sich sein, sich von Eltern und Erwachsenen abgrenzen. Es ist wichtig, ihnen einen geschützten Raum zur Verfügung zu stellen, in dem sie sich ausdrücken und bedenkenlos bewegen können. Gerade Jüngere haben keine oder wenig Erfahrung, weil viele Eltern ihnen nicht medienkompetent zur Seite stehen können. Genau hier setzt die KI.KA-Community an. Wir bieten Jungen und Mädchen einen Raum ohne jugendgefährdende oder diskriminierende Inhalte. Als öffentlich-rechtliche Community haben wir den Anspruch, Kinder in einer sicheren Umgebung an die Formen des Web 2.0 heranzuführen. Moderationen aller Inhalte und Chats, sowie Werbefreiheit gewährleisten diesen Anspruch. Vielfältige Interaktionsmöglichkeiten fördern Medienkompetenz. Verstoßen unsere Mitglieder gegen die Netiquette oder die Datenschutzrichtlinien, so erklären ihnen unsere Moderatorinnen und Moderatoren die Hintergründe. Nur so lernen sie etwas für den Umgang in anderen sozialen Netzwerken.
merz Die mein!KI.KA Community besteht inzwischen seit gut anderthalb Jahren. Wie wird das Angebot von den Kindern angenommen?
Fuchs Von Beginn an wurde die Community sehr positiv angenommen. Seit Sommer 2009 haben sich rund 17.500 Kinder bei mein!KI.KA angemeldet. Im Durchschnitt sind sie 11,4 Jahre alt und der Anteil von Mädchen überwiegt deutlich. Nahezu alle akzeptieren die geltenden Richtlinien für Datenschutz und die Netiquette. Einige schreiben uns zum Beispiel, dass sie sich eben aus diesem Grund, weil „es hier so sicher ist“, bei mein!KI.KA angemeldet und die Eltern auch nur für diese Community ihre Erlaubnis gegeben haben. Wir sensibilisieren die Kinder im Umgang mit ihren persönlichen Daten. Das geht so weit, dass zum Beispiel eine Nutzerin auf die Frage nach ihrem Aussehen geantwortet hat, dass sie dazu nichts sagen möchte, „weil man ja nicht weiß, wer sich so im Internet herumtreibt“. Uns ist bewusst, dass unsere Mitglieder später zu anderen Netzwerken wechseln werden. Wenn sie aus der Zeit beim KI.KA aufgeklärt und sensibilisiert für die Chancen und Risiken von Social Communitys hervorgehen, haben wir unser wichtigstes medienpädagogisches Ziel erreicht.
merz Kann der hohe Anspruch an die Sicherheit der Kinder noch gewährleistet werden, wenn mein!KI.KA weiter wächst?
Fuchs mein!KI.KA ist eine moderierte Community mit einer täglichen Öffnungszeit von 8 bis 22 Uhr. Aktuell kümmern sich 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um unsere Mitglieder, stehen ihnen bei Fragen zur Seite und moderieren alle Beiträge. Das ist aufwändig, aber notwendig, um unseren hohen Anforderungen gerecht zu werden. Diese Sicherheit der Kinder wollen wir nur mit einem gut geschulten und großen Team gewährleisten. Wir denken aber auch darüber nach, vielleicht irgendwann die Mitgliederzahl zu begrenzen.
merz Welche Visionen haben Sie für die Zukunft von mein!KI.KA?
Fuchs mein!KI.KA soll weiter wachsen, nicht nur hinsichtlich der Mitgliederzahlen, sondern auch hinsichtlich der Funktionalitäten. Für 2011 haben wir uns viel vorgenommen. Unter anderem werden wir ein neues Chatsystem implementieren, um noch regelmäßiger und nutzerfreundlicher chatten zu können. Außerdem wünschen sich die Kinder viele neue Features. Unter anderem wird es einen Avatar-Generator geben, so dass sich die Kinder ein individuelles Profil-Bild gestalten können.
Title: nachgefragt Ricarda Fuchs Leiterin Online-Redaktion KI.KA
Description:
mein!KI.
KA ist eine Community des KI.
KA, konzipiert für Jungen und Mädchen bis 13 Jahre.
Aufgrund entwicklungspsychologischer Erfordernisse ist sie zugangsoffen bis 15 Jahre.
Die Verantwortlichen legen großen Wert auf die Sicherheit der Community-Mitglieder.
Dafür werden mehrere Vorsichtsmaßnahmen getroffen: Die Kinder können erst mit Zustimmung ihrer Eltern Mitglied werden.
Wie in jeder Community können sie selbständig ihr Profil anlegen, allerdings kein eigenes Foto einstellen, sondern sie haben die Möglichkeit, sich ein vorgegebenes Bild aus einer Galerie auszusuchen, mit dem sie für andere Besucherinnen und Besucher sichtbar sind.
Außerdem ist mein!KI.
KA eine vollständig moderierte Plattform.
Das heißt, kein Kommentar wird ungelesen online gestellt.
Ricarda Fuchs ist die Leiterin der Online-Redaktion des KI.
KA.
In merz spricht sie über die Entwicklung der jungen Community und wagt auch einen Blick in die Zukunft.
merz Brauchen Kinder eine eigene Community? Wenn ja, warum?
Fuchs Kinder wachsen heute ganz selbstverständlich mit Computern und dem Internet auf.
Die Haushalte, in denen sie leben, sind damit nahezu vollständig ausgestattet.
Kommunikation ist das zentrale Motiv für die Internetnutzung, die vorwiegend in Social Communitys stattfindet.
Diese sind aus dem Leben von Kindern nicht mehr wegzudenken.
Medien beeinflussen ihre Entwicklung und Sozialisation.
Sie leisten Identitäts- und Reflektionsarbeit, ermöglichen soziales Lernen, schulen zwischenmenschliche Beziehungen und fördern die Entwicklung von Medienkompetenz.
Es gibt wenige Communitys, die sich explizit an Kinder richten.
Mit Beginn der Pubertät wollen ältere Kinder unter sich sein, sich von Eltern und Erwachsenen abgrenzen.
Es ist wichtig, ihnen einen geschützten Raum zur Verfügung zu stellen, in dem sie sich ausdrücken und bedenkenlos bewegen können.
Gerade Jüngere haben keine oder wenig Erfahrung, weil viele Eltern ihnen nicht medienkompetent zur Seite stehen können.
Genau hier setzt die KI.
KA-Community an.
Wir bieten Jungen und Mädchen einen Raum ohne jugendgefährdende oder diskriminierende Inhalte.
Als öffentlich-rechtliche Community haben wir den Anspruch, Kinder in einer sicheren Umgebung an die Formen des Web 2.
0 heranzuführen.
Moderationen aller Inhalte und Chats, sowie Werbefreiheit gewährleisten diesen Anspruch.
Vielfältige Interaktionsmöglichkeiten fördern Medienkompetenz.
Verstoßen unsere Mitglieder gegen die Netiquette oder die Datenschutzrichtlinien, so erklären ihnen unsere Moderatorinnen und Moderatoren die Hintergründe.
Nur so lernen sie etwas für den Umgang in anderen sozialen Netzwerken.
merz Die mein!KI.
KA Community besteht inzwischen seit gut anderthalb Jahren.
Wie wird das Angebot von den Kindern angenommen?
Fuchs Von Beginn an wurde die Community sehr positiv angenommen.
Seit Sommer 2009 haben sich rund 17.
500 Kinder bei mein!KI.
KA angemeldet.
Im Durchschnitt sind sie 11,4 Jahre alt und der Anteil von Mädchen überwiegt deutlich.
Nahezu alle akzeptieren die geltenden Richtlinien für Datenschutz und die Netiquette.
Einige schreiben uns zum Beispiel, dass sie sich eben aus diesem Grund, weil „es hier so sicher ist“, bei mein!KI.
KA angemeldet und die Eltern auch nur für diese Community ihre Erlaubnis gegeben haben.
Wir sensibilisieren die Kinder im Umgang mit ihren persönlichen Daten.
Das geht so weit, dass zum Beispiel eine Nutzerin auf die Frage nach ihrem Aussehen geantwortet hat, dass sie dazu nichts sagen möchte, „weil man ja nicht weiß, wer sich so im Internet herumtreibt“.
Uns ist bewusst, dass unsere Mitglieder später zu anderen Netzwerken wechseln werden.
Wenn sie aus der Zeit beim KI.
KA aufgeklärt und sensibilisiert für die Chancen und Risiken von Social Communitys hervorgehen, haben wir unser wichtigstes medienpädagogisches Ziel erreicht.
merz Kann der hohe Anspruch an die Sicherheit der Kinder noch gewährleistet werden, wenn mein!KI.
KA weiter wächst?
Fuchs mein!KI.
KA ist eine moderierte Community mit einer täglichen Öffnungszeit von 8 bis 22 Uhr.
Aktuell kümmern sich 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um unsere Mitglieder, stehen ihnen bei Fragen zur Seite und moderieren alle Beiträge.
Das ist aufwändig, aber notwendig, um unseren hohen Anforderungen gerecht zu werden.
Diese Sicherheit der Kinder wollen wir nur mit einem gut geschulten und großen Team gewährleisten.
Wir denken aber auch darüber nach, vielleicht irgendwann die Mitgliederzahl zu begrenzen.
merz Welche Visionen haben Sie für die Zukunft von mein!KI.
KA?
Fuchs mein!KI.
KA soll weiter wachsen, nicht nur hinsichtlich der Mitgliederzahlen, sondern auch hinsichtlich der Funktionalitäten.
Für 2011 haben wir uns viel vorgenommen.
Unter anderem werden wir ein neues Chatsystem implementieren, um noch regelmäßiger und nutzerfreundlicher chatten zu können.
Außerdem wünschen sich die Kinder viele neue Features.
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