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Monopol der Schweizerischen Depeschenagentur (sda) und Übernahmepraxis von Agenturberichten in der Presse (E-Book)
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Medienkrise, journalistischer Ressourcenschwund und Aktualitätsdiktat reduzieren die redaktionellen Eigenleistungen und erhöhen umgekehrt die Abhängigkeit der Redaktionen von fremdproduzierten Medieninhalten, wie sie Nachrichtenagenturen anbieten. Ein solcher Agentureinfluss bleibt für die Medienqualität nicht folgenlos. Diese Studie befasst sich mit der Übernahmepraxis von Agenturmaterial in der Schweizer Pressearena und analysiert die Auswirkungen des sda-Monopols. Folgende Fragen werden beantwortet: sda-Monopol: Hat das Inkrafttreten des sda-Monopols im Frühjahr 2010 zu einer Zunahme des sda-Einflusses in der Presseberichterstattung geführt? Agenturübernahmepraxis: Welche spezifischen Übernahmepraktiken lassen sich beschreiben und wie vertragen sich diese Praktiken mit zentralen journalistischen Qualitätsstandards? Werden Agenturmeldungen transparent gekennzeichnet oder weisen die Medien diese Quellen als eigene Beiträge aus? Mit welchen Verfahren werden Agenturmeldungen mit wenig Aufwand so ‘aufgepeppt’, dass sie den Eindruck redaktioneller Eigenleistung erwecken? Hauptbefunde: Die Analyse zeigt eine signifikante Zunahme des sda-Einflusses in der Pressearena nach der Etablierung von deren Monopolstellung im Frühjahr 2010. Die vergleichende Analyse von Pressetiteln und ihren Online-Pendants zeigt ein fast durchgängiges, schwerwiegendes Qualitätsdefizit der Newssites. Die an ihn gerichteten Erwartungen kann der Onlinenachrichtenjournalismus grösstenteils nicht erfüllen. Die offline vorhandene Qualität, namentlich im Bereich der Abonnementspresse, wird im Onlinebereich bislang in keiner Weise erreicht. Auf Online steckt also nicht die Qualität drin, die der Reputation der Medienmarke, die offline erarbeitet worden ist, entspricht. Diese Studie ist – neben weiteren Vertiefungsanalysen – bereits im Jahrbuch 2011 Qualität der Medien publiziert worden (fög – Forschungsbereich Öffentlichkeit und Gesellschaft / Universität Zürich [Hg.]: Jahrbuch 2011 Qualität der Medien. Schweiz – Suisse – Svizzera. Basel: Schwabe, S. 408–432).
Title: Monopol der Schweizerischen Depeschenagentur (sda) und Übernahmepraxis von Agenturberichten in der Presse (E-Book)
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Medienkrise, journalistischer Ressourcenschwund und Aktualitätsdiktat reduzieren die redaktionellen Eigenleistungen und erhöhen umgekehrt die Abhängigkeit der Redaktionen von fremdproduzierten Medieninhalten, wie sie Nachrichtenagenturen anbieten.
Ein solcher Agentureinfluss bleibt für die Medienqualität nicht folgenlos.
Diese Studie befasst sich mit der Übernahmepraxis von Agenturmaterial in der Schweizer Pressearena und analysiert die Auswirkungen des sda-Monopols.
Folgende Fragen werden beantwortet: sda-Monopol: Hat das Inkrafttreten des sda-Monopols im Frühjahr 2010 zu einer Zunahme des sda-Einflusses in der Presseberichterstattung geführt? Agenturübernahmepraxis: Welche spezifischen Übernahmepraktiken lassen sich beschreiben und wie vertragen sich diese Praktiken mit zentralen journalistischen Qualitätsstandards? Werden Agenturmeldungen transparent gekennzeichnet oder weisen die Medien diese Quellen als eigene Beiträge aus? Mit welchen Verfahren werden Agenturmeldungen mit wenig Aufwand so ‘aufgepeppt’, dass sie den Eindruck redaktioneller Eigenleistung erwecken? Hauptbefunde: Die Analyse zeigt eine signifikante Zunahme des sda-Einflusses in der Pressearena nach der Etablierung von deren Monopolstellung im Frühjahr 2010.
Die vergleichende Analyse von Pressetiteln und ihren Online-Pendants zeigt ein fast durchgängiges, schwerwiegendes Qualitätsdefizit der Newssites.
Die an ihn gerichteten Erwartungen kann der Onlinenachrichtenjournalismus grösstenteils nicht erfüllen.
Die offline vorhandene Qualität, namentlich im Bereich der Abonnementspresse, wird im Onlinebereich bislang in keiner Weise erreicht.
Auf Online steckt also nicht die Qualität drin, die der Reputation der Medienmarke, die offline erarbeitet worden ist, entspricht.
Diese Studie ist – neben weiteren Vertiefungsanalysen – bereits im Jahrbuch 2011 Qualität der Medien publiziert worden (fög – Forschungsbereich Öffentlichkeit und Gesellschaft / Universität Zürich [Hg.
]: Jahrbuch 2011 Qualität der Medien.
Schweiz – Suisse – Svizzera.
Basel: Schwabe, S.
408–432).
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