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Schwangerschafts-assoziierte Effekte auf die Immunologie des Mammakarzinoms: Analyse immunologischer Biomarker und tumorinfiltrierender Lymphozyten (TILs)
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Diese Arbeit untersucht, inwiefern das Vorliegen einer Schwangerschaft die Eigenschaft des Mammakarzinoms bei jungen Brustkrebspatientinnen beeinflusst. Zielsetzung war es, das Verständnis der Tumorbiologie und –immunologie zu verbessern und gegebenenfalls diagnostische und therapeutische Konsequenzen daraus abzuleiten.
Hierfür wurden Tissue Micro Arrays (TMA) aus therapienaivem Tumorgewebe (Stanzbiopsien oder Operationspräparate) von 126 schwangeren Brustkrebspatientinnen erstellt. Analysiert wurden sowohl klassische Biomarker (ER, PR, Ki-67, HER2) und immunologische Marker (PD-L1, HLA-I, HLA-G, TIGIT, Nectin-4) als auch die Anzahl tumorinfiltrierender Lymphozyten (TILs). Die Ergebnisse wurden anschließend mit einer gematchten Kohorte junger, nicht-schwangerer Brustkrebspatientinnen verglichen.
Schwangere Brustkrebspatientinnen waren zum Zeitpunkt der Diagnose signifikant jünger und zeigten eine deutlich höhere Tumorproliferationsrate (Ki-67) als nicht-schwangere Patientinnen. Innerhalb der Immunmarker zeigte sich eine signifikante Erhöhung der Nectin-4 Expression im Tumorgewebe der schwangeren Kohorte, welche möglicherweise durch hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft hervorgerufen sein könnte. Für alle anderen Immunmarker sowie für die Anzahl der TILs zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen beiden Kohorten.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Mammakarzinome während der Schwangerschaft durch eine gesteigerte Proliferationsaktivität (Ki-67) und eine vermehrte Expression von Nectin-4 gekennzeichnet sind. Beides könnte einen rascheren Krankheitsprogress begünstigen und neben der häufig verzögerten Diagnosestellung, die meist fortgeschritteneren Tumorstadien bei Erstdiagnose erklären. Hinweise auf eine supprimierte anti-tumorale Immunantwort fanden sich hingegen nicht.
Damit leistet die Studie einen Beitrag zum besseren Verständnis der Tumorbiologie des Schwangerschafts-assoziierten Mammakarzinoms. Die vermehrte Expression von Nectin-4 stellt zudem einen potenziell interessanten therapeutischen Angriffspunkt für diese seltene Entität dar.
Title: Schwangerschafts-assoziierte Effekte auf die Immunologie des Mammakarzinoms: Analyse immunologischer Biomarker und tumorinfiltrierender Lymphozyten (TILs)
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Diese Arbeit untersucht, inwiefern das Vorliegen einer Schwangerschaft die Eigenschaft des Mammakarzinoms bei jungen Brustkrebspatientinnen beeinflusst.
Zielsetzung war es, das Verständnis der Tumorbiologie und –immunologie zu verbessern und gegebenenfalls diagnostische und therapeutische Konsequenzen daraus abzuleiten.
Hierfür wurden Tissue Micro Arrays (TMA) aus therapienaivem Tumorgewebe (Stanzbiopsien oder Operationspräparate) von 126 schwangeren Brustkrebspatientinnen erstellt.
Analysiert wurden sowohl klassische Biomarker (ER, PR, Ki-67, HER2) und immunologische Marker (PD-L1, HLA-I, HLA-G, TIGIT, Nectin-4) als auch die Anzahl tumorinfiltrierender Lymphozyten (TILs).
Die Ergebnisse wurden anschließend mit einer gematchten Kohorte junger, nicht-schwangerer Brustkrebspatientinnen verglichen.
Schwangere Brustkrebspatientinnen waren zum Zeitpunkt der Diagnose signifikant jünger und zeigten eine deutlich höhere Tumorproliferationsrate (Ki-67) als nicht-schwangere Patientinnen.
Innerhalb der Immunmarker zeigte sich eine signifikante Erhöhung der Nectin-4 Expression im Tumorgewebe der schwangeren Kohorte, welche möglicherweise durch hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft hervorgerufen sein könnte.
Für alle anderen Immunmarker sowie für die Anzahl der TILs zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen beiden Kohorten.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Mammakarzinome während der Schwangerschaft durch eine gesteigerte Proliferationsaktivität (Ki-67) und eine vermehrte Expression von Nectin-4 gekennzeichnet sind.
Beides könnte einen rascheren Krankheitsprogress begünstigen und neben der häufig verzögerten Diagnosestellung, die meist fortgeschritteneren Tumorstadien bei Erstdiagnose erklären.
Hinweise auf eine supprimierte anti-tumorale Immunantwort fanden sich hingegen nicht.
Damit leistet die Studie einen Beitrag zum besseren Verständnis der Tumorbiologie des Schwangerschafts-assoziierten Mammakarzinoms.
Die vermehrte Expression von Nectin-4 stellt zudem einen potenziell interessanten therapeutischen Angriffspunkt für diese seltene Entität dar.
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