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Wertigkeit der Schnellschnittuntersuchung zur intraoperativen Beurteilung des axillären Lymphknotenbefalls beim Mammakarzinom

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Um im Rahmen einer klinischen Studie eine möglichst exakte Stratifizierung zur intraoperativen Randomisierung durchführen zu können, war es notwendig, eine intraoperative Schnellschnittuntersuchung der axillären Lymphknoten in verschiedenen Abschnitten der Axilla durchzuführen. Es erschien wichtig, die Treffsicherheit der intraoperativen Gefrierschnittuntersuchung im Vergleich zum Paraffinschnitt zu analysieren, um deren prädiktiven Wert im Hinblick auf vorhandene Lymphknotenmetastasen festzulegen. Hierzu wurde bei 162 Patientinnen mit primärem Mammakarzinom die intraoperative Gefrierschnitt-diagnostik mit dem Ergebnis der Paraffinschnitthistologie verglichen. In 96 % der Fälle konnte intraoperativ der Lymphknotenbefall exakt beurteilt werden. Zu falschen Beurteilungen kam es in 7 Fallen, wobei in 6 Fallen fälschlicherweise nicht befallene Lymphknoten im Gefrier-schnitt untersucht wurden und in einem Fall ein Fehlbefund vorlag, welcher bei der Nachuntersuchung aufgedeckt wurde. Es wurden in diesen 7 Fallen jeweils weniger als 4 Lymphknoten im Schnellschnitt untersucht. Der axilläre Lymphknotenbefall war bei diesen 4 Fallen insgesamt gering (jeweils weniger als 4 befallene Lymphknoten). Ein falsch-positiver Befund wurde nicht gestellt. Die intraoperative makroskopische Beurteilung durch den Chirurgen ist in der Treffsicherheit der Gefrierschnittdiagnostik insofern unterlegen, als wir im bearbeiteten Krankengut bei der intraoperativen Beurteilung in 14 % einen falschen Befund erhoben haben, wobei in 8 Fallen (5%) ein falsch-positiver Befund gestellt wurde. Die intraoperative Schnellschnittuntersuchung von Lymphknoten ist für die Stadienbeurteilung beim Mammakarzinom ausgezeichnet geeignet, sofern in jedem Fall mindestens 4 von den makroskopisch verdächtigsten Lymphknoten untersucht werden. Eine exakte Beurteilung hinsichtlich des Gesamtausmaßes der axillären Metastasierung (Anzahl der befallenen Lymphknoten) muß wegen des Zeitaufwands bei der intraoperativen Gefrierschnittuntersuchung der Paraffinschnitthistologie überlassen bleiben.
Title: Wertigkeit der Schnellschnittuntersuchung zur intraoperativen Beurteilung des axillären Lymphknotenbefalls beim Mammakarzinom
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Um im Rahmen einer klinischen Studie eine möglichst exakte Stratifizierung zur intraoperativen Randomisierung durchführen zu können, war es notwendig, eine intraoperative Schnellschnittuntersuchung der axillären Lymphknoten in verschiedenen Abschnitten der Axilla durchzuführen.
Es erschien wichtig, die Treffsicherheit der intraoperativen Gefrierschnittuntersuchung im Vergleich zum Paraffinschnitt zu analysieren, um deren prädiktiven Wert im Hinblick auf vorhandene Lymphknotenmetastasen festzulegen.
Hierzu wurde bei 162 Patientinnen mit primärem Mammakarzinom die intraoperative Gefrierschnitt-diagnostik mit dem Ergebnis der Paraffinschnitthistologie verglichen.
In 96 % der Fälle konnte intraoperativ der Lymphknotenbefall exakt beurteilt werden.
Zu falschen Beurteilungen kam es in 7 Fallen, wobei in 6 Fallen fälschlicherweise nicht befallene Lymphknoten im Gefrier-schnitt untersucht wurden und in einem Fall ein Fehlbefund vorlag, welcher bei der Nachuntersuchung aufgedeckt wurde.
Es wurden in diesen 7 Fallen jeweils weniger als 4 Lymphknoten im Schnellschnitt untersucht.
Der axilläre Lymphknotenbefall war bei diesen 4 Fallen insgesamt gering (jeweils weniger als 4 befallene Lymphknoten).
Ein falsch-positiver Befund wurde nicht gestellt.
Die intraoperative makroskopische Beurteilung durch den Chirurgen ist in der Treffsicherheit der Gefrierschnittdiagnostik insofern unterlegen, als wir im bearbeiteten Krankengut bei der intraoperativen Beurteilung in 14 % einen falschen Befund erhoben haben, wobei in 8 Fallen (5%) ein falsch-positiver Befund gestellt wurde.
Die intraoperative Schnellschnittuntersuchung von Lymphknoten ist für die Stadienbeurteilung beim Mammakarzinom ausgezeichnet geeignet, sofern in jedem Fall mindestens 4 von den makroskopisch verdächtigsten Lymphknoten untersucht werden.
Eine exakte Beurteilung hinsichtlich des Gesamtausmaßes der axillären Metastasierung (Anzahl der befallenen Lymphknoten) muß wegen des Zeitaufwands bei der intraoperativen Gefrierschnittuntersuchung der Paraffinschnitthistologie überlassen bleiben.

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