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Strukturierte Ersteinschätzung in der Notaufnahme mittels des intelligenten Assistenzdienstes OPTINOFA
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Zusammenfassung
Die Organisation der Notfallversorgung in Deutschland bedarf einer grundlegenden Reform. Die Steuerung der Patientenströme in den ambulanten bzw. stationären Sektor stellt hierbei eine der zentralen Herausforderungen dar.
Im Innovationsfondsprojekt OPTINOFA wurde ein neues Triageinstrument zur strukturierten Ersteinschätzung von Behandlungsdringlichkeit und Notfallversorgungsstufe entwickelt und in einer clusterrandomisierten kontrollierten Studie im Stepped-wedge-Design in 8 Modellkliniken (davon 2 Per-protocol-Modellkliniken) im Zeitraum vom 01.07.2019 bis zum 31.05.2021 evaluiert. Zudem wurden Vergleichsdaten für allgemeine zeitliche Trends von einer Modellklinik im gleichen Zeitraum erhoben. Der primäre Endpunkt der Studie umfasste den Anstieg der Weiterleitung in den ambulanten Sektor; die sekundären Endpunkte bezogen sich auf Outcome, Prozess- und Qualitätsindikatoren sowie Kosten der Notfallbehandlung.
Im Kontrollzeitraum wurden in den Modellkliniken n = 46.558 und im Interventionszeitraum n = 37.485 Notfälle in die Studie eingeschlossen. Für den primären Endpunkt ergab sich in den Per-protocol-Modellkliniken ein signifikanter Anstieg der Zuweisungen in den ambulanten Sektor (p < 0,001; OR = 10,59). In Bezug auf die Wartezeiten fand sich eine signifikante Reduktion um durchschnittlich 20 min im Interventionszeitraum. Die stationäre Aufnahmerate innerhalb von 3 Tagen nach primär ambulanter Notfallbehandlung blieb im Interventionszeitraum stabil. In der Kostenanalyse ergab sich keine Kostensteigerung innerhalb von 28 Tagen nach der Notaufnahmevorstellung.
Im Innovationsfondsprojekt OPTINOFA konnte ein valider Assistenzdienst zur strukturierten Ersteinschätzung von Behandlungsdringlichkeit und Versorgungsstufe in der Notaufnahme entwickelt und als digitales Triageinstrument im interoperablen Format zur Verfügung gestellt werden. Die Studienergebnisse belegen ein großes Potenzial für die OPTINOFA-Triage zur transsektoralen Steuerung der Patientenströme in der Notfall- und Akutmedizin.
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Sabine Blaschke
Harald Dormann
Rajan Somasundaram
Christoph Dodt
Ingo Graeff
Hans-Jörg Busch
Bernadett Erdmann
Marc Wieckenberg
Christoph Haedicke
Katrin Esslinger
Elisabeth Nyoungui
Tim Friede
Felix Walcher
Julia Talamo
Julia K. Wolff
Wilhelm Behringer
Ulrich Heida
Thomas Ruhnke
Christian Günster
Patrik Dröge
Michael Schmucker
Martin Haag
Michael Dietrich
Wiebke Schirrmeister
Felix Greiner
Paul Ludolph
Hans-Dieter Nolting
Kerstin Pischek-Koch
Stefanie Wache
Irina Chaplinskaya-Sobol
Dagmar Krefting
Kai Antweiler
Eva Hummers
Marina Karg
Jennifer Lenz
Kathrein Munski
Andreas Brockmann
Wiebke Boehne
Heike Teupe
Title: Strukturierte Ersteinschätzung in der Notaufnahme mittels des intelligenten Assistenzdienstes OPTINOFA
Description:
Zusammenfassung
Die Organisation der Notfallversorgung in Deutschland bedarf einer grundlegenden Reform.
Die Steuerung der Patientenströme in den ambulanten bzw.
stationären Sektor stellt hierbei eine der zentralen Herausforderungen dar.
Im Innovationsfondsprojekt OPTINOFA wurde ein neues Triageinstrument zur strukturierten Ersteinschätzung von Behandlungsdringlichkeit und Notfallversorgungsstufe entwickelt und in einer clusterrandomisierten kontrollierten Studie im Stepped-wedge-Design in 8 Modellkliniken (davon 2 Per-protocol-Modellkliniken) im Zeitraum vom 01.
07.
2019 bis zum 31.
05.
2021 evaluiert.
Zudem wurden Vergleichsdaten für allgemeine zeitliche Trends von einer Modellklinik im gleichen Zeitraum erhoben.
Der primäre Endpunkt der Studie umfasste den Anstieg der Weiterleitung in den ambulanten Sektor; die sekundären Endpunkte bezogen sich auf Outcome, Prozess- und Qualitätsindikatoren sowie Kosten der Notfallbehandlung.
Im Kontrollzeitraum wurden in den Modellkliniken n = 46.
558 und im Interventionszeitraum n = 37.
485 Notfälle in die Studie eingeschlossen.
Für den primären Endpunkt ergab sich in den Per-protocol-Modellkliniken ein signifikanter Anstieg der Zuweisungen in den ambulanten Sektor (p < 0,001; OR = 10,59).
In Bezug auf die Wartezeiten fand sich eine signifikante Reduktion um durchschnittlich 20 min im Interventionszeitraum.
Die stationäre Aufnahmerate innerhalb von 3 Tagen nach primär ambulanter Notfallbehandlung blieb im Interventionszeitraum stabil.
In der Kostenanalyse ergab sich keine Kostensteigerung innerhalb von 28 Tagen nach der Notaufnahmevorstellung.
Im Innovationsfondsprojekt OPTINOFA konnte ein valider Assistenzdienst zur strukturierten Ersteinschätzung von Behandlungsdringlichkeit und Versorgungsstufe in der Notaufnahme entwickelt und als digitales Triageinstrument im interoperablen Format zur Verfügung gestellt werden.
Die Studienergebnisse belegen ein großes Potenzial für die OPTINOFA-Triage zur transsektoralen Steuerung der Patientenströme in der Notfall- und Akutmedizin.
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