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Corona und die gefesselte Globalisierung
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ZusammenfassungDer Begriff der Globalisierung meint keine aktuelle Periode der Weltgeschichte, sondern einen Prozess, der wellenförmig verläuft und von tiefen Einbrüchen unterbrochen wird. Die Aufschwungphasen sind durch ein exponentielles Wachstum gekennzeichnet, bis Kipppunkte erreicht werden. Parallel dazu verläuft ein Prozess der Fragmentierung, der einzelne Länder, Großregionen oder Teile einer Gesellschaft betrifft, weil es immer Gewinner und Verlierer der Globalisierung gibt. Anhand historischer Beispiele werden beide Prozesse im Weltmaßstab skizziert. Sie sind nicht die bloße Folge des technischen Wandels bei Transport und Kommunikation, sondern bedürfen der flankierenden Institutionen aus Internationalen Öffentlichen Gütern wie Sicherheit, Stabilität und Konnektivität. Bereit gestellt werden sie von großen Mächten, weil nur diese über die Ressourcen verfügen und vor dem Freiwilligendilemma stehen. Ferner bedarf es einer großen Erzählung der Globalisierung, die konkurrierende Lehrmeinungen marginalisiert. Globalisierung gerät in die Krise, wenn die treibenden Transaktionen Kipppunkte erreichen oder die großen Mächte sich im Niedergang befinden und nicht mehr bereit bzw. in der Lage sind, für die Internationalen Öffentlichen Güter aufzukommen. Dann beginnt der globalisierungskritische Diskurs, der hegemonial wird, wenn immer neue Krisen den Globalisierungsdiskurs delegitimieren. Konsequenz ist die Spaltung der Gesellschaft in Kosmopoliten und Populisten. Derzeit stehen die wichtigsten Akteure vor dem hegemonialen Dilemma (USA) bzw. dem Freerider-Dilemma (China) und reagieren neoisolationistisch. Damit stehen die Internationalen Öffentlichen Güter zur Disposition, die Globalisierung gerät in die Krise. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung katalysiert.
Title: Corona und die gefesselte Globalisierung
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ZusammenfassungDer Begriff der Globalisierung meint keine aktuelle Periode der Weltgeschichte, sondern einen Prozess, der wellenförmig verläuft und von tiefen Einbrüchen unterbrochen wird.
Die Aufschwungphasen sind durch ein exponentielles Wachstum gekennzeichnet, bis Kipppunkte erreicht werden.
Parallel dazu verläuft ein Prozess der Fragmentierung, der einzelne Länder, Großregionen oder Teile einer Gesellschaft betrifft, weil es immer Gewinner und Verlierer der Globalisierung gibt.
Anhand historischer Beispiele werden beide Prozesse im Weltmaßstab skizziert.
Sie sind nicht die bloße Folge des technischen Wandels bei Transport und Kommunikation, sondern bedürfen der flankierenden Institutionen aus Internationalen Öffentlichen Gütern wie Sicherheit, Stabilität und Konnektivität.
Bereit gestellt werden sie von großen Mächten, weil nur diese über die Ressourcen verfügen und vor dem Freiwilligendilemma stehen.
Ferner bedarf es einer großen Erzählung der Globalisierung, die konkurrierende Lehrmeinungen marginalisiert.
Globalisierung gerät in die Krise, wenn die treibenden Transaktionen Kipppunkte erreichen oder die großen Mächte sich im Niedergang befinden und nicht mehr bereit bzw.
in der Lage sind, für die Internationalen Öffentlichen Güter aufzukommen.
Dann beginnt der globalisierungskritische Diskurs, der hegemonial wird, wenn immer neue Krisen den Globalisierungsdiskurs delegitimieren.
Konsequenz ist die Spaltung der Gesellschaft in Kosmopoliten und Populisten.
Derzeit stehen die wichtigsten Akteure vor dem hegemonialen Dilemma (USA) bzw.
dem Freerider-Dilemma (China) und reagieren neoisolationistisch.
Damit stehen die Internationalen Öffentlichen Güter zur Disposition, die Globalisierung gerät in die Krise.
Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung katalysiert.
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