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Menschenkunde in strukturdynamischer Absicht
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ZusammenfassungNach Karl Jaspers und Kurt Schneider entwickelte Werner Janzarik in der Heidelberger Schule ein psychopathologisches Denken, das methodisch an Nietzsches Verstehenslehre anknüpfte. Der strukturdynamische Ansatz rekurrierte zudem auf dessen Willensphilosophie, deren Grund Arthur Schopenhauer gelegt hatte. Als Alternative zu anthropologisch psychiatrischen und psychoanalytischen Modellen entwarf Janzarik eine kulturwissenschaftliche Perspektive, die empirische und spekulative Elemente verknüpft und subjektive Wertprämissen bietet. Die Pathographie Nietzsches zeigte dabei die Spannung zwischen asketischen und expansiven Aspekten in der Bildung des Willens, der nach Janzarik Gegenspieler des vitalen Wollens ist.Um die heuristische Triftigkeit des strukturdynamischen Denkens zu erweisen, behandelte er v. a. forensische Kasuistiken und war zuletzt offen für literarische Fälle. Janzarik selbst widmete sich in diesem Sinne spät auch Goethe, dessen künstlerische und wissenschaftliche Kreativität für ihn strukturelle Parallelen besitzen.Der strukturdynamische Ansatz bewegt sich theoretisch in einer Vielzahl wissenschaftlich-philosophischer Ansprüche, die Janzarik interdisziplinär und synthetisch in seiner Menschenkunde verknüpft. Seine Texte verbergen die subjektiven Wertprämissen meist hinter einer abstrahierenden wie komplexen Sprache. Diese Maske der Objektivität führt mit Nietzsche zu einem nüchternen Pathos, das implizit mit Max Weber für ein von persönlichem Pathos durchzogenes Denken spricht. Aber zugleich vermag der späte Janzarik Selbstbeobachtungen in luzider Nüchternheit zu objektivieren.
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Title: Menschenkunde in strukturdynamischer Absicht
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ZusammenfassungNach Karl Jaspers und Kurt Schneider entwickelte Werner Janzarik in der Heidelberger Schule ein psychopathologisches Denken, das methodisch an Nietzsches Verstehenslehre anknüpfte.
Der strukturdynamische Ansatz rekurrierte zudem auf dessen Willensphilosophie, deren Grund Arthur Schopenhauer gelegt hatte.
Als Alternative zu anthropologisch psychiatrischen und psychoanalytischen Modellen entwarf Janzarik eine kulturwissenschaftliche Perspektive, die empirische und spekulative Elemente verknüpft und subjektive Wertprämissen bietet.
Die Pathographie Nietzsches zeigte dabei die Spannung zwischen asketischen und expansiven Aspekten in der Bildung des Willens, der nach Janzarik Gegenspieler des vitalen Wollens ist.
Um die heuristische Triftigkeit des strukturdynamischen Denkens zu erweisen, behandelte er v.
a.
forensische Kasuistiken und war zuletzt offen für literarische Fälle.
Janzarik selbst widmete sich in diesem Sinne spät auch Goethe, dessen künstlerische und wissenschaftliche Kreativität für ihn strukturelle Parallelen besitzen.
Der strukturdynamische Ansatz bewegt sich theoretisch in einer Vielzahl wissenschaftlich-philosophischer Ansprüche, die Janzarik interdisziplinär und synthetisch in seiner Menschenkunde verknüpft.
Seine Texte verbergen die subjektiven Wertprämissen meist hinter einer abstrahierenden wie komplexen Sprache.
Diese Maske der Objektivität führt mit Nietzsche zu einem nüchternen Pathos, das implizit mit Max Weber für ein von persönlichem Pathos durchzogenes Denken spricht.
Aber zugleich vermag der späte Janzarik Selbstbeobachtungen in luzider Nüchternheit zu objektivieren.
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