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Pädiatrische Triage in der Praxis

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Schwierige pädiatrische Notfallsituationen sind im Alltag der Hausarztpraxis eher selten. Gerade deshalb vermögen diese Notfälle den Ablauf einer Sprechstunde massiv durcheinander zu bringen. Es ist von grosser Bedeutung, pädiatrische Notfälle als solche zu erkennen und sich der feinen Unterschiede zwischen Erwachsenen und Kindern bewusst zu sein. Denn nur wenn wir versuchen, das Kind zu verstehen, seine Ängste und Wünsche wahrnehmen, werden Untersuchungen kooperativ durchführbar und eine allfällige Behandlung erfolgreich sein. Eine Triage kann anhand des Erscheinungsbildes des Patienten erfolgen: eine Zyanose kann kardial bedingt sein; hier werden anamnestisch schon bekannte, angeborene Herzfehler die Ursache sein. Die respiratorisch bedingte Zyanose stellt einen schwersten Notfall dar, der nach sofortiger Zufuhr von Sauerstoff ruft. Unabhängig von der Ursache der Erkrankung kann so vielleicht der drohende Atem- und nachfolgende Herzstillstand vermieden werden. Hinter dem Symptom «weisses, blasses Kind» verbirgt sich oft eine Kreislaufsymptomatik, im Vordergrund ist die Sepsis mit begleitendem dilatativem Schock zu nennen. Obwohl diese Situation in der täglichen Praxis selten ist, wird hier unser ganzes Können und rasche Entscheidung gefordert. Es gilt einen Transport in ein geeignetes Spital zu organisieren, unter Umständen wird eine Erstversorgung mit intravenösem Volumen notwendig sein. Intoxikationen sind in jedem Fall ernst zu nehmen und sorgfältig abzuklären, auch hier ist eine Zuweisung in ein geeignetes Spital meist unumgänglich. Die genaueren Umstände der Ingestion abzuklären ist zeitaufwendig und kann in einem Spital in Zusammenarbeit mit dem toxikologischen Institut meist einfacher durchgeführt werden. Ein oft verkannter Notfall ist die Kindsmisshandlung, der wir mit offenen Sinnen gegenüber stehen müssen. Nur wenn wir aktiv danach suchen und uns der grossen Dunkelziffer bewusst sind, wird es gelingen, einige Kinder und ihre Eltern von weiterer Pein zu bewahren.
Hogrefe Publishing Group
Title: Pädiatrische Triage in der Praxis
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Schwierige pädiatrische Notfallsituationen sind im Alltag der Hausarztpraxis eher selten.
Gerade deshalb vermögen diese Notfälle den Ablauf einer Sprechstunde massiv durcheinander zu bringen.
Es ist von grosser Bedeutung, pädiatrische Notfälle als solche zu erkennen und sich der feinen Unterschiede zwischen Erwachsenen und Kindern bewusst zu sein.
Denn nur wenn wir versuchen, das Kind zu verstehen, seine Ängste und Wünsche wahrnehmen, werden Untersuchungen kooperativ durchführbar und eine allfällige Behandlung erfolgreich sein.
Eine Triage kann anhand des Erscheinungsbildes des Patienten erfolgen: eine Zyanose kann kardial bedingt sein; hier werden anamnestisch schon bekannte, angeborene Herzfehler die Ursache sein.
Die respiratorisch bedingte Zyanose stellt einen schwersten Notfall dar, der nach sofortiger Zufuhr von Sauerstoff ruft.
Unabhängig von der Ursache der Erkrankung kann so vielleicht der drohende Atem- und nachfolgende Herzstillstand vermieden werden.
Hinter dem Symptom «weisses, blasses Kind» verbirgt sich oft eine Kreislaufsymptomatik, im Vordergrund ist die Sepsis mit begleitendem dilatativem Schock zu nennen.
Obwohl diese Situation in der täglichen Praxis selten ist, wird hier unser ganzes Können und rasche Entscheidung gefordert.
Es gilt einen Transport in ein geeignetes Spital zu organisieren, unter Umständen wird eine Erstversorgung mit intravenösem Volumen notwendig sein.
Intoxikationen sind in jedem Fall ernst zu nehmen und sorgfältig abzuklären, auch hier ist eine Zuweisung in ein geeignetes Spital meist unumgänglich.
Die genaueren Umstände der Ingestion abzuklären ist zeitaufwendig und kann in einem Spital in Zusammenarbeit mit dem toxikologischen Institut meist einfacher durchgeführt werden.
Ein oft verkannter Notfall ist die Kindsmisshandlung, der wir mit offenen Sinnen gegenüber stehen müssen.
Nur wenn wir aktiv danach suchen und uns der grossen Dunkelziffer bewusst sind, wird es gelingen, einige Kinder und ihre Eltern von weiterer Pein zu bewahren.

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