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Multifokale Elektroretinografie bei Patienten mit Poppers-Makulopathie

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Zusammenfassung Hintergrund Die Makulopathie ist eine potenzielle Nebenwirkung der inhalativen Amylnitrit- bzw. Poppers-Einnahme. Sie ist gekennzeichnet durch einen plötzlichen, schmerzlosen und i. d. R. bilateralen Visusverlust. Während die funduskopischen Veränderungen dezent sind, zeigen sich im OCT typische Alterationen der subfovealen, äußeren Netzhautschichten. Das genaue Ausmaß der retinalen Funktionsbeeinträchtigung ist bislang unzureichend charakterisiert. Material/Methoden Wir verglichen die Antwortdichten und Gipfelzeiten von N1 und P1 im multifokalen Elektroretinogramm (mfERG) von 6 Patienten mit Poppers-Makulopathie (12 Augen, medianes Alter 46 Jahre) mit denen einer Kontrollgruppe bestehend aus 6 gesunden Probanden (12 Augen, medianes Alter 45,5 Jahre). Ergebnisse Sowohl die Antwortdichten als auch die Gipfelzeiten von N1 und P1 waren bei den Patienten mit Poppers-Makulopathie niedriger. Dies galt vor allem für das Zentralpotenzial (Ring 1) und die peripheren Ringe 4 und 5. Ein statistisch signifikanter Unterschied ergab sich aber lediglich für ein Hexagon der N1-Antwortdichte (p = 0,039), nicht aber für die Summenantwort oder die gemittelten Exzentrizitäten (Ring 1 – 5, p > 0,05). Schlussfolgerung Das multifokale Elektroretinogramm ist bei Patienten mit Poppers-Makulopathie nicht relevant beeinträchtigt, was im Kontrast zur deutlichen Auswirkung auf die Sehschärfe steht. Das multifokale Elektroretinogramm eignet sich im Gegensatz zum OCT nicht zur Diagnosestellung.
Title: Multifokale Elektroretinografie bei Patienten mit Poppers-Makulopathie
Description:
Zusammenfassung Hintergrund Die Makulopathie ist eine potenzielle Nebenwirkung der inhalativen Amylnitrit- bzw.
Poppers-Einnahme.
Sie ist gekennzeichnet durch einen plötzlichen, schmerzlosen und i.
 d.
 R.
 bilateralen Visusverlust.
Während die funduskopischen Veränderungen dezent sind, zeigen sich im OCT typische Alterationen der subfovealen, äußeren Netzhautschichten.
Das genaue Ausmaß der retinalen Funktionsbeeinträchtigung ist bislang unzureichend charakterisiert.
Material/Methoden Wir verglichen die Antwortdichten und Gipfelzeiten von N1 und P1 im multifokalen Elektroretinogramm (mfERG) von 6 Patienten mit Poppers-Makulopathie (12 Augen, medianes Alter 46 Jahre) mit denen einer Kontrollgruppe bestehend aus 6 gesunden Probanden (12 Augen, medianes Alter 45,5 Jahre).
Ergebnisse Sowohl die Antwortdichten als auch die Gipfelzeiten von N1 und P1 waren bei den Patienten mit Poppers-Makulopathie niedriger.
Dies galt vor allem für das Zentralpotenzial (Ring 1) und die peripheren Ringe 4 und 5.
Ein statistisch signifikanter Unterschied ergab sich aber lediglich für ein Hexagon der N1-Antwortdichte (p = 0,039), nicht aber für die Summenantwort oder die gemittelten Exzentrizitäten (Ring 1 – 5, p > 0,05).
Schlussfolgerung Das multifokale Elektroretinogramm ist bei Patienten mit Poppers-Makulopathie nicht relevant beeinträchtigt, was im Kontrast zur deutlichen Auswirkung auf die Sehschärfe steht.
Das multifokale Elektroretinogramm eignet sich im Gegensatz zum OCT nicht zur Diagnosestellung.

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