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Carboanhydrase‐Aktivität und extrahierbares Zink als Maßstab für die Zink‐Versorgung von Pflanzen
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Abstract1. Unter kontrollierten Umweltbedingungen wurde bei Mais, Hirse, Tabak, Zuckerrüben und Weinreben der Einfluß steigender Zn‐Konzentrationen im Substrat auf Wachstum, Zn‐ und P‐Gehalt in der Trockensubstanz, extrahierbares Zn sowie die Aktivität der Carboanhydrase (CA) in den Blättern untersucht.2. Steigendes Zn‐Angebot führte im Bereich extremen und starken Zn‐Mangels zu wesentlichen Wachstumsverbesserungen, wobei der Gesamt‐Zn‐Gehalt in der TS der Blätter nur gering anstieg. In diesem Bereich war der Anstieg der CA‐Aktivität viel steiler und spiegelte den Zn‐Versorgungsgrad besser wieder als der Gesamt‐Zn‐Gehalt. Bei extremem Zn‐Mangel war z. T. keine CA‐Aktivität nachweisbar, obwohl der Zn‐Gehalt in der TS über 10 μg/g lag. Die CA‐Methode zeigt offenbar die Menge an physiologisch wirksamem Zn im Blattgewebe an und ist zur Entscheidung von Grenzfällen auch im Bereich von latentem Zn‐Mangel geeignet.3. Das P/Zn‐Verhältnis eignet sich zwar auch als Kriterium für den Zn‐Versorgungsgrad im Bereich von extremem Zn‐Mangel, es ist aber im Bereich von latentem Mangel weniger aussagekräftig. Außerdem kann das P/Zn‐Verhältnis je nach Umweltbedingungen in weiten Grenzen schwanken, ohne daß Zn‐Mangel auftritt.4. Der Zn‐Gehalt im wäßrigen Blattextrakt steigt mit zunehmendem Zn‐Angebot stetig an. Ein Gehalt von 2–3 μg Zn/ml Extrakt erwies sich – unabhängig von Pflanzenart und Anzuchtbedingungen – als Zeichen für ausreichende Zn‐Versorgung. Offensichtlich ist der Zn‐Gehalt im Wasserextrakt ein besserer Parameter für den Zn‐Versorgungsgrad als der Gesamt‐Zn‐Gehalt oder die technisch aufwendiger zu bestimmende CA‐Aktivität.
Title: Carboanhydrase‐Aktivität und extrahierbares Zink als Maßstab für die Zink‐Versorgung von Pflanzen
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Abstract1.
Unter kontrollierten Umweltbedingungen wurde bei Mais, Hirse, Tabak, Zuckerrüben und Weinreben der Einfluß steigender Zn‐Konzentrationen im Substrat auf Wachstum, Zn‐ und P‐Gehalt in der Trockensubstanz, extrahierbares Zn sowie die Aktivität der Carboanhydrase (CA) in den Blättern untersucht.
2.
Steigendes Zn‐Angebot führte im Bereich extremen und starken Zn‐Mangels zu wesentlichen Wachstumsverbesserungen, wobei der Gesamt‐Zn‐Gehalt in der TS der Blätter nur gering anstieg.
In diesem Bereich war der Anstieg der CA‐Aktivität viel steiler und spiegelte den Zn‐Versorgungsgrad besser wieder als der Gesamt‐Zn‐Gehalt.
Bei extremem Zn‐Mangel war z.
T.
keine CA‐Aktivität nachweisbar, obwohl der Zn‐Gehalt in der TS über 10 μg/g lag.
Die CA‐Methode zeigt offenbar die Menge an physiologisch wirksamem Zn im Blattgewebe an und ist zur Entscheidung von Grenzfällen auch im Bereich von latentem Zn‐Mangel geeignet.
3.
Das P/Zn‐Verhältnis eignet sich zwar auch als Kriterium für den Zn‐Versorgungsgrad im Bereich von extremem Zn‐Mangel, es ist aber im Bereich von latentem Mangel weniger aussagekräftig.
Außerdem kann das P/Zn‐Verhältnis je nach Umweltbedingungen in weiten Grenzen schwanken, ohne daß Zn‐Mangel auftritt.
4.
Der Zn‐Gehalt im wäßrigen Blattextrakt steigt mit zunehmendem Zn‐Angebot stetig an.
Ein Gehalt von 2–3 μg Zn/ml Extrakt erwies sich – unabhängig von Pflanzenart und Anzuchtbedingungen – als Zeichen für ausreichende Zn‐Versorgung.
Offensichtlich ist der Zn‐Gehalt im Wasserextrakt ein besserer Parameter für den Zn‐Versorgungsgrad als der Gesamt‐Zn‐Gehalt oder die technisch aufwendiger zu bestimmende CA‐Aktivität.
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