Search engine for discovering works of Art, research articles, and books related to Art and Culture
ShareThis
Javascript must be enabled to continue!

Französische Berichte von einer „Studienreise“ über das preußische Militär im Jahre 1786

View through CrossRef
Zusammenfassung Nach der traumatisierenden Niederlage der französischen Truppen durch die preußische Armee unter Friedrich dem Großen bei Roßbach am 5. November 1757 entwickelte sich seit 1763 nach Beendigung des Siebenjährigen Krieges ein regelrechter Militärtourismus nach Preußen. Die französische Öffentlichkeit erholte sich nicht von der Kränkung, die die Nachfahren des glorreichen Ludwigs XIV. einem König gegenüber erlitten, dessen Stern stets aufstieg, während die Aura Frankreichs immer mehr abnahm. Zahlreiche französische Offiziere machten sich deshalb auf den Weg nach Potsdam, Berlin und Schlesien, um die Geheimnisse der militärischen Erfolge Friedrichs II. vor Ort zu studieren, in der Hoffnung, daraus Reformprogramme zur Verbesserung ihrer eigenen Armee entwerfen zu können. Somit erhofften sie sich, den verlorenen Glanz des französischen Heeres und dessen ersten Rang in Europa wiederherzustellen. In diesem Kontext fand 1786, im letzten Lebensjahr des „roi connétable“, die Reise von Hippolyte-Jean-René d'Emskerque, Marquis de Toulongeon statt. Der Reisebericht und insbesondere die darin enthaltene militärische Expertise bilden ein typisches Beispiel sowohl für die Bereiche, für die sich französische Offiziere interessierten, als auch für ihre Vergleichsanalyse beider Militärsysteme. Dabei fiel es ihnen schwer, Preußen als ein Vorbild anzusehen, das dazu beitragen sollte, ihre eigene Armee zu verbessern. Der Reisebericht des Marquis de Toulongeon illustriert einen bestimmten Typus der Zirkulation des militärischen Wissens zwischen Frankreich und Preußen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts sowie die Grenzen eines effektiven Transfers dieses Wissens.
Title: Französische Berichte von einer „Studienreise“ über das preußische Militär im Jahre 1786
Description:
Zusammenfassung Nach der traumatisierenden Niederlage der französischen Truppen durch die preußische Armee unter Friedrich dem Großen bei Roßbach am 5.
November 1757 entwickelte sich seit 1763 nach Beendigung des Siebenjährigen Krieges ein regelrechter Militärtourismus nach Preußen.
Die französische Öffentlichkeit erholte sich nicht von der Kränkung, die die Nachfahren des glorreichen Ludwigs XIV.
einem König gegenüber erlitten, dessen Stern stets aufstieg, während die Aura Frankreichs immer mehr abnahm.
Zahlreiche französische Offiziere machten sich deshalb auf den Weg nach Potsdam, Berlin und Schlesien, um die Geheimnisse der militärischen Erfolge Friedrichs II.
vor Ort zu studieren, in der Hoffnung, daraus Reformprogramme zur Verbesserung ihrer eigenen Armee entwerfen zu können.
Somit erhofften sie sich, den verlorenen Glanz des französischen Heeres und dessen ersten Rang in Europa wiederherzustellen.
In diesem Kontext fand 1786, im letzten Lebensjahr des „roi connétable“, die Reise von Hippolyte-Jean-René d'Emskerque, Marquis de Toulongeon statt.
Der Reisebericht und insbesondere die darin enthaltene militärische Expertise bilden ein typisches Beispiel sowohl für die Bereiche, für die sich französische Offiziere interessierten, als auch für ihre Vergleichsanalyse beider Militärsysteme.
Dabei fiel es ihnen schwer, Preußen als ein Vorbild anzusehen, das dazu beitragen sollte, ihre eigene Armee zu verbessern.
Der Reisebericht des Marquis de Toulongeon illustriert einen bestimmten Typus der Zirkulation des militärischen Wissens zwischen Frankreich und Preußen in der zweiten Hälfte des 18.
Jahrhunderts sowie die Grenzen eines effektiven Transfers dieses Wissens.

Related Results

Pedersstræde i Viborg. Købstadarkæologiske undersøgelser 1966/67
Pedersstræde i Viborg. Købstadarkæologiske undersøgelser 1966/67
Pedersstræde in Viborg Archäologische Untersuchungen der Stadt ViborgSchon seit dem 17. Jahrhundert hat man die historisch-topographische Entwicklung der Stadt Viborg zum Gegenstan...
Metabolismusstudien an Mykotoxinen
Metabolismusstudien an Mykotoxinen
ZusammenfassungMykotoxine sind toxische Sekundärmetaboliten verschiedener Schimmelpilze. Aufgrund der weiten Verbreitung der Pilze kommen Mykotoxine ubiquitär in Lebens‐ und Futter...
Palataalidissimilaation kätkemiä balttilaislainoja
Palataalidissimilaation kätkemiä balttilaislainoja
Durch palatale Dissimilation verschleierte baltische LehnwörterDie ins Urfinnische entlehnten baltischen Wörter haben in den ostseefinnischen Sprachen einige alte Züge bewahrt, die...
Der Diskurs um Medien und Werte ist weiter zu fassen
Der Diskurs um Medien und Werte ist weiter zu fassen
Die Debatte um Werte und Medien begleitet die Gesellschaft und speziell die Pädagogik seit dem Aufkommen der sogenannten Massenmedien. Im Mittelpunkt stand und steht noch immer die...
Entwicklung HPLC‐MS/MS‐basierter Methoden zur Multi‐Mykotoxinanalytik in Humanurin
Entwicklung HPLC‐MS/MS‐basierter Methoden zur Multi‐Mykotoxinanalytik in Humanurin
ZusammenfassungMykotoxine sind toxische Sekundärmetaboliten von Schimmelpilzen verschiedener Gattungen. Der Befall von landwirtschaftlichen Nutzpflanzen wie Getreide, Obst, Nüssen ...
Photolabile Schutzgruppen und ihre Anwendung zur wellenlängenselektiven Aktivierung und Deaktivierung eines Antibiotikums
Photolabile Schutzgruppen und ihre Anwendung zur wellenlängenselektiven Aktivierung und Deaktivierung eines Antibiotikums
Die Verwendung von photolabilen Schutzgruppen zur nicht-invasiven Kontrolle von Systemen birgt ein großes Potential für verschiedenste Anwendungsgebiete, die von der Erforschung un...
En broncealderhøj ved Vesterlund
En broncealderhøj ved Vesterlund
Ein bronzezeitlicher Grabhügel bei Vesterlund, JütlandIm Jahre 1908 nahm G. Rosenberg eine Untersuchung eines Grabhügels in Vesterlund, westlich von Vejle, vor; diese Ausgrabung is...
Entwicklung massenspektrometrischer Methoden zur Analytik von Mykotoxinen in Innenräumen
Entwicklung massenspektrometrischer Methoden zur Analytik von Mykotoxinen in Innenräumen
ZusammenfassungEin Schimmelpilzbefall tritt in Deutschland in etwa jeder zehnten Wohnung auf und kann gesundheitliche Beeinträchtigungen von Bewohnenden auslösen. Die Beschwerden r...

Back to Top