Search engine for discovering works of Art, research articles, and books related to Art and Culture
ShareThis
Javascript must be enabled to continue!

Anreize des Übens und Musizierens

View through CrossRef
Die Frage, welche Arten von Anreizen beim Üben und Musizieren für Instrumentalisten Relevanz besitzen, wird in den letzten Jahren in der Musikpsychologie und –pädagogik zunehmend in den Blick genommen und in verschiedenen Kontexten untersucht. Ein bestehender Fragebogen „Anreizanalyse des Musizierens“ aus 38 Items (Originalversion) liegt bereits vor (vgl. Roth, B. [2012]. Die Bedeutung von Motivation und Willen für das Üben von Instrumenten - Eine Studie zum musikalischen Lernen von älteren Schülern und Schulmusikstudierenden. Forum Musikpädagogik, Bd. 113. Augsburg, Deutschland: Wißner.). Dieser wurde mit Blick auf 15–16-jährige Instrumentalschülerinnen und -schüler und Musikstudierende in Anlehnung an die Anreizanalysen von Hentsch (Hentsch, A. [1992]. Motivationale Aspekte des Malens. Eine Anreizanalyse [Unveröffentlichte Diplomarbeit]. Psychologisches Institut der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Heidelberg, Deutschland.) und Siebert & Vester (Siebert, T. & Vester, T. [1990]. Zur Anreizstruktur des Musizierens [Unveröffentlichte Diplomarbeit]. Psychologisches Institut der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Heidelberg, Deutschland.) entwickelt. Ziel ist es, den Fragebogen als diagnostisches Instrument zu überprüfen, auch hinsichtlich der Tauglichkeit für 10–12-jährige Instrumentalschülerinnen und -schüler, und zu verkürzen. Der bestehende Anreizfragebogen wurde 10–12-jährigen Instrumentalschülerinnen und -schülern (N = 168) vorgelegt; im Rahmen der Validierung wurde der Fragebogen zudem von 15–16-jährigen Instrumentalschülerinnen und -schülern (N = 138) und Schulmusikstudierenden (N = 145) ausgefüllt. Die Daten der „älteren“ Probanden (15–16-jährigen Instrumentalschülerinnen und -schülern und Schulmusikstudierenden) konnten zusammen analysiert werden. Das damals angenommene Modell wurde mittels konfirmatorischer Faktorenanalyse überprüft und nicht bestätigt. Die Daten der älteren Probanden wie der 10–12-jährigen Instrumentalschülerinnen und -schüler (N = 168) wurden dann jeweils mittels Schwierigkeits-, explorativer Faktoren- und Reliabilitätsanalysen untersucht. Für beide Gruppen bestätigte sich das Vorhandensein von Anreizklassen, so dass theoriegeleitet sechs Hauptskalen und vier Subskalen gebildet wurden, die mit jeweils einer Ausnahme für beide Gruppen gültig sind: “Flow & Emotion-Flow“ (Gesamtskala I) mit den beiden Subskalen “Flow“ (Skala I, Subskala I) und “Emotion-Flow“ (Skala I, Subskala II); “Leistung“ (Skala II); “Macht & Einfluss-Bühne“ (Gesamtskala III) mit den beiden Subskalen “Macht“ (Skala III, Subskala I) und “Einfluss-Bühne“ (Skala III, Subskala II); “Anschluss“ (Skala IV); “Volition“ (Skala V) sowie “Lehrer/in & Eltern nicht enttäuschen“ (Skala VI). Für die hier untersuchten jüngeren Probanden ist die Subskala “Einfluss-Bühne“ kaum relevant. Dieser Effekt kann altersbedingt sein oder damit zusammenhängen, dass bei der hier untersuchten Kohorte kaum Auftritte stattfinden. Ein künftiger Fragebogen für sie sollte aus 29 Items bestehen (α = ,89, N = 168). Für die älteren Probanden entfällt die Skala “Lehrer/in & Eltern nicht enttäuschen“, aufgrund der eigenverantwortlichen Übernahme des Übens mit zunehmendem Alter und hohem Commitment mit dem Instrumentalunterricht. Offensichtlich handelt es sich um einen Alterseffekt. Für diese Gruppe sind 30 Items relevant (α = ,81, N = 283). Expertiseeffekte liegen nicht vor. Überraschend ist, dass sich für beide Gruppen mit Abstand „Leistung“ als wichtigste Anreizklasse herauskristallisierte.
Leibniz Institute for Psychology (ZPID)
Title: Anreize des Übens und Musizierens
Description:
Die Frage, welche Arten von Anreizen beim Üben und Musizieren für Instrumentalisten Relevanz besitzen, wird in den letzten Jahren in der Musikpsychologie und –pädagogik zunehmend in den Blick genommen und in verschiedenen Kontexten untersucht.
Ein bestehender Fragebogen „Anreizanalyse des Musizierens“ aus 38 Items (Originalversion) liegt bereits vor (vgl.
Roth, B.
[2012].
Die Bedeutung von Motivation und Willen für das Üben von Instrumenten - Eine Studie zum musikalischen Lernen von älteren Schülern und Schulmusikstudierenden.
Forum Musikpädagogik, Bd.
113.
Augsburg, Deutschland: Wißner.
).
Dieser wurde mit Blick auf 15–16-jährige Instrumentalschülerinnen und -schüler und Musikstudierende in Anlehnung an die Anreizanalysen von Hentsch (Hentsch, A.
[1992].
Motivationale Aspekte des Malens.
Eine Anreizanalyse [Unveröffentlichte Diplomarbeit].
Psychologisches Institut der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Heidelberg, Deutschland.
) und Siebert & Vester (Siebert, T.
& Vester, T.
[1990].
Zur Anreizstruktur des Musizierens [Unveröffentlichte Diplomarbeit].
Psychologisches Institut der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Heidelberg, Deutschland.
) entwickelt.
Ziel ist es, den Fragebogen als diagnostisches Instrument zu überprüfen, auch hinsichtlich der Tauglichkeit für 10–12-jährige Instrumentalschülerinnen und -schüler, und zu verkürzen.
Der bestehende Anreizfragebogen wurde 10–12-jährigen Instrumentalschülerinnen und -schülern (N = 168) vorgelegt; im Rahmen der Validierung wurde der Fragebogen zudem von 15–16-jährigen Instrumentalschülerinnen und -schülern (N = 138) und Schulmusikstudierenden (N = 145) ausgefüllt.
Die Daten der „älteren“ Probanden (15–16-jährigen Instrumentalschülerinnen und -schülern und Schulmusikstudierenden) konnten zusammen analysiert werden.
Das damals angenommene Modell wurde mittels konfirmatorischer Faktorenanalyse überprüft und nicht bestätigt.
Die Daten der älteren Probanden wie der 10–12-jährigen Instrumentalschülerinnen und -schüler (N = 168) wurden dann jeweils mittels Schwierigkeits-, explorativer Faktoren- und Reliabilitätsanalysen untersucht.
Für beide Gruppen bestätigte sich das Vorhandensein von Anreizklassen, so dass theoriegeleitet sechs Hauptskalen und vier Subskalen gebildet wurden, die mit jeweils einer Ausnahme für beide Gruppen gültig sind: “Flow & Emotion-Flow“ (Gesamtskala I) mit den beiden Subskalen “Flow“ (Skala I, Subskala I) und “Emotion-Flow“ (Skala I, Subskala II); “Leistung“ (Skala II); “Macht & Einfluss-Bühne“ (Gesamtskala III) mit den beiden Subskalen “Macht“ (Skala III, Subskala I) und “Einfluss-Bühne“ (Skala III, Subskala II); “Anschluss“ (Skala IV); “Volition“ (Skala V) sowie “Lehrer/in & Eltern nicht enttäuschen“ (Skala VI).
Für die hier untersuchten jüngeren Probanden ist die Subskala “Einfluss-Bühne“ kaum relevant.
Dieser Effekt kann altersbedingt sein oder damit zusammenhängen, dass bei der hier untersuchten Kohorte kaum Auftritte stattfinden.
Ein künftiger Fragebogen für sie sollte aus 29 Items bestehen (α = ,89, N = 168).
Für die älteren Probanden entfällt die Skala “Lehrer/in & Eltern nicht enttäuschen“, aufgrund der eigenverantwortlichen Übernahme des Übens mit zunehmendem Alter und hohem Commitment mit dem Instrumentalunterricht.
Offensichtlich handelt es sich um einen Alterseffekt.
Für diese Gruppe sind 30 Items relevant (α = ,81, N = 283).
Expertiseeffekte liegen nicht vor.
Überraschend ist, dass sich für beide Gruppen mit Abstand „Leistung“ als wichtigste Anreizklasse herauskristallisierte.

Related Results

REGULAR ARTICLES
REGULAR ARTICLES
L. Cowen and C. J. Schwarz       657Les Radio‐tags, en raison de leur détectabilitéélevée, ...
Résumés des conférences JRANF 2021
Résumés des conférences JRANF 2021
able des matières Résumés. 140 Agenda Formation en Radioprotection JRANF 2021 Ouagadougou. 140 RPF 1 Rappel des unités de doses. 140 RPF 2 Risques déterministes et stochastique...
Avant-propos
Avant-propos
L’Agriculture Biologique (AB) se présente comme un mode de production agricole spécifique basé sur le respect d’un certain nombre de principes et de pratiques visant à réduire au m...
Avant-propos
Avant-propos
L’alimentation des ruminants : un problème d’actualitéDans la conduite et la réussite d’un système de production de Ruminants, l’alimentation du troupeau reste un domaine très impo...
Socioanthropologie
Socioanthropologie
Le contexte actuel tel que le dessinent les tendances lourdes de ce troisième millénaire convie à interpeller les outils des science sociales forgés précédemment. La compréhension ...
De la poésie à la peinture
De la poésie à la peinture
La poésie et la peinture étaient toujours deux différentes expressions de l’esprit et de l’âme de l’homme qui sont dédiées à présenter absolument chacune à sa façon ce qui était di...
Anthropologie et archéologie
Anthropologie et archéologie
Les parcours sinueux qu’ont suivis l’anthropologie et l’archéologie en Amérique du Nord depuis une cinquantaine d’années démontrent des intérêts convergents pour la connaissance et...

Back to Top