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Umweltbildung für den Islamischen Religionsunterricht : Handreichung für Lehrkräfte und Multiplikator_innen

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Die ökologische Krise gehört zu den drängendsten Herausforderungen unserer Zeit. Sie betrifft nicht nur die Stabilität der Ökosysteme und die Lebensgrundlage von Millionen Menschen und Tieren. Sie fordert uns auch dazu auf, unser Verhältnis zur Schöpfung und zur Umwelt grundlegend zu überdenken. In diesem Kontext stellt sich die Frage hinsichtlich der Rolle von Religion als Quelle für die Thematisierung solch existenzieller Aspekte. Die vorliegende Ausgabe der AIWG WiFo paper befasst sich mit der islamischen Religion als Grundlage für die Reflexion umweltethischer Fragen und für eine Motivation für nachhaltiges Handeln. Sie basiert auf der Arbeit der AIWG Projektwerkstatt „Umweltbildung für den Islamischen Religionsunterricht“, die von der Autorin dieser Handreichung, Professorin Asmaa El Maaroufi, gemeinsam mit Tanju Doğanay geleitet wurde. Die Projektwerkstatt hatte zum Ziel, Materialien zur Vermittlung von Umweltschutzthemen zu entwickeln, die in der universitären Fortbildung von Lehrkräften für den Islamischen Religionsunterricht eingesetzt werden können. Hierzu wurden islamisch-theologische Grundlagen zu Umweltschutz sowie weitere Fragestellungen bearbeitet, die die Basis für diese Handreichung bilden. Die Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft freut sich, mit dieser Ausgabe der Autorinnen einen Beitrag zu ökologischer Nachhaltigkeit und Umweltethik aus islamisch-theologischer Perspektive vorzulegen. Die Handreichung bietet eine fundierte Zusammenstellung aus Basiswissen und Materialien, die sowohl für die wissenschaftliche Forschung als auch für die praktische Anwendung wegweisend ist. Die Bedeutung dieser Thematik ist vielfältig. Zum einen erweitert sie das Spektrum der fachdisziplinären Arbeit Islamischer Theologie, indem sie Umweltfragen mit Prinzipien wie Verantwortung, Gerechtigkeit und der Einheit der Schöpfung miteinander verknüpft, bearbeitet und vertieft. Diese und weitere Begriffe bieten nicht nur eine theologische Grundlage für umweltethisches Handeln von Muslim_innen und damit für ihr Engagement zur Wahrung des Gleichgewichts unseres ökologischen Systems gemeinsam mit anderen gesellschaftlichen Akteur_innen. Eine solche fachliche Annäherung eröffnet zum anderen weitere Perspektiven für die interreligiöse Zusammenarbeit und den Austausch. Denn die Bewahrung der Schöpfung ist ein Anliegen, das Christ_innen, Muslim_innen und andere Glaubensgemeinschaften gleichermaßen verbindet. In den vergangenen Jahren ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Umweltethik in der Islamischen Theologie zunehmend erfolgt, doch trotz vielversprechender Ansätze muslimischer Denker_innen, die in verschiedene Arbeiten einfließen, steht eine umfassende und nachhaltige Verankerung islamischer Umweltethik in der deutschsprachigen Islamischen Theologie bislang noch aus. Diese Handreichung schließt daher eine wichtige Lücke, indem sie eine fundierte islamisch-theologische Perspektive auf Umweltethik vorstellt und gleichzeitig ihre Anwendbarkeit im schulischen und gemeinschaftlichen Kontext aufzeigt. Sie zeigt, dass auf Basis koranischer und prophetischer Lehren islamische Umweltethik nicht nur als theoretisches Konzept, sondern auch als lebendige Praxis über verschiedene Ansätze und Projekte vermittelt werden kann und ist daher auch für die islamische Religionspädagogik an Schulen und in der Gemeindepädagogik relevant. Für letztere bieten die Materialien und Unterrichtsentwürfe eine wesentliche Grundlage. Sie gehen aus der Verbindung wissenschaftlicher Expertise und praktischer Erfahrung von Theolog_innen, Pädagog_innen und muslimischen Umweltaktivist_innen hervor und eignen sich für verschiedene Altersgruppen. Sie enthalten konkrete Anleitungen wie Artenschutz, Plastikvermeidung oder nachhaltiger Konsum in den Unterricht integriert werden können. Dabei ermöglichen sie es Lehrkräften, (muslimische) Schüler_innen nicht nur für die ökologischen Herausforderungen zu sensibilisieren, sondern sie auch in ihrem religiösen Selbstverständnis zu stärken und zu motivieren, aktiv Verantwortung zu übernehmen. Damit bietet die Handreichung mannigfaltige Anregungen zur Reflexion, zum Verstehen, zum Dialog und vor allem zum Handeln.
Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft (AIWG), Goethe-Universität Frankfurt am Main
Title: Umweltbildung für den Islamischen Religionsunterricht : Handreichung für Lehrkräfte und Multiplikator_innen
Description:
Die ökologische Krise gehört zu den drängendsten Herausforderungen unserer Zeit.
Sie betrifft nicht nur die Stabilität der Ökosysteme und die Lebensgrundlage von Millionen Menschen und Tieren.
Sie fordert uns auch dazu auf, unser Verhältnis zur Schöpfung und zur Umwelt grundlegend zu überdenken.
In diesem Kontext stellt sich die Frage hinsichtlich der Rolle von Religion als Quelle für die Thematisierung solch existenzieller Aspekte.
Die vorliegende Ausgabe der AIWG WiFo paper befasst sich mit der islamischen Religion als Grundlage für die Reflexion umweltethischer Fragen und für eine Motivation für nachhaltiges Handeln.
Sie basiert auf der Arbeit der AIWG Projektwerkstatt „Umweltbildung für den Islamischen Religionsunterricht“, die von der Autorin dieser Handreichung, Professorin Asmaa El Maaroufi, gemeinsam mit Tanju Doğanay geleitet wurde.
Die Projektwerkstatt hatte zum Ziel, Materialien zur Vermittlung von Umweltschutzthemen zu entwickeln, die in der universitären Fortbildung von Lehrkräften für den Islamischen Religionsunterricht eingesetzt werden können.
Hierzu wurden islamisch-theologische Grundlagen zu Umweltschutz sowie weitere Fragestellungen bearbeitet, die die Basis für diese Handreichung bilden.
Die Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft freut sich, mit dieser Ausgabe der Autorinnen einen Beitrag zu ökologischer Nachhaltigkeit und Umweltethik aus islamisch-theologischer Perspektive vorzulegen.
Die Handreichung bietet eine fundierte Zusammenstellung aus Basiswissen und Materialien, die sowohl für die wissenschaftliche Forschung als auch für die praktische Anwendung wegweisend ist.
Die Bedeutung dieser Thematik ist vielfältig.
Zum einen erweitert sie das Spektrum der fachdisziplinären Arbeit Islamischer Theologie, indem sie Umweltfragen mit Prinzipien wie Verantwortung, Gerechtigkeit und der Einheit der Schöpfung miteinander verknüpft, bearbeitet und vertieft.
Diese und weitere Begriffe bieten nicht nur eine theologische Grundlage für umweltethisches Handeln von Muslim_innen und damit für ihr Engagement zur Wahrung des Gleichgewichts unseres ökologischen Systems gemeinsam mit anderen gesellschaftlichen Akteur_innen.
Eine solche fachliche Annäherung eröffnet zum anderen weitere Perspektiven für die interreligiöse Zusammenarbeit und den Austausch.
Denn die Bewahrung der Schöpfung ist ein Anliegen, das Christ_innen, Muslim_innen und andere Glaubensgemeinschaften gleichermaßen verbindet.
In den vergangenen Jahren ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Umweltethik in der Islamischen Theologie zunehmend erfolgt, doch trotz vielversprechender Ansätze muslimischer Denker_innen, die in verschiedene Arbeiten einfließen, steht eine umfassende und nachhaltige Verankerung islamischer Umweltethik in der deutschsprachigen Islamischen Theologie bislang noch aus.
Diese Handreichung schließt daher eine wichtige Lücke, indem sie eine fundierte islamisch-theologische Perspektive auf Umweltethik vorstellt und gleichzeitig ihre Anwendbarkeit im schulischen und gemeinschaftlichen Kontext aufzeigt.
Sie zeigt, dass auf Basis koranischer und prophetischer Lehren islamische Umweltethik nicht nur als theoretisches Konzept, sondern auch als lebendige Praxis über verschiedene Ansätze und Projekte vermittelt werden kann und ist daher auch für die islamische Religionspädagogik an Schulen und in der Gemeindepädagogik relevant.
Für letztere bieten die Materialien und Unterrichtsentwürfe eine wesentliche Grundlage.
Sie gehen aus der Verbindung wissenschaftlicher Expertise und praktischer Erfahrung von Theolog_innen, Pädagog_innen und muslimischen Umweltaktivist_innen hervor und eignen sich für verschiedene Altersgruppen.
Sie enthalten konkrete Anleitungen wie Artenschutz, Plastikvermeidung oder nachhaltiger Konsum in den Unterricht integriert werden können.
Dabei ermöglichen sie es Lehrkräften, (muslimische) Schüler_innen nicht nur für die ökologischen Herausforderungen zu sensibilisieren, sondern sie auch in ihrem religiösen Selbstverständnis zu stärken und zu motivieren, aktiv Verantwortung zu übernehmen.
Damit bietet die Handreichung mannigfaltige Anregungen zur Reflexion, zum Verstehen, zum Dialog und vor allem zum Handeln.

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