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Depressive Störungen im Kindes- und Jugendalter
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Fragestellung: Die vorliegende Auswertung untersucht Prävalenz sowie medikamentöse Behandlung von stationär in den Kliniken der KinderAGATE behandelten Patienten mit einer depressiven Störung im Kindes- und Jugendalter 2010. Weiterhin werden Alters- und Geschlechterverteilung der Patienten diskutiert. Methodik: Seit Februar 2009 werden in den Kliniken der «KinderAGATE» an zwei «Stichtagen» pro Jahr von jedem Patienten folgende Daten erfasst: Alter, Geschlecht, Hauptdiagnose, verordnete Handelspräparate sowie Dosierung. Die so gewonnenen Daten bieten eine herausragende epidemiologische Grundlage für die Beobachtung des Verordnungsverhalten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Ergebnisse: 8.4 % aller einbezogenen Patienten wurden 2010 im Kindes- und Jugendalter aufgrund einer depressiven Episode in den Kliniken der KinderAGATE stationär behandelt. Verglichen mit der Erwachsenenpsychiatrie (25.8 % Pat) ist dies ein deutlich geringerer Anteil. In unserer Stichprobe wurden männliche Patienten mit depressiven Störungen (58 % DPat, Durchschnittsalter 13.8 Jahre) häufiger und frühzeitiger als Patientinnen (42 % DPat, Durchschnittsalter 15.3 Jahre) behandelt. Fluoxetin und Mirtazapin wurden am häufigsten verordnet. Ebenfalls zum Einsatz kamen Sertralin, Citalopram und Escitalopram. Schlussfolgerung: Im Kindes- und Jugendalter wird im Vergleich zur Erwachsenenpsychiatrie nach wie vor zurückhaltend medikamentös therapiert. Ein Verzicht auf den «off-label-use» scheint derzeit schwierig. Die zahlreichen Verordnungen des derzeit für diese Indikation einzig zugelassenen SSRI Fluoxetin werfen die Frage nach möglichen offlabel Alternativen auf.
Title: Depressive Störungen im Kindes- und Jugendalter
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Fragestellung: Die vorliegende Auswertung untersucht Prävalenz sowie medikamentöse Behandlung von stationär in den Kliniken der KinderAGATE behandelten Patienten mit einer depressiven Störung im Kindes- und Jugendalter 2010.
Weiterhin werden Alters- und Geschlechterverteilung der Patienten diskutiert.
Methodik: Seit Februar 2009 werden in den Kliniken der «KinderAGATE» an zwei «Stichtagen» pro Jahr von jedem Patienten folgende Daten erfasst: Alter, Geschlecht, Hauptdiagnose, verordnete Handelspräparate sowie Dosierung.
Die so gewonnenen Daten bieten eine herausragende epidemiologische Grundlage für die Beobachtung des Verordnungsverhalten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Ergebnisse: 8.
4 % aller einbezogenen Patienten wurden 2010 im Kindes- und Jugendalter aufgrund einer depressiven Episode in den Kliniken der KinderAGATE stationär behandelt.
Verglichen mit der Erwachsenenpsychiatrie (25.
8 % Pat) ist dies ein deutlich geringerer Anteil.
In unserer Stichprobe wurden männliche Patienten mit depressiven Störungen (58 % DPat, Durchschnittsalter 13.
8 Jahre) häufiger und frühzeitiger als Patientinnen (42 % DPat, Durchschnittsalter 15.
3 Jahre) behandelt.
Fluoxetin und Mirtazapin wurden am häufigsten verordnet.
Ebenfalls zum Einsatz kamen Sertralin, Citalopram und Escitalopram.
Schlussfolgerung: Im Kindes- und Jugendalter wird im Vergleich zur Erwachsenenpsychiatrie nach wie vor zurückhaltend medikamentös therapiert.
Ein Verzicht auf den «off-label-use» scheint derzeit schwierig.
Die zahlreichen Verordnungen des derzeit für diese Indikation einzig zugelassenen SSRI Fluoxetin werfen die Frage nach möglichen offlabel Alternativen auf.
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