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Schmerzmanagement bei Patienten mit kognitiven Beeinträchtigungen: ein Forschungsanwendungsprojekt
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Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen sind aufgrund ihrer Erkrankung und der damit verbundenen eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeit eine vulnerable Patientengruppe. Sie sind besonders gefährdet, dass ihre Schmerzen nicht erkannt und somit häufig nicht adäquat behandelt werden. Ein inadäquates Schmerzmanagement hat Auswirkung auf die physische und psychische Verfassung sowie die Lebensqualität der Betroffenen. Ziel dieses Forschungsanwendungsprojektes war, dass Patienten mit kognitiver Beeinträchtigung auf der Bettenstation der Unfallchirurgie ein angemessenes systematisches Schmerzmanagement erhalten, welches auf die kognitive Beeinträchtigung abgestimmt ist. Nach einer Literaturreview wurden ein Qualitätsstandard und ein Algorithmus entwickelt und mit dem Fremdeinschätzungsinstrument «Beurteilung von Schmerzen bei Demenz» (BESD) auf einer unfallchirurgischen Station eines öffentlichen Zentrumsspitals eingeführt. Die Evaluation erfolgte mittels Pflegedokumentationsanalyse und Befragung der Pflegefachpersonen. Zehn Patienten konnten in das Projekt eingeschlossen werden. Die ersten Resultate zeigten, dass die Schmerzen bei den Patienten individuell nach Beeinträchtigung in jeder Arbeitsschicht eingestuft wurden und die Schmerzbehandlung medikamentös und nichtmedikamentös erfolgte. Pflegefachpersonen zeigten eine erhöhte Aufmerksamkeit für die Schmerzerfassung und erlangten Sicherheit mit einem strukturierten Assessment bei Patienten mit schwerer kognitiver Beeinträchtigung. Wir empfehlen daher, den Qualitätsstandard und das Einschätzungsinstrument BESD bei Patienten mit kognitiver Beeinträchtigung anzuwenden.
Title: Schmerzmanagement bei Patienten mit kognitiven Beeinträchtigungen: ein Forschungsanwendungsprojekt
Description:
Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen sind aufgrund ihrer Erkrankung und der damit verbundenen eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeit eine vulnerable Patientengruppe.
Sie sind besonders gefährdet, dass ihre Schmerzen nicht erkannt und somit häufig nicht adäquat behandelt werden.
Ein inadäquates Schmerzmanagement hat Auswirkung auf die physische und psychische Verfassung sowie die Lebensqualität der Betroffenen.
Ziel dieses Forschungsanwendungsprojektes war, dass Patienten mit kognitiver Beeinträchtigung auf der Bettenstation der Unfallchirurgie ein angemessenes systematisches Schmerzmanagement erhalten, welches auf die kognitive Beeinträchtigung abgestimmt ist.
Nach einer Literaturreview wurden ein Qualitätsstandard und ein Algorithmus entwickelt und mit dem Fremdeinschätzungsinstrument «Beurteilung von Schmerzen bei Demenz» (BESD) auf einer unfallchirurgischen Station eines öffentlichen Zentrumsspitals eingeführt.
Die Evaluation erfolgte mittels Pflegedokumentationsanalyse und Befragung der Pflegefachpersonen.
Zehn Patienten konnten in das Projekt eingeschlossen werden.
Die ersten Resultate zeigten, dass die Schmerzen bei den Patienten individuell nach Beeinträchtigung in jeder Arbeitsschicht eingestuft wurden und die Schmerzbehandlung medikamentös und nichtmedikamentös erfolgte.
Pflegefachpersonen zeigten eine erhöhte Aufmerksamkeit für die Schmerzerfassung und erlangten Sicherheit mit einem strukturierten Assessment bei Patienten mit schwerer kognitiver Beeinträchtigung.
Wir empfehlen daher, den Qualitätsstandard und das Einschätzungsinstrument BESD bei Patienten mit kognitiver Beeinträchtigung anzuwenden.
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