Search engine for discovering works of Art, research articles, and books related to Art and Culture
ShareThis
Javascript must be enabled to continue!

Frühfunktionelles Management bei Hyperextensionstraumata des proximalen Interphalangealgelenkes mit Läsion der palmaren Platte: Extensionsblock versus Achterschlaufe

View through CrossRef
Zusammenfassung Hintergrund Hyperextensionstraumata des proximalen Interphalangealgelenkes (PIP) sind ein häufiger Vorstellungsgrund in der handchirurgischen Ambulanz. An unserem Zentrum wurden vor 2011 alle luxationsstabilen Läsionen mittels ergotherapeutisch angepasster Extensionsblockschienen in 10 ° Flexion nachbehandelt (Gruppe A). Seit 2011 wurden stabile Läsionen ohne signifikanten ossären Ausriss (definiert als < 30 % betroffener Gelenksfläche) mittels Achterschlaufe/Buddy Taping an den Nachbarfinger versorgt (Gruppe B). Ziel dieser Arbeit war es, die Behandlungsresultate zu vergleichen. Patienten und Methoden In diese retrospektive Analyse wurden 44 Patienten eingeschlossen, die im Zeitraum 2009–2012 in unserer handchirurgischen Ambulanz wegen luxationsstabiler Läsionen der palmaren Platte (Eaton und Littler Typ I und II) behandelt wurden. In Gruppe A wurden 23 Patienten eingeschlossen, in Gruppe B 21. Beide Therapiegruppen erhielten dorsale Nachtlagerungsschienen in 10 ° Flexion. Ergebnisse Bezüglich der Behandlungsdauer (p = 0,981), der Anzahl an Behandlungssitzungen (p = 0,271), der total active motion (TAM) im PIP nach der Behandlung (p = 0,693), dem Extensionsdefizit im PIP nach der Behandlung (p = 0,404), der Dauer bis zur Ergotherapie (p = 0,285) oder dem Schweregrad der Verletzung nach Eaton und Littler (p = 0,241) bestand kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen. In der Extensionsblock-Gruppe zeigten 10 (44 %) von 23 Patienten nach einer medianen Behandlungsdauer von 9 (4–10) Wochen ein sehr gutes, 11 (48 %) ein gutes, 2 (8 %) Patienten ein schlechtes Ergebnis mit 90 ° (85–100) TAM im PIP und keinem Extensionsdefizit. Es wurden im Median 4 (3–6) Behandlungssitzungen durchgeführt. Von 21 Patienten, die mit Achterschlaufe/Buddy Taping behandelt wurden, erzielten nach 6 (4–13) Wochen 14 Patienten (66 %) ein sehr gutes, 6 (29 %) ein gutes, 1 (5 %) Patient ein schlechtes Ergebnis mit 95 ° (82,5–100 °) TAM und keinem Extensionsdefizit. Die Art der Therapie zeigte keinen signifikanten Einfluss auf das Ergebnis nach Benke und Stableforth (χ2 = 2,385, df = 3, p = 0,304). Die mediane Anzahl an Behandlungen in Gruppe B betrug 4 (3–5). Kein Patient entwickelte eine palmare Instabilität. Schlussfolgerung Keine Therapieoption zeigte sich statistisch der anderen überlegen. In der Praxis erwies sich Achterschlaufe/Buddy Taping als schneller durchführbar, einfacher und günstiger in der ergotherapeutischen Anpassung und bietet subjektiv mehr Tragekomfort.
Title: Frühfunktionelles Management bei Hyperextensionstraumata des proximalen Interphalangealgelenkes mit Läsion der palmaren Platte: Extensionsblock versus Achterschlaufe
Description:
Zusammenfassung Hintergrund Hyperextensionstraumata des proximalen Interphalangealgelenkes (PIP) sind ein häufiger Vorstellungsgrund in der handchirurgischen Ambulanz.
An unserem Zentrum wurden vor 2011 alle luxationsstabilen Läsionen mittels ergotherapeutisch angepasster Extensionsblockschienen in 10 ° Flexion nachbehandelt (Gruppe A).
Seit 2011 wurden stabile Läsionen ohne signifikanten ossären Ausriss (definiert als < 30 % betroffener Gelenksfläche) mittels Achterschlaufe/Buddy Taping an den Nachbarfinger versorgt (Gruppe B).
Ziel dieser Arbeit war es, die Behandlungsresultate zu vergleichen.
Patienten und Methoden In diese retrospektive Analyse wurden 44 Patienten eingeschlossen, die im Zeitraum 2009–2012 in unserer handchirurgischen Ambulanz wegen luxationsstabiler Läsionen der palmaren Platte (Eaton und Littler Typ I und II) behandelt wurden.
In Gruppe A wurden 23 Patienten eingeschlossen, in Gruppe B 21.
Beide Therapiegruppen erhielten dorsale Nachtlagerungsschienen in 10 ° Flexion.
Ergebnisse Bezüglich der Behandlungsdauer (p = 0,981), der Anzahl an Behandlungssitzungen (p = 0,271), der total active motion (TAM) im PIP nach der Behandlung (p = 0,693), dem Extensionsdefizit im PIP nach der Behandlung (p = 0,404), der Dauer bis zur Ergotherapie (p = 0,285) oder dem Schweregrad der Verletzung nach Eaton und Littler (p = 0,241) bestand kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen.
In der Extensionsblock-Gruppe zeigten 10 (44 %) von 23 Patienten nach einer medianen Behandlungsdauer von 9 (4–10) Wochen ein sehr gutes, 11 (48 %) ein gutes, 2 (8 %) Patienten ein schlechtes Ergebnis mit 90 ° (85–100) TAM im PIP und keinem Extensionsdefizit.
Es wurden im Median 4 (3–6) Behandlungssitzungen durchgeführt.
Von 21 Patienten, die mit Achterschlaufe/Buddy Taping behandelt wurden, erzielten nach 6 (4–13) Wochen 14 Patienten (66 %) ein sehr gutes, 6 (29 %) ein gutes, 1 (5 %) Patient ein schlechtes Ergebnis mit 95 ° (82,5–100 °) TAM und keinem Extensionsdefizit.
Die Art der Therapie zeigte keinen signifikanten Einfluss auf das Ergebnis nach Benke und Stableforth (χ2 = 2,385, df = 3, p = 0,304).
Die mediane Anzahl an Behandlungen in Gruppe B betrug 4 (3–5).
Kein Patient entwickelte eine palmare Instabilität.
Schlussfolgerung Keine Therapieoption zeigte sich statistisch der anderen überlegen.
In der Praxis erwies sich Achterschlaufe/Buddy Taping als schneller durchführbar, einfacher und günstiger in der ergotherapeutischen Anpassung und bietet subjektiv mehr Tragekomfort.

Related Results

E-Learning
E-Learning
E-Learning ist heute aus keinem pädagogischen Lehrraum mehr wegzudenken. In allen Bereichen von Schule über die berufliche bis zur universitären Ausbildung und besonders im Bereich...
REGULAR ARTICLES
REGULAR ARTICLES
L. Cowen and C. J. Schwarz       657Les Radio‐tags, en raison de leur détectabilitéélevée, ...
Photolabile Schutzgruppen und ihre Anwendung zur wellenlängenselektiven Aktivierung und Deaktivierung eines Antibiotikums
Photolabile Schutzgruppen und ihre Anwendung zur wellenlängenselektiven Aktivierung und Deaktivierung eines Antibiotikums
Die Verwendung von photolabilen Schutzgruppen zur nicht-invasiven Kontrolle von Systemen birgt ein großes Potential für verschiedenste Anwendungsgebiete, die von der Erforschung un...
28. Anton Mühldorf: Einige Betrachtungen zur Membranmorphologie der Blaualgen
28. Anton Mühldorf: Einige Betrachtungen zur Membranmorphologie der Blaualgen
Zusammenfassung . Entgegen der verbreiteten Annahme, daß die Bildung und Entwicklung der Querwand bei der Zellteilung der Cyanophyceenzellen durch Einfaltung und Einwachsen der Län...
Résumés des conférences JRANF 2021
Résumés des conférences JRANF 2021
able des matières Résumés. 140 Agenda Formation en Radioprotection JRANF 2021 Ouagadougou. 140 RPF 1 Rappel des unités de doses. 140 RPF 2 Risques déterministes et stochastique...
Avant-propos
Avant-propos
L’Agriculture Biologique (AB) se présente comme un mode de production agricole spécifique basé sur le respect d’un certain nombre de principes et de pratiques visant à réduire au m...
Socioanthropologie
Socioanthropologie
Le contexte actuel tel que le dessinent les tendances lourdes de ce troisième millénaire convie à interpeller les outils des science sociales forgés précédemment. La compréhension ...

Back to Top