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Validierung eines Vorhersagemodells hinsichtlich des organüberschreitenden Stadiums von >= pT3 bei cT1 klarzelligen Nierenzellkarzinomen
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In der vorliegenden Arbeit nahmen wir erstmals eine externe Validierung des Risikokalkulationsmodells von Nocera et al. zur Vorhersage eines >= pT3 ccRCC bei Patienten mit cT1 Nierentumoren vor. Dazu wurde eine Studienkohorte aus 288 Patienten nach operativer Therapie bei cT1N0M0 ccRCC am Universitätsklinikum in Frankfurt am Main, Deutschland, untersucht. Die zu erhebenden Parameter stellten das Alter zum Zeitpunkt der Diagnose, die Tumorgröße in cm, die Randlokalisation des Tumors (medial oder lateral), die exophytische Wachstumsrate (< 50 % oder >= 50 % oder total endophytisch) und die polare Beteiligung dar.
Es konnte gezeigt werden, dass in unserer externen Validierung eine Vorhersagegenauigkeit von 76,6 % für das Vorliegen eines >= pT3 Tumorstadiums bei cT1N0M0 ccRCC erreicht wurde. Dieser Wert bestätigt die vorangegangene Publikation von Nocera et al. bei der in einer Studienpopulation von 236 Patienten mit einer Genauigkeit von 81 % bei 14 Patienten ein höheres Tumorstadium vorhergesagt wurde. Somit konnte das ursprüngliche Nomogramm von Nocera et al. für die klinische Anwendung validiert werden.
Ungeachtet der Limitationen, die im Wesentlichen denen der initialen Publikation entsprechen, konnte die Relevanz des Risikokalkulationsmodells für die Vorhersage für ein >= pT3 Tumorstadium in klinischen Beispielen dargelegt werden. So lässt sich der Risikokalkulator im klinischen Alltag einfach anwenden und ist je nach Nutzer individualisierbar. Zudem lässt sich durch das Modell die klinische Dringlichkeit einer Behandlung besser einschätzen als nur anhand des Tumordurchmessers. Das Modell erlaubt das individuelle Risiko eines höheren und lebensbedrohlicheren Tumorstadiums zu ermitteln und die Behandlung gegebenenfalls zu priorisieren. Ferner lässt sich durch dieses Modell das Aufklärungsgespräch zwischen Arzt und Krebspatient verbessern. Durch eine höhere Transparenz kann der Patient mit einem hohen Risiko für ein >= pT3 Tumor schon vor der chirurgischen Intervention auf eine mögliche adjuvante Therapie sensibilisiert werden. Dies ermöglicht es bereits beim Patientengespräch eine solide Vertrauensbasis zu schaffen, indem der Arzt von vornherein das individuelle Risiko des Patienten einschätzen kann und diesem die Gelegenheit gibt, besser mit seiner Erkrankung zu leben und sich mit möglichen Konsequenzen auseinanderzusetzen.
Title: Validierung eines Vorhersagemodells hinsichtlich des organüberschreitenden Stadiums von >= pT3 bei cT1 klarzelligen Nierenzellkarzinomen
Description:
In der vorliegenden Arbeit nahmen wir erstmals eine externe Validierung des Risikokalkulationsmodells von Nocera et al.
zur Vorhersage eines >= pT3 ccRCC bei Patienten mit cT1 Nierentumoren vor.
Dazu wurde eine Studienkohorte aus 288 Patienten nach operativer Therapie bei cT1N0M0 ccRCC am Universitätsklinikum in Frankfurt am Main, Deutschland, untersucht.
Die zu erhebenden Parameter stellten das Alter zum Zeitpunkt der Diagnose, die Tumorgröße in cm, die Randlokalisation des Tumors (medial oder lateral), die exophytische Wachstumsrate (< 50 % oder >= 50 % oder total endophytisch) und die polare Beteiligung dar.
Es konnte gezeigt werden, dass in unserer externen Validierung eine Vorhersagegenauigkeit von 76,6 % für das Vorliegen eines >= pT3 Tumorstadiums bei cT1N0M0 ccRCC erreicht wurde.
Dieser Wert bestätigt die vorangegangene Publikation von Nocera et al.
bei der in einer Studienpopulation von 236 Patienten mit einer Genauigkeit von 81 % bei 14 Patienten ein höheres Tumorstadium vorhergesagt wurde.
Somit konnte das ursprüngliche Nomogramm von Nocera et al.
für die klinische Anwendung validiert werden.
Ungeachtet der Limitationen, die im Wesentlichen denen der initialen Publikation entsprechen, konnte die Relevanz des Risikokalkulationsmodells für die Vorhersage für ein >= pT3 Tumorstadium in klinischen Beispielen dargelegt werden.
So lässt sich der Risikokalkulator im klinischen Alltag einfach anwenden und ist je nach Nutzer individualisierbar.
Zudem lässt sich durch das Modell die klinische Dringlichkeit einer Behandlung besser einschätzen als nur anhand des Tumordurchmessers.
Das Modell erlaubt das individuelle Risiko eines höheren und lebensbedrohlicheren Tumorstadiums zu ermitteln und die Behandlung gegebenenfalls zu priorisieren.
Ferner lässt sich durch dieses Modell das Aufklärungsgespräch zwischen Arzt und Krebspatient verbessern.
Durch eine höhere Transparenz kann der Patient mit einem hohen Risiko für ein >= pT3 Tumor schon vor der chirurgischen Intervention auf eine mögliche adjuvante Therapie sensibilisiert werden.
Dies ermöglicht es bereits beim Patientengespräch eine solide Vertrauensbasis zu schaffen, indem der Arzt von vornherein das individuelle Risiko des Patienten einschätzen kann und diesem die Gelegenheit gibt, besser mit seiner Erkrankung zu leben und sich mit möglichen Konsequenzen auseinanderzusetzen.
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