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Management in wesentlichen Konfliktfeldern um den Fischotter – Übersicht zum aktuellen Wissensstand
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ZusammenfassungNach dem drohenden Aussterben des Fischotters in Mitteleuropa erholen sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts die Bestände dieser Tierart. Aus der Rückbesiedlung in ehemalige Verbreitungsgebiete, in denen sich mittlerweile Wirtschaftsformen und Praktiken des Fischmanagements ohne die Präsenz des Topprädators Fischotter entwickelt haben, resultieren vor allem in der Fischerei Konflikte verschiedener Interessensgruppen. Der Wissensstand im aktuellen Management dieser Konflikte wird umrissen, angewandte Methoden und Einzelmaßnahmen in ihrer Wirksamkeit beschrieben und diskutiert sowie Ergebnisse einer aktuellen Umfrage in Deutschland hinzugezogen. Es bestehen deutschlandweit wesentliche Wissenslücken zu grundlegenden Populationsdaten zum Fischotter, zu sozioökonomischen Hintergründen bestehender Konflikte und zur Kausalität auftretender Rückgänge von Fischbeständen und wirtschaftlichen Verlusten in fischereilichen Betrieben. Besonders schwierig zu lösen sind Konflikte in Teichwirtschaftsgebieten. Auftretende wirtschaftliche Verluste sind hier nicht alleine dem Fischotter als Verursacher zuzuschreiben, sondern müssen in der Gesamtheit aller fischfressenden Prädatoren betrachtet werden. In Teichwirtschaften sind nur begrenzt direkte Abwehrmaßnahmen gegen den Fischotter durch Zäunungen möglich. Die Entwicklung regional angepasster Managementpakete wird durch fehlende Daten erschwert. Einzelne Lösungsansätze vor allem aus Sachsen zeigen aber, dass auch hier Konfliktbeilegungen möglich sind. Weitere Konfliktfelder in der Gewässerbewirtschaftung, der Fallenjagd und bei Freizeitaktivitäten werden angesprochen.AbstractAfter the otter was threatened with extinction in Central Europe, its populations have recovered since the middle of the 20th century. The recolonization of former habitats, where economic systems and fish management systems have developed in the meantime without the presence of this apex predator, has led to conflicts with various stakeholders, especially fisheries. This paper outlines the state of knowledge in the current management of these conflicts. Applied methods and individual measures are described, discussed and evaluated, with reference to the results of a recent survey conducted in Germany. Nationwide, there are major knowledge gaps regarding basic data on the otter population, the socio-economic background of existing conflicts, and the causal chain between fish population declines and economic losses in the fishing industry. Conflicts are particularly difficult to resolve in pond-based fisheries, where not only otters but all piscivorous predators must be considered in their entirety. In pond farms, fencing is only a limited means of directly deterring otters. The development of regionally adapted management packages is hampered by a lack of data. However, individual approaches, especially from Saxony, show that conflict resolution is possible even in such cases. Further areas of conflict in water management, trapping and recreational activities are addressed.
Springer Berlin Heidelberg
Title: Management in wesentlichen Konfliktfeldern um den Fischotter – Übersicht zum aktuellen Wissensstand
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ZusammenfassungNach dem drohenden Aussterben des Fischotters in Mitteleuropa erholen sich seit Mitte des 20.
Jahrhunderts die Bestände dieser Tierart.
Aus der Rückbesiedlung in ehemalige Verbreitungsgebiete, in denen sich mittlerweile Wirtschaftsformen und Praktiken des Fischmanagements ohne die Präsenz des Topprädators Fischotter entwickelt haben, resultieren vor allem in der Fischerei Konflikte verschiedener Interessensgruppen.
Der Wissensstand im aktuellen Management dieser Konflikte wird umrissen, angewandte Methoden und Einzelmaßnahmen in ihrer Wirksamkeit beschrieben und diskutiert sowie Ergebnisse einer aktuellen Umfrage in Deutschland hinzugezogen.
Es bestehen deutschlandweit wesentliche Wissenslücken zu grundlegenden Populationsdaten zum Fischotter, zu sozioökonomischen Hintergründen bestehender Konflikte und zur Kausalität auftretender Rückgänge von Fischbeständen und wirtschaftlichen Verlusten in fischereilichen Betrieben.
Besonders schwierig zu lösen sind Konflikte in Teichwirtschaftsgebieten.
Auftretende wirtschaftliche Verluste sind hier nicht alleine dem Fischotter als Verursacher zuzuschreiben, sondern müssen in der Gesamtheit aller fischfressenden Prädatoren betrachtet werden.
In Teichwirtschaften sind nur begrenzt direkte Abwehrmaßnahmen gegen den Fischotter durch Zäunungen möglich.
Die Entwicklung regional angepasster Managementpakete wird durch fehlende Daten erschwert.
Einzelne Lösungsansätze vor allem aus Sachsen zeigen aber, dass auch hier Konfliktbeilegungen möglich sind.
Weitere Konfliktfelder in der Gewässerbewirtschaftung, der Fallenjagd und bei Freizeitaktivitäten werden angesprochen.
AbstractAfter the otter was threatened with extinction in Central Europe, its populations have recovered since the middle of the 20th century.
The recolonization of former habitats, where economic systems and fish management systems have developed in the meantime without the presence of this apex predator, has led to conflicts with various stakeholders, especially fisheries.
This paper outlines the state of knowledge in the current management of these conflicts.
Applied methods and individual measures are described, discussed and evaluated, with reference to the results of a recent survey conducted in Germany.
Nationwide, there are major knowledge gaps regarding basic data on the otter population, the socio-economic background of existing conflicts, and the causal chain between fish population declines and economic losses in the fishing industry.
Conflicts are particularly difficult to resolve in pond-based fisheries, where not only otters but all piscivorous predators must be considered in their entirety.
In pond farms, fencing is only a limited means of directly deterring otters.
The development of regionally adapted management packages is hampered by a lack of data.
However, individual approaches, especially from Saxony, show that conflict resolution is possible even in such cases.
Further areas of conflict in water management, trapping and recreational activities are addressed.
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