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Sprachvarietäten und ihre übersetzerische Wiedergabe als literarischer Ausdruck hybrider Identitäten. Am Beispiel des Romans "Król" von Szczepan Twardoch und seiner Übersetzung von Olaf Kühl

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Der Beitrag betrifft die Frage der sprachlichen Hybriditat und deren Ubersetzung am Beispiel des Romans Krol von Szczepan Twardoch und seiner deutschen Version, die von Olaf Kuhl verfasst wurde. Das Hauptthema ist die Rolle von sprachlichen Varietaten – Dialekten, Soziolekten, aber auch Stilen – als literarischer Ausdruck von Identitaten. Der Autor stellt fest, dass Twardoch bewusst eine Mischung aus Sprach(varietat)en einsetzt, wie Jiddisch oder dem Jargon der Warschauer Gangster, um die Dominanz des Polnischen als Standardsprache in Frage zu stellen und die kulturelle Heterogenitat des Warschau der Zwischenkriegszeit hervorzuheben. Sprachliche Subvarianten, besonders Jiddisch, symbolisieren die Marginalisierung und den sozialen Ausschluss bestimmter Gruppen, stellen aber gleichzeitig deren identitare Autonomie dar. Aus postkolonialer Perspektive zeigt Twardoch hybride Identitaten, die in Konflikt mit hegemonialen kulturellen und sprachlichen Strukturen geraten. Kuhl reproduziert diese sprachliche Heterogenitat in seiner Ubersetzung, indem er Elemente des Jiddischen, des Russischen sowie des Soziolekts der Warschauer Unterwelt bewahrt und so die polnisch-judische Multikulturalitat dem deutschen Leser naherbringt. Damit wird die Ubersetzung zu einem ‚dritten Raum‘, in dem verschiedene Sprachen und Identitaten miteinander verschmelzen. Kuhl gelingt es, sowohl die Authentizitat der Figuren als auch die kulturellen Spannungen, die fur die postkoloniale Interpretation des Textes relevant sind, auf kreative Weise herauszuarbeiten.
Title: Sprachvarietäten und ihre übersetzerische Wiedergabe als literarischer Ausdruck hybrider Identitäten. Am Beispiel des Romans "Król" von Szczepan Twardoch und seiner Übersetzung von Olaf Kühl
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Der Beitrag betrifft die Frage der sprachlichen Hybriditat und deren Ubersetzung am Beispiel des Romans Krol von Szczepan Twardoch und seiner deutschen Version, die von Olaf Kuhl verfasst wurde.
Das Hauptthema ist die Rolle von sprachlichen Varietaten – Dialekten, Soziolekten, aber auch Stilen – als literarischer Ausdruck von Identitaten.
Der Autor stellt fest, dass Twardoch bewusst eine Mischung aus Sprach(varietat)en einsetzt, wie Jiddisch oder dem Jargon der Warschauer Gangster, um die Dominanz des Polnischen als Standardsprache in Frage zu stellen und die kulturelle Heterogenitat des Warschau der Zwischenkriegszeit hervorzuheben.
Sprachliche Subvarianten, besonders Jiddisch, symbolisieren die Marginalisierung und den sozialen Ausschluss bestimmter Gruppen, stellen aber gleichzeitig deren identitare Autonomie dar.
Aus postkolonialer Perspektive zeigt Twardoch hybride Identitaten, die in Konflikt mit hegemonialen kulturellen und sprachlichen Strukturen geraten.
Kuhl reproduziert diese sprachliche Heterogenitat in seiner Ubersetzung, indem er Elemente des Jiddischen, des Russischen sowie des Soziolekts der Warschauer Unterwelt bewahrt und so die polnisch-judische Multikulturalitat dem deutschen Leser naherbringt.
Damit wird die Ubersetzung zu einem ‚dritten Raum‘, in dem verschiedene Sprachen und Identitaten miteinander verschmelzen.
Kuhl gelingt es, sowohl die Authentizitat der Figuren als auch die kulturellen Spannungen, die fur die postkoloniale Interpretation des Textes relevant sind, auf kreative Weise herauszuarbeiten.

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