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Welche Auswirkungen hat das Stadtklima auf die Hitzebelastung in Innenräumen? - Simulationsergebnisse mit Stadtklima- und Gebäudemodellen
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<p>Wie unterscheiden sich die mikroskaligen Klimabedingungen in Stadtvierteln in einer sommerlichen Hitzeperiode? Haben r&#228;umliche Unterschiede des Stadtklimas eine signifikante Auswirkung auf das Innenraumklima? Beeinflusst die Lage der Geb&#228;ude in den Stadtvierteln die thermische Behaglichkeit in den Innenr&#228;umen nachhaltig? Diese Fragen gewinnen f&#252;r kommunale Planungen, Wohnungsgenossenschaften oder Wohnungseigent&#252;mer im Zuge des Klimawandels an Bedeutung. Vor allem in Gro&#223;st&#228;dten und in verdichteten Stadtquartieren wird der Hitzestress f&#252;r die Bewohnerschaft durch h&#228;ufigere und intensivere Hitzeperioden zunehmen. Um die damit verbundene thermische Belastung in Innenr&#228;umen zu quantifizieren und wirksame Anpassungsma&#223;nahmen abzuleiten, wurde im Rahmen des BMBF-Projektes Heat Resilient City eine Modellkette angewendet. Dabei kamen sowohl das 3D-Stadtklimamodell ENVI-met, das Grenzschichtmodell HIRVAC in einer 1D-Variante als auch das thermische Geb&#228;udesimulationsmodell IDA ICE in einem Gr&#252;nderzeitquartier in Erfurt zum Einsatz. F&#252;r die thermischen Geb&#228;udesimulationen wurde ein repr&#228;sentatives Geb&#228;ude f&#252;r das betrachtete Stadtviertel ausgew&#228;hlt.</p>
<p>Die Simulationsergebnisse wiesen deutlich darauf hin, dass geeignete meteorologische Modelldaten als Eingabewerte f&#252;r Geb&#228;udesimulationen und belastbare Simulationsergebnisse entscheidend sind. Anforderungen an die Qualit&#228;t von Klimamodelldaten wurden mit der Modellkette aus Atmosph&#228;ren- und Geb&#228;udesimulationsmodellen untersucht. Dabei waren die tageszeitliche Variabilit&#228;t u. a. der Lufttemperatur und der Wertebereich meteorologischer Gr&#246;&#223;en, u. a. der Globalstrahlung, im Fokus der Sensitivit&#228;tsstudien mit den Modellen. Das Ziel der Untersuchungen bestand darin, niederschwellige Anpassungsma&#223;nahmen an Hitzeperioden f&#252;r Innenr&#228;ume abzuleiten. Es zeigte sich, dass realit&#228;tsnahe Tagesg&#228;nge und Maximalwerte von Lufttemperatur und Globalstrahlung zu einer moderaten thermischen Belastung in Innenr&#228;umen f&#252;hren. Passive K&#252;hlma&#223;nahmen, insbesondere Nachtk&#252;hlung durch Fenster&#246;ffnung und Querl&#252;ftung, wurden quantitativ bewertet und als passende Ma&#223;nahmen zur Verringerung der n&#228;chtlichen W&#228;rmbelastung der Bewohnerschaft empfohlen. Dabei spielten auch die Lage des Geb&#228;udes im Stadtgebiet und die Lage des Innenraums im Geb&#228;ude eine Rolle. In Abh&#228;ngigkeit von der Windrichtung ist die n&#228;chtliche L&#252;ftung mehr oder weniger effektiv wirksam. Au&#223;erdem beeinflusst die einfallende solare Strahlung (Exposition des Geb&#228;udes) die n&#228;chtliche thermische Belastung im Innenraum. Verschattungen im Au&#223;enraum bzw. au&#223;enliegender Sonnenschutz am Geb&#228;ude kann hier wirksam den Energieeintrag ins Geb&#228;ude verringern.</p>
Title: Welche Auswirkungen hat das Stadtklima auf die Hitzebelastung in Innenräumen? - Simulationsergebnisse mit Stadtklima- und Gebäudemodellen
Description:
<p>Wie unterscheiden sich die mikroskaligen Klimabedingungen in Stadtvierteln in einer sommerlichen Hitzeperiode? Haben r&#228;umliche Unterschiede des Stadtklimas eine signifikante Auswirkung auf das Innenraumklima? Beeinflusst die Lage der Geb&#228;ude in den Stadtvierteln die thermische Behaglichkeit in den Innenr&#228;umen nachhaltig? Diese Fragen gewinnen f&#252;r kommunale Planungen, Wohnungsgenossenschaften oder Wohnungseigent&#252;mer im Zuge des Klimawandels an Bedeutung.
Vor allem in Gro&#223;st&#228;dten und in verdichteten Stadtquartieren wird der Hitzestress f&#252;r die Bewohnerschaft durch h&#228;ufigere und intensivere Hitzeperioden zunehmen.
Um die damit verbundene thermische Belastung in Innenr&#228;umen zu quantifizieren und wirksame Anpassungsma&#223;nahmen abzuleiten, wurde im Rahmen des BMBF-Projektes Heat Resilient City eine Modellkette angewendet.
Dabei kamen sowohl das 3D-Stadtklimamodell ENVI-met, das Grenzschichtmodell HIRVAC in einer 1D-Variante als auch das thermische Geb&#228;udesimulationsmodell IDA ICE in einem Gr&#252;nderzeitquartier in Erfurt zum Einsatz.
F&#252;r die thermischen Geb&#228;udesimulationen wurde ein repr&#228;sentatives Geb&#228;ude f&#252;r das betrachtete Stadtviertel ausgew&#228;hlt.
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<p>Die Simulationsergebnisse wiesen deutlich darauf hin, dass geeignete meteorologische Modelldaten als Eingabewerte f&#252;r Geb&#228;udesimulationen und belastbare Simulationsergebnisse entscheidend sind.
Anforderungen an die Qualit&#228;t von Klimamodelldaten wurden mit der Modellkette aus Atmosph&#228;ren- und Geb&#228;udesimulationsmodellen untersucht.
Dabei waren die tageszeitliche Variabilit&#228;t u.
a.
der Lufttemperatur und der Wertebereich meteorologischer Gr&#246;&#223;en, u.
a.
der Globalstrahlung, im Fokus der Sensitivit&#228;tsstudien mit den Modellen.
Das Ziel der Untersuchungen bestand darin, niederschwellige Anpassungsma&#223;nahmen an Hitzeperioden f&#252;r Innenr&#228;ume abzuleiten.
Es zeigte sich, dass realit&#228;tsnahe Tagesg&#228;nge und Maximalwerte von Lufttemperatur und Globalstrahlung zu einer moderaten thermischen Belastung in Innenr&#228;umen f&#252;hren.
Passive K&#252;hlma&#223;nahmen, insbesondere Nachtk&#252;hlung durch Fenster&#246;ffnung und Querl&#252;ftung, wurden quantitativ bewertet und als passende Ma&#223;nahmen zur Verringerung der n&#228;chtlichen W&#228;rmbelastung der Bewohnerschaft empfohlen.
Dabei spielten auch die Lage des Geb&#228;udes im Stadtgebiet und die Lage des Innenraums im Geb&#228;ude eine Rolle.
In Abh&#228;ngigkeit von der Windrichtung ist die n&#228;chtliche L&#252;ftung mehr oder weniger effektiv wirksam.
Au&#223;erdem beeinflusst die einfallende solare Strahlung (Exposition des Geb&#228;udes) die n&#228;chtliche thermische Belastung im Innenraum.
Verschattungen im Au&#223;enraum bzw.
au&#223;enliegender Sonnenschutz am Geb&#228;ude kann hier wirksam den Energieeintrag ins Geb&#228;ude verringern.
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