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Verstehende Kooperation: Für eine Soziologie der Evolution im Anthropozän!

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Die Soziologie hat eine lange Tradition in der Diagnose von Gegenwartsgesellschaften, aber wenig theoretische und empirische Instrumente zur Analyse der langfristigen Entwicklung des menschlichen Zusammenlebens. Dies geht Hand in Hand mit einer gewissen Skepsis gegenüber der (lange Zeit von der Biologie dominierten) Evolutionstheorie und -forschung. Das Hauptargument dieses Artikels ist, dass besonders in der Ära des Anthropozän eine Soziologie der Evolution Kernbestandteil der Soziologie sein sollte. Angesichts des Ausmaßes der menschenbedingten Veränderungen auf dem Planeten sollte die Soziologie ihre zeitliche und inhaltliche Perspektive erweitern. In tiefengeschichtlicher Perspektive ist über das Verhältnis von Natur, Kultur und Technik sowie die Formen menschlichen Zusammenlebens zu reflektieren. Diese Argumente werden in drei Schritten vertieft. Erstens fragen wir, warum sich die Soziologie nicht mit der Koevolution anderer Lebewesen befasst, sondern sich fast ausschließlich auf die Entwicklung und den sozialen Wandel des Menschen in dem kurzen Zeitraum der letzten Jahrhunderte konzentriert. Zweitens argumentieren wir, dass die Soziologie in Bezug auf das Natur-Kultur-Verhältnis im Wesentlichen einer fragwürdigen wissenschaftlichen Arbeitsteilung gefolgt ist, wonach sich die Naturwissenschaften mit Naturphänomenen und die Soziologie mit soziokulturellen Phänomenen beschäftigen sollten. Schließlich gehen wir auf die Debatte über das Anthropozän ein und unterscheiden zwischen zwei Möglichkeiten, auf die damit verbundenen Herausforderungen zu reagieren, nämlich mit mehr Technik oder mit mehr Kultur.
Juventa Verlag ein Imprint der Julius Beltz GmbH & Co. KG
Title: Verstehende Kooperation: Für eine Soziologie der Evolution im Anthropozän!
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Die Soziologie hat eine lange Tradition in der Diagnose von Gegenwartsgesellschaften, aber wenig theoretische und empirische Instrumente zur Analyse der langfristigen Entwicklung des menschlichen Zusammenlebens.
Dies geht Hand in Hand mit einer gewissen Skepsis gegenüber der (lange Zeit von der Biologie dominierten) Evolutionstheorie und -forschung.
Das Hauptargument dieses Artikels ist, dass besonders in der Ära des Anthropozän eine Soziologie der Evolution Kernbestandteil der Soziologie sein sollte.
Angesichts des Ausmaßes der menschenbedingten Veränderungen auf dem Planeten sollte die Soziologie ihre zeitliche und inhaltliche Perspektive erweitern.
In tiefengeschichtlicher Perspektive ist über das Verhältnis von Natur, Kultur und Technik sowie die Formen menschlichen Zusammenlebens zu reflektieren.
Diese Argumente werden in drei Schritten vertieft.
Erstens fragen wir, warum sich die Soziologie nicht mit der Koevolution anderer Lebewesen befasst, sondern sich fast ausschließlich auf die Entwicklung und den sozialen Wandel des Menschen in dem kurzen Zeitraum der letzten Jahrhunderte konzentriert.
Zweitens argumentieren wir, dass die Soziologie in Bezug auf das Natur-Kultur-Verhältnis im Wesentlichen einer fragwürdigen wissenschaftlichen Arbeitsteilung gefolgt ist, wonach sich die Naturwissenschaften mit Naturphänomenen und die Soziologie mit soziokulturellen Phänomenen beschäftigen sollten.
Schließlich gehen wir auf die Debatte über das Anthropozän ein und unterscheiden zwischen zwei Möglichkeiten, auf die damit verbundenen Herausforderungen zu reagieren, nämlich mit mehr Technik oder mit mehr Kultur.

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