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Interview mit Jakob Licina
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merz: Warum nimmst du an den WebDays teil?
Licina: Mein Ziel ist es, Jugendlichen Politik näher zu bringen. Politik findet immer nur im Bundestag statt und Jugendilche beteiligen sich, indem die alle paar Tage in der Tagesschau nur einen 20 sekunden-Ausschnitt sehen. In der Schule wird es lang nicht gelehrt. Letztes Jahr habe ich auf den WebDays in den Action-LABs das Projekt you{th}can entwickelt und dieses Jahr wurde ich als Referent eingeladen. Das politische Interesse kam anfangs über ein Schulprojekt und generellhabe ich LeFloid geguckt, weil ich die Tagesschau und so nicht so sehr informativ fand.
merz: Wie beeinflusst dich Social Media?
Licina: Für mich ist es tatsächlich die einzige Informationsquelle, neben Online-Portalen oder der Online-Ausgabe der FAZ und anderen Printmedien, die herausgefunden haben, dass das Internet cool ist. Social Media beeinflusst mich. Das fängt bei Sachen an, wie die Nachricht, dass Donald Trump einen Atomkrieg beginnt, dabei war das nur ein Scherz eines Mitarbeiters. Bei Social Media habe ich gemerkt, dass es ganz wichtig ist, darüber nachzudenken, dass verschiedene Leute Verschiedenes wollen. Da muss man immer so ein bisschen gucken. Es geht alles unglaublich schnell. Facebook nutze ich nicht. Es ist gut für Business, aber die News dort interessieren mich nicht. Ich kann über Social Media tatsächlich besser Kontakte knüpfen. Andere Leute interessieren sich für Snapchat, Facebook und ich mache morgens lieber Twitter auf, weil es unglaublich schnell und interaktiv und auf 160 Zeichen beschränkt ist. Morgens schaue ich immer die Trends an, weil das für mich so viele Nachrichten zusammenfasst. Wenn irgendwas in der Welt passiert, erfahre ich es über Twitter zuerst. Ich habe aber jetzt auch eine Zeitung abonniert und lese Newsletter.
merz: Überschneiden sich deine Social Web-Kontakte mit deinen realen Freundschaften?
Licina Ich treffe Leute selten, weil es schwierig ist. Ich nutz eher Social Media und Instagram. Bei Leuten im Web, die die Freunde von Freunden sind, da fühl ich mich tatsächlich immer ganz unwohl, weil ich die Situationen nicht einschätzen kann. Da sind immer viele Verknüpfungen. Aber man kann über Social Media die gleichen Gefühle für Menschen oder für Dinge haben, die man hätte, wenn die Person neben einem sitzt. Man schreibt sich natürlich häufiger auf WhatsApp, als das man sich trifft. Ich kann aber bei jedem meiner Kontakte sagen, wo ich die oder den kennengelernt habe. Mit jedem Kontakt, habe ich schon einmal bewusst Kontakt aufgenommen und den meisten von denen habe ich auch schon einmal die Hand geschüttelt.
merz: Welche Möglichkeiten bietet dir das Schreiben auf deinem Technikblog?
Licina: Die Motivation dahinter meinen Blog zu betreiben, war anfangs erst nur die Frage wie ich regelmäßig an neueste Tech-Geräten komme. Heute mache ich das mit dem Bloggen eher für mich selbst, um meinen Schreibstil zu trainieren und weil ich dadurch viel herumkomme. Wir haben den Blog im letzten Jahr im Juni gestartet und haben uns überlegt, dass den meisten Leuten die ganzen fachthematischen Dinge nicht interessieren; und die Leute, die es interessiert, die lesen Fachportale. Also brauche ich das nicht machen. Ich brauche nicht die Pressemitteilung und die technischen Daten kopieren – das ist nicht meine Zielgruppe. Zu meiner Zielgruppe gehören erst einmal die Leute in meinem Umfeld, in meinem Freundeskreis, in meinen WhatsApp-Gruppen. Das sind mehr junge Leute. Mein Blog ist einer der wenigen Blogs in Deutschland, die das Ganze in Textform machen und begleitend mit Videos. Unser Testbericht ist immer auf ‚Papier'. Damit habe ich auch eine Zielgruppe 40 plus, die die ganzen Videos nicht sehen, sondern einen Bericht lesen möchte. Ich verknüpfe solche Tests mit einem Event wie den WebDays, sodass ich dann im Bericht schreiben kann, wo ich war und unter welchen Umständen getestet wurde. Es ist etwas Echtes und kein Labortest. In der Regel frage ich an oder ich werde auf Veranstaltungen angesprochen und meistens haben sie Interesse und schicken mir dann das Gerät zum Test. Es passiert tatsächlich viel über Twitter. Durch den Technikblog hat sich aber auch alles so ergeben. Ich bin mehr auf diesen Politikveranstaltungen. Ich bin mehr mit Leuten in Kontakt gekommen, natürlich auch mit anderen Bloggerinnen und Blogger wie auch Journalistinnen und Journalisten.
Title: Interview mit Jakob Licina
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merz: Warum nimmst du an den WebDays teil?
Licina: Mein Ziel ist es, Jugendlichen Politik näher zu bringen.
Politik findet immer nur im Bundestag statt und Jugendilche beteiligen sich, indem die alle paar Tage in der Tagesschau nur einen 20 sekunden-Ausschnitt sehen.
In der Schule wird es lang nicht gelehrt.
Letztes Jahr habe ich auf den WebDays in den Action-LABs das Projekt you{th}can entwickelt und dieses Jahr wurde ich als Referent eingeladen.
Das politische Interesse kam anfangs über ein Schulprojekt und generellhabe ich LeFloid geguckt, weil ich die Tagesschau und so nicht so sehr informativ fand.
merz: Wie beeinflusst dich Social Media?
Licina: Für mich ist es tatsächlich die einzige Informationsquelle, neben Online-Portalen oder der Online-Ausgabe der FAZ und anderen Printmedien, die herausgefunden haben, dass das Internet cool ist.
Social Media beeinflusst mich.
Das fängt bei Sachen an, wie die Nachricht, dass Donald Trump einen Atomkrieg beginnt, dabei war das nur ein Scherz eines Mitarbeiters.
Bei Social Media habe ich gemerkt, dass es ganz wichtig ist, darüber nachzudenken, dass verschiedene Leute Verschiedenes wollen.
Da muss man immer so ein bisschen gucken.
Es geht alles unglaublich schnell.
Facebook nutze ich nicht.
Es ist gut für Business, aber die News dort interessieren mich nicht.
Ich kann über Social Media tatsächlich besser Kontakte knüpfen.
Andere Leute interessieren sich für Snapchat, Facebook und ich mache morgens lieber Twitter auf, weil es unglaublich schnell und interaktiv und auf 160 Zeichen beschränkt ist.
Morgens schaue ich immer die Trends an, weil das für mich so viele Nachrichten zusammenfasst.
Wenn irgendwas in der Welt passiert, erfahre ich es über Twitter zuerst.
Ich habe aber jetzt auch eine Zeitung abonniert und lese Newsletter.
merz: Überschneiden sich deine Social Web-Kontakte mit deinen realen Freundschaften?
Licina Ich treffe Leute selten, weil es schwierig ist.
Ich nutz eher Social Media und Instagram.
Bei Leuten im Web, die die Freunde von Freunden sind, da fühl ich mich tatsächlich immer ganz unwohl, weil ich die Situationen nicht einschätzen kann.
Da sind immer viele Verknüpfungen.
Aber man kann über Social Media die gleichen Gefühle für Menschen oder für Dinge haben, die man hätte, wenn die Person neben einem sitzt.
Man schreibt sich natürlich häufiger auf WhatsApp, als das man sich trifft.
Ich kann aber bei jedem meiner Kontakte sagen, wo ich die oder den kennengelernt habe.
Mit jedem Kontakt, habe ich schon einmal bewusst Kontakt aufgenommen und den meisten von denen habe ich auch schon einmal die Hand geschüttelt.
merz: Welche Möglichkeiten bietet dir das Schreiben auf deinem Technikblog?
Licina: Die Motivation dahinter meinen Blog zu betreiben, war anfangs erst nur die Frage wie ich regelmäßig an neueste Tech-Geräten komme.
Heute mache ich das mit dem Bloggen eher für mich selbst, um meinen Schreibstil zu trainieren und weil ich dadurch viel herumkomme.
Wir haben den Blog im letzten Jahr im Juni gestartet und haben uns überlegt, dass den meisten Leuten die ganzen fachthematischen Dinge nicht interessieren; und die Leute, die es interessiert, die lesen Fachportale.
Also brauche ich das nicht machen.
Ich brauche nicht die Pressemitteilung und die technischen Daten kopieren – das ist nicht meine Zielgruppe.
Zu meiner Zielgruppe gehören erst einmal die Leute in meinem Umfeld, in meinem Freundeskreis, in meinen WhatsApp-Gruppen.
Das sind mehr junge Leute.
Mein Blog ist einer der wenigen Blogs in Deutschland, die das Ganze in Textform machen und begleitend mit Videos.
Unser Testbericht ist immer auf ‚Papier'.
Damit habe ich auch eine Zielgruppe 40 plus, die die ganzen Videos nicht sehen, sondern einen Bericht lesen möchte.
Ich verknüpfe solche Tests mit einem Event wie den WebDays, sodass ich dann im Bericht schreiben kann, wo ich war und unter welchen Umständen getestet wurde.
Es ist etwas Echtes und kein Labortest.
In der Regel frage ich an oder ich werde auf Veranstaltungen angesprochen und meistens haben sie Interesse und schicken mir dann das Gerät zum Test.
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