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„Ein Land, das gegen viele unserer christlichen Werte arbeitet“. Analysen zur Berichterstattung von christlich signierten Medien über den Staat Israel im Winter 2023/24

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Zusammenfassung Medial vermittelte Inhalte prägen Bilder vom Staat Israel in Deutschland entscheidend. Journalistische Berichterstattung über ihn und den Nahostkonflikt wurde jedoch seit längerem kaum ausführlicher analysiert. Insbesondere stellt sich die Frage, ob Medienberichte antisemitisch konnotierte und dabei derealisierende Perspektiven aufweisen. Dies ist relevant, da seit einigen Jahren Positionen, die den Staat Israel delegitimieren, ein bedeutendes Argumentationsmuster von Antisemitismus darstellen. Der Artikel untersucht erstmals ein Sample aus vier Medien, deren Berichterstattung sich selbst als christlich versteht. Die ausgewählten 15 Beiträge wurden alle nach dem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 und bis einschließlich Februar 2024 publiziert. Die Medien wurden bewusst als allgemein gemäßigte, nicht-fundamentalistische ausgewählt und verfügen über eine z. T. hohe Reichweite. Die Untersuchung erfolgte als qualitative Inhaltsanalyse. Im Ergebnis zeigt sich, dass offen antisemitische Gehalte im Untersuchungszeitraum in den Texten selten kommuniziert werden. Eine Ausnahme bildet allerdings eine Reportage, die in mehreren Medien aufgegriffen wurde und antijudaistische Stereotype enthält, u. a. werden Israelis als „Kindermörder“ dargestellt. Des Weiteren finden sich im Korpus z. T. gravierende Derealisierungen bei der Darstellung Israels. Sie werden daran erkennbar, dass dezidiert antizionistische Positionen und/oder Verbindungen zu israelfeindlichen Boykottkampagnen unkommentiert bleiben. Die betroffenen Texte sind Interviews und Reportagen. Die hier repräsentierten Personen sind z. T. Deutsche, teilweise aber auch christliche Palästinenser*innen. Die genannten Phänomene stellen Bruchstellen dar, die christliche Perspektiven für israelfeindliche Deutungen öffnen.
Title: „Ein Land, das gegen viele unserer christlichen Werte arbeitet“. Analysen zur Berichterstattung von christlich signierten Medien über den Staat Israel im Winter 2023/24
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Zusammenfassung Medial vermittelte Inhalte prägen Bilder vom Staat Israel in Deutschland entscheidend.
Journalistische Berichterstattung über ihn und den Nahostkonflikt wurde jedoch seit längerem kaum ausführlicher analysiert.
Insbesondere stellt sich die Frage, ob Medienberichte antisemitisch konnotierte und dabei derealisierende Perspektiven aufweisen.
Dies ist relevant, da seit einigen Jahren Positionen, die den Staat Israel delegitimieren, ein bedeutendes Argumentationsmuster von Antisemitismus darstellen.
Der Artikel untersucht erstmals ein Sample aus vier Medien, deren Berichterstattung sich selbst als christlich versteht.
Die ausgewählten 15 Beiträge wurden alle nach dem Massaker der Hamas am 7.
 Oktober 2023 und bis einschließlich Februar 2024 publiziert.
Die Medien wurden bewusst als allgemein gemäßigte, nicht-fundamentalistische ausgewählt und verfügen über eine z.
 T.
hohe Reichweite.
Die Untersuchung erfolgte als qualitative Inhaltsanalyse.
Im Ergebnis zeigt sich, dass offen antisemitische Gehalte im Untersuchungszeitraum in den Texten selten kommuniziert werden.
Eine Ausnahme bildet allerdings eine Reportage, die in mehreren Medien aufgegriffen wurde und antijudaistische Stereotype enthält, u.
 a.
werden Israelis als „Kindermörder“ dargestellt.
Des Weiteren finden sich im Korpus z.
 T.
gravierende Derealisierungen bei der Darstellung Israels.
Sie werden daran erkennbar, dass dezidiert antizionistische Positionen und/oder Verbindungen zu israelfeindlichen Boykottkampagnen unkommentiert bleiben.
Die betroffenen Texte sind Interviews und Reportagen.
Die hier repräsentierten Personen sind z.
 T.
Deutsche, teilweise aber auch christliche Palästinenser*innen.
Die genannten Phänomene stellen Bruchstellen dar, die christliche Perspektiven für israelfeindliche Deutungen öffnen.

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