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Macht
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Der vorliegende Beitrag versucht, die Kategorie der ‚Macht‘, die vorrangig in den Sozial- und Kulturwissenschaften behandelt wird, als einen relevanten Gegenstand für die Kulturlinguistik zu erarbeiten. Der Zusammenhang Sprache und Macht ist zwar in verschiedenen Disziplinen gegenwärtig und vermehrt in aller Munde, doch theoretische Zugänge, in denen Macht systematisch mit Sprache in Verbindung gebracht wird, sind eher selten. Mit den Machtkonzepten der ‚Pastoralmacht‘ bzw. ‚Gouvernementalität‘ sowie der ‚symbolischen Macht‘ werden hier daher zwei Verständnisse von Macht vorgestellt, die für die Linguistik nicht nur anschlussfähig, sondern auch fruchtbar sind. Mit ihnen rückt Macht als ein Phänomen ins linguistische Blickfeld, das es erlaubt, an gegenwärtigen gesellschaftlichen Diskursen, etwa zur umfassenden neoliberalen Subjektivierung oder zu sprachlicher Missachtung, zu partizipieren und dabei die eigene linguistische Expertise einzubringen. Auf diese Weise wird die Linguistik aber zugleich dazu animiert, auch das eigene Kategorieninventar entsprechend zu erweitern oder zu modifizieren.
Title: Macht
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Der vorliegende Beitrag versucht, die Kategorie der ‚Macht‘, die vorrangig in den Sozial- und Kulturwissenschaften behandelt wird, als einen relevanten Gegenstand für die Kulturlinguistik zu erarbeiten.
Der Zusammenhang Sprache und Macht ist zwar in verschiedenen Disziplinen gegenwärtig und vermehrt in aller Munde, doch theoretische Zugänge, in denen Macht systematisch mit Sprache in Verbindung gebracht wird, sind eher selten.
Mit den Machtkonzepten der ‚Pastoralmacht‘ bzw.
‚Gouvernementalität‘ sowie der ‚symbolischen Macht‘ werden hier daher zwei Verständnisse von Macht vorgestellt, die für die Linguistik nicht nur anschlussfähig, sondern auch fruchtbar sind.
Mit ihnen rückt Macht als ein Phänomen ins linguistische Blickfeld, das es erlaubt, an gegenwärtigen gesellschaftlichen Diskursen, etwa zur umfassenden neoliberalen Subjektivierung oder zu sprachlicher Missachtung, zu partizipieren und dabei die eigene linguistische Expertise einzubringen.
Auf diese Weise wird die Linguistik aber zugleich dazu animiert, auch das eigene Kategorieninventar entsprechend zu erweitern oder zu modifizieren.
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