Search engine for discovering works of Art, research articles, and books related to Art and Culture
ShareThis
Javascript must be enabled to continue!

Migräne, Schlaganfall und „white matter lesions“

View through CrossRef
ZusammenfassungZwischen Migräne und ischämischem Schlaganfall besteht eine komplexe bi-direktionale Komorbidität, die zu Grunde liegenden pathophysiologischen Zusammenhänge sind multifaktoriell. Aus klinischer Sicht besonders relevant ist die Bedeutung der Migräne als Risikofaktor für zerebrale Ischämien. Für klinisch manifeste Schlaganfälle ist das Risiko um den Faktor 2 erhöht, zusätzliche Risikofaktoren sind Migräne mit Aura, weibliches Geschlecht, Rauchen und Einnahme oraler Kontrazeptiva. Die absolute Risikozunahme ist jedoch gering, Patienten sollten daher nicht unnötig verunsichert werden. Migränepatienten haben ferner eine erhöhte Prävalenz von ‚white matter lesions‘ (WML) und subklinischen Infarkten (v. a. in der hinteren Strombahn). Nach neuen Daten ist der Effekt hinsichtlich WML nicht spezifisch für Migräne, sondern scheint auch für andere schwere Kopfschmerzen zuzutreffen. Ferner ist die klinische und funktionelle Bedeutung dieser bildgebenden Befunde aktuell nicht abschließend geklärt.
Title: Migräne, Schlaganfall und „white matter lesions“
Description:
ZusammenfassungZwischen Migräne und ischämischem Schlaganfall besteht eine komplexe bi-direktionale Komorbidität, die zu Grunde liegenden pathophysiologischen Zusammenhänge sind multifaktoriell.
Aus klinischer Sicht besonders relevant ist die Bedeutung der Migräne als Risikofaktor für zerebrale Ischämien.
Für klinisch manifeste Schlaganfälle ist das Risiko um den Faktor 2 erhöht, zusätzliche Risikofaktoren sind Migräne mit Aura, weibliches Geschlecht, Rauchen und Einnahme oraler Kontrazeptiva.
Die absolute Risikozunahme ist jedoch gering, Patienten sollten daher nicht unnötig verunsichert werden.
Migränepatienten haben ferner eine erhöhte Prävalenz von ‚white matter lesions‘ (WML) und subklinischen Infarkten (v.
 a.
in der hinteren Strombahn).
Nach neuen Daten ist der Effekt hinsichtlich WML nicht spezifisch für Migräne, sondern scheint auch für andere schwere Kopfschmerzen zuzutreffen.
Ferner ist die klinische und funktionelle Bedeutung dieser bildgebenden Befunde aktuell nicht abschließend geklärt.

Related Results

Ionenkanalerkrankungen des Gehirns – monogene Migräneformen
Ionenkanalerkrankungen des Gehirns – monogene Migräneformen
ZusammenfassungIm Gegensatz zu den häufigen genetisch komplexen Formen der Migräne existieren auch einige seltene monogene Migränevarianten. Klassischer Vertreter ist die sog. fami...
Aortic Atherosclerosis at Middle Age Predicts Cerebral White Matter Lesions in the Elderly
Aortic Atherosclerosis at Middle Age Predicts Cerebral White Matter Lesions in the Elderly
Background and Purpose —MRI scans of the brains of elderly people frequently show white matter lesions. Clinically, these lesions are associated with cognitive impairme...
p53 Expression in Gallbladder Lesions: A Cross-sectional Study from a Tertiary Care Centre in Northern India
p53 Expression in Gallbladder Lesions: A Cross-sectional Study from a Tertiary Care Centre in Northern India
Introduction: Gallbladder lesions comprise inflammatory, benign, pre-malignant, and malignant lesions. The progression of benign lesions into malignant ones involves a complex proc...
Incidence of oral white lesions in patients attending a private dental hospital
Incidence of oral white lesions in patients attending a private dental hospital
The oral cavity is vulnerable to a limitless number of environmental insults; white lesions are common findings in the oral cavity. White lesions in the oral cavity may be benign, ...
The biology of incipient, pre-invasive or intraepithelial neoplasia
The biology of incipient, pre-invasive or intraepithelial neoplasia
Invasive tumors (cancers or malignant lesions) typically develop in the setting in which there is the presence of putative non-invasive lesions and the development of these non-inv...
Evaluation of endo-perio lesions according to different specific classifications
Evaluation of endo-perio lesions according to different specific classifications
Abstract Introduction: Endo-perio lesions, beyond the clinical examination, are also assessed by means of radiographs. It is important that the radiographs used for diagnos...
Ultrasound diagnosis of non-mass MRI-detected lesions
Ultrasound diagnosis of non-mass MRI-detected lesions
AbstractMagnetic resonance imaging (MRI)-detected lesions are often category 2 or 3 lesions on initial ultrasound examination. In addition, in the case of new non-mass lesions dete...

Back to Top