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Probleme bei der Diagnose der kutanen Leishmaniose: Eine retrospektive Studie zur Analyse klinischer, histopathologischer und immunhistochemischer Merkmale
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ZusammenfassungHintergrundDie Inzidenz der kutanen Leishmaniose (CL) in der Schweiz nimmt aufgrund von Migration und Globalisierung zu. Ziel dieser Arbeit war es, die Inzidenz der CL in der Schweiz zu untersuchen und die klinischen und histopathologischen Schwierigkeiten bei der Diagnose der CL zu identifizieren.Patienten und MethodikIn dieser retrospektiven Studie wurden klinische und histopathologische Charakteristika aller CL‐Fälle aus zwei dermatopathologischen Labors zwischen 2000 und 2022 analysiert. Hautbiopsien wurden mit HE, Giemsa und immunhistochemischen Färbungen (CD1a, spezifischer Leishmania‐Antikörper)untersucht. Eine Leishmania‐PCR erfolgte sofern ausreichend Gewebe vorhanden stand.Ergebnisse42 Fälle (27 m, 15 w) wurden eingeschlossen. Die korrekte klinische Diagnose einer CL wurde nur in 15 (35.7%) Fällen gestellt. In sieben (16.6%) Fällen wurde die CL bei der ersten histopathologischen Untersuchung übersehen. Zwei histopathologische Hauptmuster wurden beobachtet: granulomatös und pseudolymphomatös. Die immunhistochemische Färbung mit CD1a und Leishmania‐spezifischem Antikörper war in 91% bzw. 80% der Fälle positiv. Die Leishmania‐PCR war in 25 von 26 Fällen positiv, wobei überwiegend Altwelt‐Spezies nachgewiesen wurden.SchlussfolgerungCL ist in der Schweiz selten und wird klinisch und histopathologisch oft fehldiagnostiziert. CD1a und spezifische Leishmania‐Antikörperfärbungen sind hilfreich. Auch bei negativer Reiseanamnese in Endemiegebiete sollte bei nicht heilenden Ulzera differentialdiagnostisch an eine CL gedacht werden.
Title: Probleme bei der Diagnose der kutanen Leishmaniose: Eine retrospektive Studie zur Analyse klinischer, histopathologischer und immunhistochemischer Merkmale
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ZusammenfassungHintergrundDie Inzidenz der kutanen Leishmaniose (CL) in der Schweiz nimmt aufgrund von Migration und Globalisierung zu.
Ziel dieser Arbeit war es, die Inzidenz der CL in der Schweiz zu untersuchen und die klinischen und histopathologischen Schwierigkeiten bei der Diagnose der CL zu identifizieren.
Patienten und MethodikIn dieser retrospektiven Studie wurden klinische und histopathologische Charakteristika aller CL‐Fälle aus zwei dermatopathologischen Labors zwischen 2000 und 2022 analysiert.
Hautbiopsien wurden mit HE, Giemsa und immunhistochemischen Färbungen (CD1a, spezifischer Leishmania‐Antikörper)untersucht.
Eine Leishmania‐PCR erfolgte sofern ausreichend Gewebe vorhanden stand.
Ergebnisse42 Fälle (27 m, 15 w) wurden eingeschlossen.
Die korrekte klinische Diagnose einer CL wurde nur in 15 (35.
7%) Fällen gestellt.
In sieben (16.
6%) Fällen wurde die CL bei der ersten histopathologischen Untersuchung übersehen.
Zwei histopathologische Hauptmuster wurden beobachtet: granulomatös und pseudolymphomatös.
Die immunhistochemische Färbung mit CD1a und Leishmania‐spezifischem Antikörper war in 91% bzw.
80% der Fälle positiv.
Die Leishmania‐PCR war in 25 von 26 Fällen positiv, wobei überwiegend Altwelt‐Spezies nachgewiesen wurden.
SchlussfolgerungCL ist in der Schweiz selten und wird klinisch und histopathologisch oft fehldiagnostiziert.
CD1a und spezifische Leishmania‐Antikörperfärbungen sind hilfreich.
Auch bei negativer Reiseanamnese in Endemiegebiete sollte bei nicht heilenden Ulzera differentialdiagnostisch an eine CL gedacht werden.
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