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Der Zusammenhang zwischen Sucht und Schlaf: „Illegale“ Drogen
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Fragestellung: Ziel ist die Darstellung des Einflusses von Drogen als stimulierende oder sedierende psychotrope Substanzen auf Änderungen im allgemeinen Wachheitszustand des Gehirns und auf die Schlaf-Wachregulation. Ergebnisse: Stimulanzien wie Kokain und Ecstasy (MDMA) führten zu einem gestörten Schlaf, während Cannabis und Benzodiazepine eher schlaffördernde Effekte hatten aber bereits bei mittelfristiger Gabe zu qualitativen Schlafveränderungen von funktioneller Relevanz führten. Obwohl keine illegalen Drogen im klassischen Sinne, weisen auch Benzodiazepine ein hohes Abhängigkeitspotenial auf, werden häufig missbräuchlich konsumiert, weshalb deren Effeke auf den Schlaf an dieser Stelle berichtet werden. Opioide wiederum hatten deutliche Schlafstörungen und eine Zunahme schlafbezogener Atmungsstörungen zur Folge. Einen gemeinsamen Effekt stellt die Suppression des REM-Schlafs dar. Als Entzugsphänomene traten häufig insomnische Beschwerden (Kokain, Cannabis, Benzodiazepine, Opioide), teilweise begleitet von einem REM-Rebound (Kokain, zumindest teilweise bei MDMA und Cannabis) auf. LSD beeinflusste die Schlafeffizienz wenig, führte aber auch zu Veränderungen des REM-Schlafs. MDMA-Opioid- und Benzodiazepin-Konsumenten zeigten oft Hangover-Effekte am nächsten Tag mit Tagesmüdigkeit, Konzentrations- und Leistungsdefiziten, vermehrten Stürzen und Verkehrsunfällen. Schlussfolgerungen: Die klinischen und therapeutischen Implikationen der beschriebenen Schlafveränderungen bleiben noch ungeklärt. Insbesondere mit dem Zusammenhang zwischen Insomnie, psychiatrischer und somatischer Komorbidität, Drogenkonsum und Rückfälligkeit werden methodisch belastbare Untersuchungen benötigt.
Title: Der Zusammenhang zwischen Sucht und Schlaf: „Illegale“ Drogen
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Fragestellung: Ziel ist die Darstellung des Einflusses von Drogen als stimulierende oder sedierende psychotrope Substanzen auf Änderungen im allgemeinen Wachheitszustand des Gehirns und auf die Schlaf-Wachregulation.
Ergebnisse: Stimulanzien wie Kokain und Ecstasy (MDMA) führten zu einem gestörten Schlaf, während Cannabis und Benzodiazepine eher schlaffördernde Effekte hatten aber bereits bei mittelfristiger Gabe zu qualitativen Schlafveränderungen von funktioneller Relevanz führten.
Obwohl keine illegalen Drogen im klassischen Sinne, weisen auch Benzodiazepine ein hohes Abhängigkeitspotenial auf, werden häufig missbräuchlich konsumiert, weshalb deren Effeke auf den Schlaf an dieser Stelle berichtet werden.
Opioide wiederum hatten deutliche Schlafstörungen und eine Zunahme schlafbezogener Atmungsstörungen zur Folge.
Einen gemeinsamen Effekt stellt die Suppression des REM-Schlafs dar.
Als Entzugsphänomene traten häufig insomnische Beschwerden (Kokain, Cannabis, Benzodiazepine, Opioide), teilweise begleitet von einem REM-Rebound (Kokain, zumindest teilweise bei MDMA und Cannabis) auf.
LSD beeinflusste die Schlafeffizienz wenig, führte aber auch zu Veränderungen des REM-Schlafs.
MDMA-Opioid- und Benzodiazepin-Konsumenten zeigten oft Hangover-Effekte am nächsten Tag mit Tagesmüdigkeit, Konzentrations- und Leistungsdefiziten, vermehrten Stürzen und Verkehrsunfällen.
Schlussfolgerungen: Die klinischen und therapeutischen Implikationen der beschriebenen Schlafveränderungen bleiben noch ungeklärt.
Insbesondere mit dem Zusammenhang zwischen Insomnie, psychiatrischer und somatischer Komorbidität, Drogenkonsum und Rückfälligkeit werden methodisch belastbare Untersuchungen benötigt.
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