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Kolorektales Karzinom – Chirurgische Interventionen bei Metastasen

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Metastasen eines kolorektalen Karzinoms sollten dann operiert werden, wenn durch die Operation eine komplette Tumorfreiheit erzielt werden kann, wobei die geplante Operation mit einer niedrigen Morbidität und Mortalität assoziiert sein muss. Heutzutage sind mehrere Metastasenlokalisationen keine Kontraindikation für eine operative Therapie mehr, solange die Metastasen jeweils resektabel erscheinen. Insgesamt resultiert aus der Resektion von Lungen- und/oder Lebermetastasen eine 5-Jahresüberlebensrate von 20–30%, wobei die Überlebenszeit durch das Ausmass der Metastasierung sowie das Tumorstadium bei Operation des Primärtumors bestimmt wird. Neuere Hoffnung entsteht aus der präoperativen Chemotherapie, die die Resektabilität und die postoperative Prognose verbessern soll; Metastasen, die als nicht resektabel gelten, können durch diese Therapie resektabel werden. Der Wert einer alleinigen postoperativen regionalen Therapie ist umstritten und stellt somit keine Regelbehandlung dar. Selbst bei einem statistisch errechneten Vorteil bleibt der Benefit für den Patienten fraglich, da das Rezidiv lediglich später auftritt, ein Überlebenszeitvorteil bislang jedoch noch nicht bewiesen werden konnte. Aufgrund der komplexen Situation und der erforderlichen technischen Expertise sollten diese Therapien in dafür ausgewiesenen Zentren durchgeführt werden, in denen eine gute Kooperation zwischen Chirurgie, Gastroenterologie und Onkologie besteht.
Hogrefe Publishing Group
Title: Kolorektales Karzinom – Chirurgische Interventionen bei Metastasen
Description:
Metastasen eines kolorektalen Karzinoms sollten dann operiert werden, wenn durch die Operation eine komplette Tumorfreiheit erzielt werden kann, wobei die geplante Operation mit einer niedrigen Morbidität und Mortalität assoziiert sein muss.
Heutzutage sind mehrere Metastasenlokalisationen keine Kontraindikation für eine operative Therapie mehr, solange die Metastasen jeweils resektabel erscheinen.
Insgesamt resultiert aus der Resektion von Lungen- und/oder Lebermetastasen eine 5-Jahresüberlebensrate von 20–30%, wobei die Überlebenszeit durch das Ausmass der Metastasierung sowie das Tumorstadium bei Operation des Primärtumors bestimmt wird.
Neuere Hoffnung entsteht aus der präoperativen Chemotherapie, die die Resektabilität und die postoperative Prognose verbessern soll; Metastasen, die als nicht resektabel gelten, können durch diese Therapie resektabel werden.
Der Wert einer alleinigen postoperativen regionalen Therapie ist umstritten und stellt somit keine Regelbehandlung dar.
Selbst bei einem statistisch errechneten Vorteil bleibt der Benefit für den Patienten fraglich, da das Rezidiv lediglich später auftritt, ein Überlebenszeitvorteil bislang jedoch noch nicht bewiesen werden konnte.
Aufgrund der komplexen Situation und der erforderlichen technischen Expertise sollten diese Therapien in dafür ausgewiesenen Zentren durchgeführt werden, in denen eine gute Kooperation zwischen Chirurgie, Gastroenterologie und Onkologie besteht.

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