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Das Lymphödem in Diagnostik und Therapie
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Die manuelle Lymphdrainage ist eine Sonderform der Massage, die bei Lymphabflussstörungen indiziert ist. Sie muss flankiert sein von Hautpflege, Kompressionsbehandlung, Bewegungstherapie und bestimmten Verhaltensmaßnahmen. Eine solche komplexe physikalische Entstauungstherapie (der Ausdruck wurde von Földi geprägt) versucht den anatomischen und physiologischen Gegebenheiten bei Lymphabflussstörungen gerecht zu werden. Eine diuretische Behandlung von Lymphödemen ist nicht indiziert; eine medikamentöse Therapie (z. B. mit Benzopyronen) hat sich nicht durchgesetzt. Wesentlichster Bestandteil der entstauenden physikalischen Maßnahmen ist die Kompression. Klassische Indikationen für entstauende physikalische Maßnahmen sind primäre und sekundäre Lymphödeme; unterstützend werden sie bei phlebolymphostatischen Ödemen sowie beim Lipödem eingesetzt. Kontraindikationen sind Ödeme anderer Genese (kardiale, renale Ödeme), frische Thrombosen sowie entzündliche Prozesse der Haut (Erysipel). Von den chirurgischen Behandlungsmethoden sind allein Rekonstruktionsverfahren (Replantation körpereigener Lymphgefäße) sinnvoll und haben sich bei bestimmten Indikationen bewährt.
Georg Thieme Verlag KG
Title: Das Lymphödem in Diagnostik und Therapie
Description:
Die manuelle Lymphdrainage ist eine Sonderform der Massage, die bei Lymphabflussstörungen indiziert ist.
Sie muss flankiert sein von Hautpflege, Kompressionsbehandlung, Bewegungstherapie und bestimmten Verhaltensmaßnahmen.
Eine solche komplexe physikalische Entstauungstherapie (der Ausdruck wurde von Földi geprägt) versucht den anatomischen und physiologischen Gegebenheiten bei Lymphabflussstörungen gerecht zu werden.
Eine diuretische Behandlung von Lymphödemen ist nicht indiziert; eine medikamentöse Therapie (z.
B.
mit Benzopyronen) hat sich nicht durchgesetzt.
Wesentlichster Bestandteil der entstauenden physikalischen Maßnahmen ist die Kompression.
Klassische Indikationen für entstauende physikalische Maßnahmen sind primäre und sekundäre Lymphödeme; unterstützend werden sie bei phlebolymphostatischen Ödemen sowie beim Lipödem eingesetzt.
Kontraindikationen sind Ödeme anderer Genese (kardiale, renale Ödeme), frische Thrombosen sowie entzündliche Prozesse der Haut (Erysipel).
Von den chirurgischen Behandlungsmethoden sind allein Rekonstruktionsverfahren (Replantation körpereigener Lymphgefäße) sinnvoll und haben sich bei bestimmten Indikationen bewährt.
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