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„Hier geht es nicht um ästhetische Maßstäbe“

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Abstract [English title and abstract below] Das Groteske vereint Elemente des Unheimlichen mit dem Komischen und transformiert kulturelle Ordnungen, indem es sie isoliert, destruiert und rekombiniert. Dadurch werden gesellschaftliche Strukturen sichtbar, die sowohl ausgestellt als auch hinterfragt werden. In seinem Roman Wilde Reise durch die Nacht (2001) arbeitet Walter Moers mit dieser Funktion des Grotesken und karikiert das Verhältnis zwischen künstlerischem Schaffen und den Gesetzmäßigkeiten des Buchmarkts. Im Artikel werde ich zunächst das ‚Unheimlich-Groteske‘ in Anlehnung an Wolfgang Kayser und mit Bezug zu Freud skizzieren. Nachfolgend werden Moers’ Roman und Gustave Dorés Holzstiche auf ihre grotesken Elemente untersucht. Zur Hintergrundkonturierung der Leitthese werden die Produktionsverfahren und -abläufe von Doré und Moers skizziert, um schlussendlich zu analysieren, wie die Wilde Reise Umbruchphasen des Buchmarkts thematisiert und die Frage nach dem Abhängigkeitsverhältnis von schöpferischer Kunst und Konsumverhalten stellt. Dabei wird Moers’ ironische Kritik um eine Perspektive der Auslotung neuer Potenziale auf dem Buchmarkt erweitert.   „This does not concern aesthetic standards“ The Uncanny-Grotesque in Walter Moers’s Wilde Reise durch die Nacht  The grotesque combines elements of the uncanny with the comic, transforming ultural orders by isolating, dismantling and recombining them. In doing so, it renders social structures visible, simultaneously exposing and interrogating them. In his novel Wilde Reise durch die Nacht (2001), Walter Moers engages with this function of the grotesque and caricatures the relationship between artistic creation and the laws of the book market. This article begins by outlining the concept of the ‘uncanny-grotesque’, drawing on the works of Wolfgang Kayser and Sigmund Freud. It will then give an analysis of Moers’s novel and Gustave Doré’s wood engravings, focussing on their grotesque elements. The production processes and techniques of Doré and Moers will be outlined to provide contextual background for the central thesis. Finally, I examine how Wilde Reise addresses phases of upheaval in the book market and raises the questions about the interdependent relationship between creative art and consumer behaviour. In this analysis, Moers’s ironic critique is expanded to include a perspective that explores new possibilities within the book market.
Title: „Hier geht es nicht um ästhetische Maßstäbe“
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Abstract [English title and abstract below] Das Groteske vereint Elemente des Unheimlichen mit dem Komischen und transformiert kulturelle Ordnungen, indem es sie isoliert, destruiert und rekombiniert.
Dadurch werden gesellschaftliche Strukturen sichtbar, die sowohl ausgestellt als auch hinterfragt werden.
In seinem Roman Wilde Reise durch die Nacht (2001) arbeitet Walter Moers mit dieser Funktion des Grotesken und karikiert das Verhältnis zwischen künstlerischem Schaffen und den Gesetzmäßigkeiten des Buchmarkts.
Im Artikel werde ich zunächst das ‚Unheimlich-Groteske‘ in Anlehnung an Wolfgang Kayser und mit Bezug zu Freud skizzieren.
Nachfolgend werden Moers’ Roman und Gustave Dorés Holzstiche auf ihre grotesken Elemente untersucht.
Zur Hintergrundkonturierung der Leitthese werden die Produktionsverfahren und -abläufe von Doré und Moers skizziert, um schlussendlich zu analysieren, wie die Wilde Reise Umbruchphasen des Buchmarkts thematisiert und die Frage nach dem Abhängigkeitsverhältnis von schöpferischer Kunst und Konsumverhalten stellt.
Dabei wird Moers’ ironische Kritik um eine Perspektive der Auslotung neuer Potenziale auf dem Buchmarkt erweitert.
  „This does not concern aesthetic standards“ The Uncanny-Grotesque in Walter Moers’s Wilde Reise durch die Nacht  The grotesque combines elements of the uncanny with the comic, transforming ultural orders by isolating, dismantling and recombining them.
In doing so, it renders social structures visible, simultaneously exposing and interrogating them.
In his novel Wilde Reise durch die Nacht (2001), Walter Moers engages with this function of the grotesque and caricatures the relationship between artistic creation and the laws of the book market.
This article begins by outlining the concept of the ‘uncanny-grotesque’, drawing on the works of Wolfgang Kayser and Sigmund Freud.
It will then give an analysis of Moers’s novel and Gustave Doré’s wood engravings, focussing on their grotesque elements.
The production processes and techniques of Doré and Moers will be outlined to provide contextual background for the central thesis.
Finally, I examine how Wilde Reise addresses phases of upheaval in the book market and raises the questions about the interdependent relationship between creative art and consumer behaviour.
In this analysis, Moers’s ironic critique is expanded to include a perspective that explores new possibilities within the book market.

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