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Versorgungsforschung – eine Aufgabe auch für die Osteologie
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ZusammenfassungDie Medizin als Handlungswissenschaft erhält mit der Versorgungsforschung eine neue Aufgabe, die sich nicht über spezifische Methoden, sondern über spezifische Fragestellungen zu Bedarf, Qualität (Prozess, Ergebnis) und Verbesserung der Alltagsversorgung definiert und sich an der Wirksamkeit (Outcome) der Methoden der Patientenversorgung orientiert. Diese Ergebnisorientierung ist eng verbunden mit dem Begriffspaar efficacy (absolute Wirksamkeit im kontrollierten klinischen Versuch) – effectiveness (relative Wirksamkeit unter Alltagsbedingungen). Der Unterschied zwischen beiden stellt die Wirksamkeitslücke (effectiveness gap oder performance gap) in der Praxis dar, deren Bestimmung eine Hauptaufgabe der Versorgungsforschung ist. Der internationalen Struktur der Versorgungsforschung “Input – Throughput – Output – Outcome” entspricht bei der Osteoporose-Versorgung die Struktur “Spezialist/Osteologe, DVO-Osteoporose-Leitlinien– Osteoporose-Schwerpunkt, -Zentrum, -Netzwerk – OsteoporoseTherapie – verminderte Frakturrate, verbesserte Lebensqualität”. Den Endpunkt der Versorgungsforschung stellt die Wirkung der erbrachten ärztlichen Leistung (Outcome) dar. Dokumentationen der ärztlichen Alltagspraxis bilden die Basis für die Versorgungsforschung. Primär abrechnungstechnische Datenbanken spiegeln weniger genau die Versorgungssituation des Patienten wider und können einen z. T. erheblichen verwaltungstechnischen oder monetär geprägten Bias enthalten. An den Beispielen der BONEEVA-Studie, der REAL-Studie und der GP-Database-Analyse zur Steroidosteoporose werden die unterschiedlichen Qualitäten der Datenbanken für die Osteoporose dargestellt. Insgesamt eröffnet die Versorgungsforschung für die Osteologie neue Möglichkeiten der Beurteilung der Effizienz diagnostischer Methoden und therapeutischer Strategien insbesondere für die Ärzte in der Praxis. Die vordringliche Hauptaufgabe der Versorgungsforschung speziell für die Osteoporose ist die flächendeckende Implementierung der diagnostischen und therapeutischen Vorgaben der DVO-Leitlinien in die Versorgungspraxis und die Beurteilung ihrer praktischen Effizienz. Aus diesen Erkenntnissen sind dann nationale Versorgungsleitlinien zu entwickeln.
Title: Versorgungsforschung – eine Aufgabe auch für die Osteologie
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ZusammenfassungDie Medizin als Handlungswissenschaft erhält mit der Versorgungsforschung eine neue Aufgabe, die sich nicht über spezifische Methoden, sondern über spezifische Fragestellungen zu Bedarf, Qualität (Prozess, Ergebnis) und Verbesserung der Alltagsversorgung definiert und sich an der Wirksamkeit (Outcome) der Methoden der Patientenversorgung orientiert.
Diese Ergebnisorientierung ist eng verbunden mit dem Begriffspaar efficacy (absolute Wirksamkeit im kontrollierten klinischen Versuch) – effectiveness (relative Wirksamkeit unter Alltagsbedingungen).
Der Unterschied zwischen beiden stellt die Wirksamkeitslücke (effectiveness gap oder performance gap) in der Praxis dar, deren Bestimmung eine Hauptaufgabe der Versorgungsforschung ist.
Der internationalen Struktur der Versorgungsforschung “Input – Throughput – Output – Outcome” entspricht bei der Osteoporose-Versorgung die Struktur “Spezialist/Osteologe, DVO-Osteoporose-Leitlinien– Osteoporose-Schwerpunkt, -Zentrum, -Netzwerk – OsteoporoseTherapie – verminderte Frakturrate, verbesserte Lebensqualität”.
Den Endpunkt der Versorgungsforschung stellt die Wirkung der erbrachten ärztlichen Leistung (Outcome) dar.
Dokumentationen der ärztlichen Alltagspraxis bilden die Basis für die Versorgungsforschung.
Primär abrechnungstechnische Datenbanken spiegeln weniger genau die Versorgungssituation des Patienten wider und können einen z.
T.
erheblichen verwaltungstechnischen oder monetär geprägten Bias enthalten.
An den Beispielen der BONEEVA-Studie, der REAL-Studie und der GP-Database-Analyse zur Steroidosteoporose werden die unterschiedlichen Qualitäten der Datenbanken für die Osteoporose dargestellt.
Insgesamt eröffnet die Versorgungsforschung für die Osteologie neue Möglichkeiten der Beurteilung der Effizienz diagnostischer Methoden und therapeutischer Strategien insbesondere für die Ärzte in der Praxis.
Die vordringliche Hauptaufgabe der Versorgungsforschung speziell für die Osteoporose ist die flächendeckende Implementierung der diagnostischen und therapeutischen Vorgaben der DVO-Leitlinien in die Versorgungspraxis und die Beurteilung ihrer praktischen Effizienz.
Aus diesen Erkenntnissen sind dann nationale Versorgungsleitlinien zu entwickeln.
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