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Ingrid Hentschel (2007) Dionysos kann nicht sterben - Theater in der Gegenwart

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„Im Gegenwartstheater, und hier meine ich dramatische Texte sowohl als Inszenierungen und Aufführungen, zeichnet sich die Kunst durch eine Bemühung um neuerliche Vergegenwärtigung des Menschlichen aus. Eine Vergegenwärtigung, die erst durch den Kontrast zu den elektronisch und seriell erzeugbaren Bildwelten und ihren Illusionstechniken in aller Schärfe deutlich wird: Theater situiert sich als das anthropologische Medium schlechthin.“ (9) Es gehört zum Schwierigsten in den Kunstwissenschaften, Gegenwartsphänomene über das Engagement der Tageskritik und Konsumentenlust hinaus auf ein Reflexionsniveau zu heben, das Evidenzmomente erzeugt, welche den Kunstdiskurs im theoretischen wie auch praktischen Sinne auf eine bleibende Weise zu inspirieren vermögen. Ingrid Hentschel hat sich einer solchen Herausforderung mit ihrem jüngst erschienen Buch Dionysos kann nicht sterben. Theater in der Gegenwart bewusst gestellt. Denn in gesteigertem Maße besteht diese Schwierigkeit für eine Kunst des Theaters, welche in den performativen Aspekten ihrer Praxis, Inszenierung und Aufführung, das Literarische, Sprachlich-Semantische des Texts bewusst zu überwältigen unternimmt. Hentschel weist zu Recht darauf hin, dass dies bereits auf gewisse avantgardistische Bewegungen des frühen 20. Jahrhunderts zutraf – man denke nur an Antonin Artauds grandiose Experimente zur Etablierung eines „Theaters der Grausamkeit“ – aber im Theater unserer Zeit und der jüngsten Vergangenheit, also in der Theaterszene der „Jahre vor ...
Title: Ingrid Hentschel (2007) Dionysos kann nicht sterben - Theater in der Gegenwart
Description:
„Im Gegenwartstheater, und hier meine ich dramatische Texte sowohl als Inszenierungen und Aufführungen, zeichnet sich die Kunst durch eine Bemühung um neuerliche Vergegenwärtigung des Menschlichen aus.
Eine Vergegenwärtigung, die erst durch den Kontrast zu den elektronisch und seriell erzeugbaren Bildwelten und ihren Illusionstechniken in aller Schärfe deutlich wird: Theater situiert sich als das anthropologische Medium schlechthin.
“ (9) Es gehört zum Schwierigsten in den Kunstwissenschaften, Gegenwartsphänomene über das Engagement der Tageskritik und Konsumentenlust hinaus auf ein Reflexionsniveau zu heben, das Evidenzmomente erzeugt, welche den Kunstdiskurs im theoretischen wie auch praktischen Sinne auf eine bleibende Weise zu inspirieren vermögen.
Ingrid Hentschel hat sich einer solchen Herausforderung mit ihrem jüngst erschienen Buch Dionysos kann nicht sterben.
Theater in der Gegenwart bewusst gestellt.
Denn in gesteigertem Maße besteht diese Schwierigkeit für eine Kunst des Theaters, welche in den performativen Aspekten ihrer Praxis, Inszenierung und Aufführung, das Literarische, Sprachlich-Semantische des Texts bewusst zu überwältigen unternimmt.
Hentschel weist zu Recht darauf hin, dass dies bereits auf gewisse avantgardistische Bewegungen des frühen 20.
Jahrhunderts zutraf – man denke nur an Antonin Artauds grandiose Experimente zur Etablierung eines „Theaters der Grausamkeit“ – aber im Theater unserer Zeit und der jüngsten Vergangenheit, also in der Theaterszene der „Jahre vor .

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